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19.10.2010, 16:57 Uhr
Menzitowoc
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Hallo,
in Frankfurt-Höchst auf dem Gelände des ehemaligen Möbelcity Wesner wird unter anderem das Haus des Jugendrechts errichtet. Ein Teil der Gebäude wird in einer kombinierten Fertigteil-Ortbeton Kombination errichtet und dabei wird dieser sehr neu erscheinende Potain GTMR 386B eingesetzt. Es sind sowohl ein Schild von Seidel-Mietkran aus Groß-Gerau als auch ein Arcomet-Schild angebracht. Wie die Eigentumsverhältnisse hier sind, kann ich nicht sagen.
Der Kran selber ist wohl sehr neu und wird ja von Poatin auch immer noch so angeboten, aber die Konstruktion mit den offenen Winkelprofilen für den Turm erscheint doch heute wirklich sehr tüdelig.




Auf den folgenden drei Bildern kann man im Grundturm oberhalb der Viergelenksanlenkung eine Trennstelle erkennen. Wie ich bei anderen Kranen dieses Typs gesehen habe, läßt sich an dieser Stelle der obere Grundturm komplett abschrauben. Wozu hat man diese Trennstelle vorgesehen? Gibt es eine Option, ein anderes Turmpaket zu montieren? Oder möchte man einfach nur eine zusätzliche Trennstelle haben, um im Notfall den Kran weiter zerlegen zu können, ohne die Kinematik des Viergelenks (Aufrichtkinematik) auftrennen zu müssen, wenn der ganze Turm abgenommen werden müßte?


 Auf diesem Bild sieht man einigermaßen, dass der Unterwagen quasi diagonal aufgebaut ist. Zwei der vier Stützen sind fest mit dem zentralen Topf verschweißt und nur die äußeren Enden mit den Spindeln lassen sich zum Transport wegknicken. Die beiden übrigen Stützen werden wie üblich komplett weggedreht.
Generell fasziniert mich an diesem Kran die große Anzahl an massigen Flaschenzügen. 1. Aufrichtfalschenzug zwischen Oberwagen und Turmfuß - siehe untere Bilder 2. Nackenflaschenzug zwischen Oberwagenheck und Nackenlenker 3. Flaschenzug zwischen Nackenlenker und Auslegerzwischenabspannung 4. Flaschenzug zwischen Grundturm und Innenturm zum Turmteleskopieren 5. Natürlich noch das eigentliche Hubwerk
Ich habe jetzt leider nicht darauf geachtet, aber haben die alle eine separate Winde? OK der Flaschenzug Nr. 3 hat eine kleine Winde oberhalb der Kabine vor dem Katzfahrwerk und dient der Auslegerausweichstellung und bei der Auslegerluftmontage. Aber braucht man wirklich diesen großen Nackenflaschenzug, nur um die die Abspannungslänge beim Turmaufstocken zu kompensieren? Oder kann hier mit horizontalem Ausleger ein Turmstück eingeklettert werden, indem Turm- und Nackenflaschenzug syncron arbeiten? Wann kommt so eine Funktion zum tragen?
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär Dieser Post wurde am 19.10.2010 um 17:24 Uhr von Menzitowoc editiert. |