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15.04.2026, 10:45 Uhr
Cup1235



In dem Teil der Zellstoftrocknung welche in deinem Teil 2/3 erwähnt wurde war die Verpackungslinie für den fertigen Zellstoff. Die eigentliche Zellstofftrocknung (Em1 / Entwässerungsmaschine 1) war weiter in Richtung Main gelegen. Die Zellstoffbahn wurde am Ende der EM 1 in Zellstoff Sheets geschnitten, gestapelt und dann in der Verpackungsanlage gepresst und mit Stahlband umreift. Das waren dann diese Weißen Ballen, welche früher oft an den Lagerplätzen an der Straße rum standen. Die Garagen unter dem Vordach wurden genutzt um den Umreifungsdraht zu lagern.

Die Verpackungsanlage wurde meines Wissens nach 2020/2021 noch einmal modernisiert/ die Komplette Automatisierungstechnik wurde hierfür erneuert. Ich gehe davon aus, dass diese Ausgebaut wurde um sie als jung und gebraucht zu Verkaufen.

Ebenfalls in Teil 2 Der Teil des Backsteingebäudes, welcher noch steht hat im 1. OG die Elektrowerkstatt auf der Straßenseite und auf der Rückseite den Leitstand Zellstoffzentrale beinhaltet. IM EG unter der Elektrowerkstatt (kleine Tür mit der Treppe im letzten Bild) war die niederspannungshochleistungsverteilung Zellstoffaufbereitung.
Die Große Tür im EG (mit der kleinen Roten darin) war die Farbenanlieferung. Dem Papier wurden Rot, Schwarz und /oder Gelb hinzugesetzt um die Richtige Farbe zu erhalten. Die Farben wurden in IBC sehr hoch konzentriert angeliefert und dann in einer Anlage mit Wasser verdünnt und dem Zellstoff beigemischt bevor er auf die Papiermaschine ging. Schon abgerissen im 1. OG sind direkt vor der Elektrowerkstatt in Richtung Bahn der Mess und Regel Schaltraum und die großen Räume mit den Refinern (je 6 wenn ich es Richtig in erinnerung habe mit je ca 1 MW elektrischer Anschlussleistung.)

In Teil 1 Sind noch die gelb/orangenen Stahlträger der Kranbahn des Refinerraums PM 1 zu erkennen. Im Letzten Bild von Teil 1 ist im Vordergrund eine Tür zu erkennen. Diese war der Zugang zur Zellstoffaufbereitung. Die noch sichtbare Wand war ein Flur welcher auch eine der Brandmeldeanlagen/ Feuerwehrbedienfelder der Papiererzeugung (PE) enthielt.

Gegenüber der Tür zur Zellstoffaufbereitung war die Tür zur Werkstelefonzentrale, wo noch die komplette alte wähltechnik bis ca 2020 erhalten war. Dieser Raum ist offensichlich bereits abgerissen.

Die Treppe welche ins Dachgeschoss über der Elektrowerkstatt führte war der Zugang zu diversen Tanks/ Lagerbehältern, Bütten, welche allerdings in den Letzten jahren immer weniger genutzt wurden. Diese waren genietet und sehr aufwändig zu reinigen, deswegen wurden lieber die neueren, gelfliesten und vor allem größeren Behälter welche sich über EG bis ins 1. OG erstreckten verwendet Diese Waren hinter der Elektrowerkstatt und Zellstoffaufbereitungsleitstand in Richtung Main verortet.

Ebenfalls Abgerissen sind die großen Pulpe (Aufbereiteter Zellstoff bevor er auf die PM ging) Lagerbehälter (Bütten) aus Edelstahl. Das müssten meiner Erinnerung nach B26 und B28 gewesen sein. Diese waren höher als der Zwischenbau zwischen Papiermaschine und Zellstoffaufbereitung und waren dementsprechend gut von der Straße aus sichtbar.

Hoffe ich konnte etwas Klarheit reinbringen, was auf den Fotos zu sehen ist.

Grüße Clemens
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15.04.2026, 21:31 Uhr
Sebastian Suchanek
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Avatar von Sebastian Suchanek

Wow - vielen Dank für diesen super-detaillierten Einblick ins Werk!


Tschüs,

Sebastian
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19.04.2026, 11:35 Uhr
Blacky



Zitat: "An dem Schuttberg der Hefefabrik werden aktuell in Handarbeit einzelne Ziegelsteine heraussortiert, gesäubert und ordentlich auf Paletten gesetzt und verpackt. Anscheinend sollen die als Baustoff wiederverwendet werden..."

Sehr gut erhaltene Ziegel werden händeringend z.B. für die Restauration von Fachwerkgebäuden u.ä. gesucht.
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Grüße aus der Kirschenstadt
Thomas
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23.07.2026, 22:47 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek

Hier im Thread ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden - was u.a. daran liegt, dass es auf der Baustelle überraschend ruhig geworden ist. Laut dem Terminplan, der vor ziemlich genau einem Jahr auf einem Bürger-Info-Abend von der Progroup vorgestellt wurde, sollten eigentlich im "zweiten bis vierten Quartal 2026" die Abbrucharbeiten sowohl der Hallen der Papier- und Streichmaschinen als im Logistikbereich laufen. Stattdessen stehen die Hallen (bis auf die der PM1) noch und es tut sich von außen erkennbar so gut wie nichts. Die Schrottberge auf dem Geländer werden wohl noch (um)sortiert und werden langsam kleiner, aber Kolb scheint inzwischen alle Bagger abgezogen zu haben und auch der Sennebogen 870E Demolition, der die letzten Monate unbewegt mitten auf dem Gelände stand, wurde Anfang dieser Woche für den Abtransport vorbereitet.
Der einzige Bereich, in dem sich aktuell abbruchmäßig etwas tut, ist der Bereich der Wasseraufbereitung, aber auch das anscheinend eher langsam. (Und von außen leider auch eher schlecht einsehbar.)
Ob sich in den diversen Hallen etwas tut, lässt sich von außen natürlich nicht sicher sagen, aber zumindest rund um die Hallen der Papiermaschine 2 und der Streichmaschine lassen sich auch keine Aktivitäten erkennen, die auf die Demontage der Maschinen schließen ließen (wie z.B. Teile oder Transportverpackungen vor den Hallen, wie das bei der Papiermaschine 1 der Fall war).

Aber hier nun erst mal ein paar Bilder aus den letzten ca. vier Wochen:












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23.07.2026, 22:47 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek







Und hier noch eine Übersichtskarte darüber, welche Teile aktuell noch stehen (grün), welche schon weg sind (rot) und wo gerade gearbeitet wird (gelb):




Tschüs,

Sebastian
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24.07.2026, 22:19 Uhr
Wilfried E.

Avatar von Wilfried E.

Hallo Sebastian,

danke für das Update.

Ein Abbruch kostet ja auch viel Geld. Vielleicht ist die Finanzierung dafür ins Stocken geraten. Die Finanzen regeln ja alles.
--
Gruß aus Pulheim
Wilfried Euskirchen

(Meine hier gezeigten Bilder unterliegen dem Urheberrecht)

--Was Du heute nicht erledigst, musst Du morgen nicht korrigieren--
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