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19.12.2018, 13:38 Uhr
Menzitowoc
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Skizze zu einer spinnerten Mini-Walking-Dragline – Posting 1 von 2
Hallo,
wenn ich in einer langweiligen Sitzung gefangen bin, in der zwar schon Alles gesagt wurde aber noch nicht von Jedem, dann schweifen meine Gedanken manchmal ab und meine Finger werden kribbelig. Ich werfe dann mein Spinnrad an und herausgekommen ist dabei z.B. die Idee zu einer volltransportablen Mini-Walking-Dragline. Die kleinen Bilderchen sind im Originalzustand oftmals kaum größer als Briefmarken, deshalb die recht schlechte Qualität; ich bitte das zu entschuldigen.
Die Idee ist folgende: Aktuell gibt es ja nur sehr große Walking Draglines. Die kleinste moderne Walking Dragline war die modulare Bucyrus-Erie 380W mit ca. 510t. Die Ruston-Bucyrus W480, wie sie z.B. bei Durance Granulat in Südfrankreich im Einsatz ist, wiegt so zwischen 750t bis 800t. Aktuell werden sogar nur noch ganz große Maschinen angeboten, wie z.B. die CAT 8000-Serie mit um die 2000 bis 7000t Betriebsgewicht. Aber warum nicht mal wieder eine kleine Walking Dragline für die Sand- oder Tongrube von nebenan? Also noch deutlich kleiner als die historischen Bestseller Walking Draglines Monighan 3W oder Monighan 5W, aber etwas größer als die finnische Prototyp Walking Dragline Lokomo Teräsmies 3. Diese neu zu entwickelnde Maschine sollte dann aber auch leicht zu transportieren sein, ohne dass sie lange zerlegt werden muss. Ich habe dann mal so eine Transportbreite von 3,0 bis 3,5m angenommen. Damit die Schreitwerke angebaut bleiben können, habe ich mich für einen Transport in Querrichtung entschieden. Der Ausleger muß dann abgebaut werden und das Gegengewicht wird entweder weggeklappt oder auch abgenommen. Um die Spinnerei weiter auf die Spitze zu treiben, soll die Walking Dragline eine Selbstmontagefunktion haben und auch selbständig auf den Tieflader schreiten!
 Direktlink zum Skizzenblatt 1 – Mini-Walking Dragline
Hier das erste Blatt mit ein paar Übersichtsskizzen zu meiner Spinner-Mini-Walking-Dragline:
Bild 1 – Skizze zur Größeneinordnung des Schleppkübels. Der Ausleger sollte so etwa 16m lang sein, was 2 Teilstücke von 8m entspricht. In der Praxis dann doch ehr zu kurz. Deshalb würde ich ehr in Richtung 2 x 12m Ausleger gehen. Das Fahrerhaus sollte schon bei dieser Überlegung in der Mitte der Maschine zwischen den A-Bock Streben angeordnet sein. Auf jeden Fall soll die Maschine den Ausleger über einen A-Bock abspannen und nicht über ein klassisches festes Gerüst, damit man den A-Bock als Hilfskranausleger zur Selbstmontage verwenden kann.
Bild 2 – Hier sieht die Mini-Walking-Dragline schon etwas filigraner aus und die Maße passen auch besser zueinander. Schreitwerk sollte ein mechanisches Exzenterschreitwerk nach Cameron& Heath sein, wie es auch Rapier aus England in seinen Maschinen verbaute. Der A-Bock sollte zum Transport auf dem Oberwagen geklappt werden und in Querrichtung gedreht werden, ohne den Flaschenzug des Einziehwerks auszuscheren (das sollen die gestrichelten Linien andeuten).
Bild 3 – Eine schnell hingeschmierte perspektivische Darstellung einer kleineen Walking Dragline. Das Fahrerhaus ist dort wieder an die linke Oberwagenseite gewandert. Der Ballast hängt an einer Oberwagenverlängerung, die gleichzeitig als Lagerbock für das Einziehwerk dient. Diese Oberwagenverlängerungen können zum Transport ebenfalls in Querrichtung weggeklappt werden, so dass der Bagger in Querrichtung nur die Breite des Tub-Durchmessers hat.
Bild 4 – Noch mal eine briefmarkengroße perspektivische Skizze der Mini-Walking Dragline mit Mittelfahrerhaus unter dem A-Bock. Zum Transport muß dieses nicht weggeklappt werden, sondern kann dort verbleiben, was die Konstruktion vereinfacht und das Schreitwerk nicht behindert. Dafür ist der Aufstieg für den Fahrer etwas ungünstiger.
 Direktlink zum Skizzenblatt 2 – Mini-Walking Dragline
Hier das zweite Blatt mit weiteren Skizze zu meiner Spinner-Mini-Walking-Dragline:
Bild 5 – Eine erste Idee zum Quertransport der Mini-Walking-Dragline. Die seitlichen Schreitwerke mit den ausladenden Schreitschuhen kann angebaut bleibe. Die Kabine ist wieder als Seitenkabine auf der rechten Baggerseite dargestellt.
Bild 6 – Hier habe ich grafisch überlegt, wie man die ganze Klappmechanik von Oberwagenheckträger (mit oder ohne Ballast), Fahrerkabine und A-Bock wohl gestalten könnte, dass ein Quertransport auf einem Tieflader möglich erscheint und der Forderung Rechnung getragen ist, dass der Schwerpunkt beim Transport in der Mittenebene liegt. Der aus 2 Elementen bestehende Ausleger wird auf jeden Fall separat transporiert.
Bild 7 – Eine perspektivische Skizze bei der Arbeit. Diese Version hat wieder ein feststehendes Mittenfahrerhaus unter dem A-Bock. Der Ausleger ist in 3-Gurt-Bauform über die volle Oberwagenbreite gestaltet, um eine hohe Querstabilität für das wichtige Drehschleudern beim Schleppschaufeleinsatz zu gewährleisten. Ballast und Einziehwerklagerbock sind mit Abstand hinter der Oberwagenrückwand angeordnet.
Bild 8 – Tja, so stelle ich mir das Aufschreiten auf ein Tiefbett vor! Oder besser: so würde ich es mir wünschen, dass es funktioniert. Aber da der Bagger mit einem mechanischen Exzenterschreitwerk ausgestattet sein soll, was bekanntlich nur genau eine diskrete Schrittlänge erlaubt, wird das wohl so nichts und ich muß mir da etwas Anderes überlegen. Die russischen Uralmasch Geräte haben z.B. bei einigen Modelle hydraulische Schreitwerke, die variable Schrittlängen ermöglicht und theoretisch auch unterschiedliche Schrittlängen auf der rechten und linken Seite. Damit könnte man die Maschine etwas besser positionieren. Ein weiteres Problem ist die Anhebehöhe an der Maschinenrückseite beim Schreiten: Ist diese hoch genug, um überhaupt auf das Tiefbett raufzukommen und über dieses zu schreiten, bis die exakt gewünschte Transportposition erreicht ist? Aber grundsätzlich ist das Aufschreiten auf ein Tarnsportmittel nicht so abwegig: Hier schreitet eine uralte Monighan 4T Walking Dragline auf einen Transportponton!
Im nächsten Posting geht´s weiter (Text wurde von der Forensoftware als zu lang angesehen).
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär Dieser Post wurde am 19.12.2018 um 13:44 Uhr von Menzitowoc editiert. |