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27.02.2017, 21:49 Uhr
Menzitowoc
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Hallo,
ich nehme einfach mal an, dass dieses sehr begrüßenswerte Urteil beim BGH in der Revision wieder weichgespült wird, aber es ist immerhin mal ein Zeichen.
Wirklich heftig finde ich aber die Argumente des Angeklagten, die der Psychologe bzw. Verteidiger eigentlich zur Entlastung zusammengetragen hatten:
Zitat aus dem Spiegel-Artikel: "Die Verteidiger haben viel unternommen, um zu erklären, warum die Raser glaubten, es könne nichts schief gehen. War H. doch drei Tage zuvor bereits dieselbe Strecke über rote Ampeln gefahren, aber unfallfrei"
Und weiter: "So hatte Jacqueline Bächli-Biétry [die psychologische Gutachterin der Verteidigung] den Angeklagten auch nach dem Sinn von roten Ampeln gefragt. Tagsüber, so Hamdi H., würde er durchaus an solchen halten. Aber nachts habe er nicht damit gerechnet, dass noch irgendjemand unterwegs sei"
Wenn es nicht so traurig wäre, müßte ich sagen: "Selten so gut gelacht"
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär |