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Hansebubeforum » Baustellen » Sechsspuriger Ausbau der A3 im Spessart (BAB3) » Threadansicht

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07.08.2017, 10:11 Uhr
Anwohner432

Avatar von Anwohner432

jetzt beginnt man die Rampe zu sprengen; also war die fein bearbeitete Böschung nur ein kurzes Provisorium ?

Die Stützen sind alle abgebaut. Auf das Zwischenlager hat man nochmal ordentlich etwas darauf gepackt

Die noch nicht fertig ausgeformte Sohle planiert man sorgfältig (Hintergrund Walze) - warum ?

Im Hintergrund eine erhebliche Aufschüttung - Material für das Vorfluterbecken ?

--
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Dieser Post wurde am 07.08.2017 um 10:15 Uhr von Anwohner432 editiert.
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07.08.2017, 10:30 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Anwohner432 postete
Die Stützen sind alle abgebaut. Auf das Zwischenlager hat man nochmal ordentlich etwas darauf gepackt

Die Stützen sind schon seit mindestens einer Woche weg. Neu (jedenfalls für mich ) ist aber, dass auch das Container-"Dorf" und die meiste übrige Baustelleneinrichtung für den Monobogen abgeräumt worden ist. Wurde inzwischen mit dem Aufschütten des Fahrbahndamms der St2312 am südwestlichen Widerlager angefangen?


Zitat:
Anwohner432 postete
Die noch nicht fertig ausgeformte Sohle planiert man sorgfältig (Hintergrund Walze) - warum ?


Ich hatte vor einer Woche das Gefühl, dass das "nur" der Baustraßen-Pflege dient. Noch verwunderlicher finde ich aber, dass man vorm Widerlager der Rohrbuchbrücke schon angefangen hat, Bindemittel (Zement?) in den Boden der Sohle einzufräsen.


Tschüs,

Sebastian
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Dieser Post wurde am 07.08.2017 um 10:31 Uhr von Sebastian Suchanek editiert.
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1102 — Direktlink
07.08.2017, 13:24 Uhr
Patent



Danke an Anwohner432 für die Bilder.

Das Bohrgerät auf der Stufe im Einschnitt überführt einige Spekulationen direkt zur Müllhalde. Ich kann mir hierzu nur vorstellen, dass der Zeitplan gehörig durcheinander geraten ist, etwa in der Form Einschnitt zu früh und Rohrbuchbrücke zu spät dran. Das Zwischenlager scheint ja noch einiges zu vertragen. Da kann man dann von der Stufe vorzeitig etwas abbauen. Die Sprengung jetzt ist natürlich etwas einfacher als später, wenn vor der darunter liegenden Neubaustecke der A3 die RF-Würzburg unter Verkehr steht und Steine direkt auf diese herunterregnen. Außerdem ist ein früherer Abzug der Gerätschaften kostengünstiger als demnächst in die "Winterpause" zu gehen.

Der von Sebastian bereits geschilderte Versatz der Hangflanken ist auf Deinen Bildern sehr deutlich zu sehen. Der Bereich mit den abgestellten Baggern scheint mir die endgültige Breite der Sohle aufzuweisen.

Die Aufschüttung vor der TR-Spessart süd scheint mir doch recht hoch auszufallen, um nur den Vorfluter damit zu füllen. Ich denke vielmehr, dass es sich um ein weiteres Zwischenlager für das gesamte Aufschüttungsmaterial der TR-Erweiterung handelt. Falls der Ausbau nächstes Jahr starten soll, liegt das bisherige Zwischenlager hierfür etwas ungünstig, da dann der Materialtransport über die Monobogenbrücke erfolgen müsste. Das will man sich wohl ersparen. Rechts im gleichen Bild liegen bereits die weiteren Ausbaumaterialien, nämlich für die Frostschutzschicht und für die Entwässerung. Mir ist nur unklar, wie die Neutrasse der A3 eingebunden wird. Jetzt liegt ja das neue Zwischenlager auf der Trasse der RF-Würzburg. Wird hier ein Teil der RF-Frankfurt erstellt und auf diese verschwenkt?
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred
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1103 — Direktlink
08.08.2017, 18:52 Uhr
Patent



Eine weitere Möglichkeit zu dem Bohrgerät ist mir noch eingefallen. Es könnte auch sein, dass in der Stufe nur die Sprenglöcher erstellt werden, ohne zu sprengen. Dann kann nächsten Frühling, wenn der Verkehr auf die neue Trasse umgelegt ist, frühzeitig mit der Sprengung und dann mit dem Abbau begonnen werden. Das spart dann einfach nur Zeit.

Interessant finde ich, dass die Sprenglöcher annähernd in Hangrichtung geneigt sind. Auf diese Weise kommt man mit einer geringeren Zahl von Bohrungen aus.
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred
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1104 — Direktlink
10.08.2017, 19:59 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek

Trotz Regens und tiefhängender Wolken war ich heute kurz in Rohrbrunn unterwegs. Die Sprenglöcher werden tatsächlich sehr schräg gebohrt und auch schon zur Sprengung vorbereitet. D.h., die Sprengung(en) wird/werden wohl in Kürze durchgeführt, also weit vor dem mutmaßlichen Abtragen dieser Stufe. Einerseits macht das natürlich die Sprengung insofern leichter, als dass herunterstürzende Felsbrocken kein Problem darstellen, solange im Einschnitt noch keine Fahrbahn unter Verkehr ist. Andererseits ist die Stufe danach wohl nicht mehr als Baustraße nutzbar...



Der Einschnitt scheint über weite Teile soweit auf Endtiefe zu sein, inzwischen arbeitet dort auch eine Grabenfräse Vermeer T-855 III.





In Richtung der Rohrbuchbrücke ist noch eine deutliche Stufe in der Sohle des Einschnitts erkennbar. Anscheinend wird dort Zement(?) vor Ort eingefräst und das so bearbeitete Material dann auf LKW verladen. Auf diese Art will mal wohl vermeiden, mit Streuer und Fräse am eigentliche Einbauort des Materials hantieren zu müssen.






Tschüs,

Sebastian
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Dieser Post wurde am 11.08.2017 um 11:50 Uhr von Sebastian Suchanek editiert.
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1105 — Direktlink
10.08.2017, 20:07 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Sebastian Suchanek postete
Wurde inzwischen mit dem Aufschütten des Fahrbahndamms der St2312 am südwestlichen Widerlager angefangen?

Diese Frage konnte ich mir heute selbst beantworten: Ja, es wurde damit begonnen. Allerdings wohl erst vor kurzer Zeit, noch ist nicht viel Höhe erreicht:



Außerdem wurde nun auch damit begonnen, den Behelfs-Fahrbahndamm der St2312 abzutragen:



Darüber hinaus habe ich noch ein weiteres (Zwischen?)-Lager für Aushub gefunden: Auf Höhe Weibersbrunn hat man bei 49°55'45.54"N 9°21'14.35"E den Bereich der A3-Altrasse bis fast auf Höhe der neuen Lärmschutzwälle aufgefüllt:



Das Bild ist vom Ende der dortigen Wirtschaftswegbrücke aus aufgenommen. Zum Vergleich: das hier ist das gleiche Areal - nur von einem etwas anderen Standort aus aufgenommen - vor ziemlich genau einem Jahr:



(Link zum kompletten Posting.)

Und zum Schluss noch ein paar zusammengeschnitte Videoschnipsel aus Rohrbrunn: https://www.youtube.com/watch?v=NN-yxE5GJNY


Tschüs,

Sebastian
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1106 — Direktlink
11.08.2017, 11:22 Uhr
Patent



Danke an Sebastian für die aktuellen Informationen .

Die Vorgangsweise an der Stufe im Einschnitt spricht für eine Umplanung der Abläufe. Dabei verstehe ich aber nicht, wie die Felssicherung ohne die Stufe erstellt werden soll. Die Auffüllung bei Weibersbrunn ist meiner Meinung nach eine Endlagerstätte. Warum sollte man auch das sauber einplanierte Material wieder abgraben und diese weite Strecke zurück nach Rohrbrunn verfrachten? Die Verfüllung der Alttrasse der A3 in diesem Bereich ist keine landschaftsgestaltende Maßnahme sondern dient nur dazu, den Aushub loszuwerden. Es gibt auch keinen konkreten Verfüllplan. Das Zwischenlager in Rohrbrunn kann dagegen so nicht bleiben. Hier sind die Flanken zu steil und zu schwer zu sichern. Deshalb muss der Aushub nochmals umgesetzt werden.

Beim Bild vom Abriss der Hilfsrampe der St2312 ist mir auch eine Besonderheit aufgefallen: Der Bagger, der oben auf der Rampe steht, gräbt überraschend weit oben. Der Abbau beginnt offensichtlich in einem Bereich, der noch in der Flucht des Zwischenlagers liegt. Dort könnte man die Rampe eigentlich belassen, da dieser Bereich gewiss außerhalb der Neubautrasse liegt. Ich vermute daher, dass die Rampe nur steiler und damit kürzer gemacht wird. Sie könnte dann als Zufahrt zum Zwischenlager erhalten bleiben.

Danke auch für das Video. Eine GPS-gesteuerte Planierraupe haben wir in diesem Thread meines Wissens noch nicht gesehen.
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred
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1107 — Direktlink
11.08.2017, 11:51 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Patent postete
Beim Bild vom Abriss der Hilfsrampe der St2312 ist mir auch eine Besonderheit aufgefallen: Der Bagger, der oben auf der Rampe steht, gräbt überraschend weit oben. Der Abbau beginnt offensichtlich in einem Bereich, der noch in der Flucht des Zwischenlagers liegt. Dort könnte man die Rampe eigentlich belassen, da dieser Bereich gewiss außerhalb der Neubautrasse liegt. Ich vermute daher, dass die Rampe nur steiler und damit kürzer gemacht wird. Sie könnte dann als Zufahrt zum Zwischenlager erhalten bleiben.

Ja, das war auch meine Vermutung. Ansonsten wäre das Zwischenlager de facto nicht mehr zugänglich, solange einerseits der Fahrbahndamm schon abgetragen, die neue Brücke aber andererseits noch nicht benutzbar ist.


Tschüs,

Sebastian
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1108 — Direktlink
11.08.2017, 14:53 Uhr
Patent



Der Einsatz der Grabenfräse und die Sprengungsvorbereitungen an der Stufe lassen den Schluss zu, dass die Hangsicherung im Einschnitt wohl noch länger auf sich warten lässt. Möglicherweise ist das auch der Grund für die Planänderungen.
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred
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11.08.2017, 16:19 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Patent postete
Der Einsatz der Grabenfräse und die Sprengungsvorbereitungen an der Stufe lassen den Schluss zu, dass die Hangsicherung im Einschnitt wohl noch länger auf sich warten lässt. Möglicherweise ist das auch der Grund für die Planänderungen.

Weil Du gerade die Grabenfräse ansprichst - das fand ich auch reichlich merkwürdig: Kaum waren ein paar Meter Graben gefräst, hat die Planierraupe den Graben auch schon wieder zugeschoben. Ohne, dass zuvor erkennbar irgendetwas (Kabel, Rohre...) gelegt worden wäre.
Soll der nun lockere Felsschotter - im Gegensatz zum umgebenden massiven Sandstein - nur als eine Art Drainagekanal wirken? Oder wird der Graben später mit einem Bagger o.ä. noch mal ein zweites Mal ausgehoben, um darin dann Rohre, Kabel o.ä. zu verlegen?
Alles in allem beschleicht mich der Verdacht, dass der ursprüngliche Zeitplan der Bauleitung für diese Baustelle ganz gewaltig zum Teufel gegangen ist...


Tschüs,

Sebastian
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11.08.2017, 16:25 Uhr
Anwohner432

Avatar von Anwohner432


Zitat:
Sebastian Suchanek postete

Zitat:
Patent postete
Grabenfräse ansprichst - das fand ich auch reichlich merkwürdig: Kaum waren ein paar Meter Graben gefräst, hat die Planierraupe den Graben auch schon wieder zugeschoben. Ohne, dass zuvor erkennbar irgendetwas (Kabel, Rohre...) gelegt worden wäre.
Soll der nun lockere Felsschotter - im Gegensatz zum umgebenden massiven Sandstein - nur als eine Art Drainagekanal wirken? Oder wird der Graben später mit einem Bagger o.ä. noch mal ein zweites Mal ausgehoben, um darin dann Rohre, Kabel o.ä. zu verlegen?
Sebastian


genau, das ist wie auf dem Friedhof; da sind die Gräber auch alle vorab ausgehoben worden und mit Lockermaterial verfüllt. Ein Friedhosfbagger könnte gewachsenen Boden gar nicht aufbrechen.
Wird hier auch so sein.
Die Fräse ist jetzt eben gebucht
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Dieser Post wurde am 11.08.2017 um 16:25 Uhr von Anwohner432 editiert.
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1111 — Direktlink
11.08.2017, 17:24 Uhr
Patent



Ein rohrloser Drainagekanal scheint mir bei dem potenziellen Hangwasseranfall etwas dürftig zu sein. Da muss schon ein Rohr hinein. Sebastians Vermutung mit Zeitplanproblemen scheint mir hier am plausibelsten zu sein. Die für den Einschnitt verantwortliche Baufirma muss wahrscheinlich sicherstellen, dass der Endausbau der RF-Würzburg mit bestimmten Mitteln (ohne Sprengung u.s.w.) durchfürhbar ist. Also muss man den Graben fräsen. Für die Verlegung der Entwässerung ist aber wahrscheinlich eine andere Baufirma zuständig, die nicht sofort anrücken kann. Dann wird es aber mit der Hangsicherung richtig problematisch. Also schüttet man den Graben einfach wieder zu, so dass die Hangsicherung durchführbar bleibt. Im geplanten Bauablauf war dies wohl gar nicht vorgesehen. Eine unvorhergesehene Verzögerung könnte beispielsweise im Erfordernis von Lockerungssprengungen liegen. Üppig Zeit ist ja nicht mehr vorhanden. Bis zum Wintereinbruch soll schließlich die RF-Würzburg unter Verkehr gehen.

Noch eine Frage zum Schluss:
Auf den Bildern mit dem westlichen Widerlager der Rohrbuchbrücke scheint der Einschnitt schon tiefer als die Betonoberkante zu liegen. Andererseits deutet die Geländestufe im Einschnitt darauf hin, dass im östlichen Einschnittbereich noch einiges abgegraben wird. Täuscht der Eindruck über die Relativhöhe zur Rohrbuchbrücke?
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred

Dieser Post wurde am 11.08.2017 um 17:33 Uhr von Patent editiert.
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11.08.2017, 17:40 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Patent postete
Noch eine Frage zum Schluss:
Auf den Bildern mit dem westlichen Widerlager der Rohrbuchbrücke scheint der Einschnitt schon tiefer als die Betonoberkante zu liegen. Andererseits deutet die Geländestufe im Einschnitt darauf hin, dass im östlichen Einschnittbereich noch einiges abgegraben wird. Täuscht der Eindruck über die Relativhöhe zur Rohrbuchbrücke?

*Puh*, schwierige Frage. Bekanntlich gibt es dort oben praktisch nirgends "gerade" Linien, an denen man sich orientieren könnte und im Schätzen von Höhen bin ich ohnehin eher schlecht. Ich würde aber sagen, dass es von dem kleinen "Buckel" im Einschnitt aktuell zum Widerlager wieder ein, zwei Meter hinunter geht...


Tschüs,

Sebastian
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11.08.2017, 18:09 Uhr
Patent



Ich erinnere mich, unmittelbar vor dem Widerlager war doch einmal ein ominöser See. Da wurde demnach recht tief abgegraben. Das ist aber auf dem Foto nicht zu erkennen. So können Fotos täuschen.
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred
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13.08.2017, 14:08 Uhr
BenFranklinIII



Hallo zusammen,

zunächst vielen Dank für den tollen Thread und die vielen tollen Bilder.
Ich komme an der stelle ca acht mal im Jahr vorbei und sehe durch Euch auch mal wie es hinter dem Sandsteinwall aussieht.

Hat irgend wer Informationen, ob die Fahrbahn tatsächlich dieses Jahr noch auf die neue Trasse gelegt wird?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Benjamin Bergmann
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13.08.2017, 14:38 Uhr
Patent



Hallo Benjamin,

ich freue mich über Dein Interesse. Laut ABDNB soll die Richtungsfahrbahn Würzburg noch in diesem Jahr fertig werden. Im Spessart gibt es eine besondere Winterproblematik, die in diesem Thread schon mehrfach angesprochen wurde. Die Schneepflüge der Autobahnmeistereien sind für die enge Baustellenverkehrsführung zu breit. Deshalb mussten die Arbeiten so geplant und durchgeführt werden, dass die verengten Baustellenspuren über den Winter aufgelöst werden. Dies wurde bisher dadurch gelöst, dass die Bauabschnitte derart kurz gewählt wurden, dass eine Richtungsfahrbahn bis zum Wintereinbruch fertiggestellt war. Dann wurde der Verkehr in den "Wintermodus" überführt. Dabei wurde der Verkehr in einer Richtung auf die neue Richtungsfahrbahn verlegt, so dass die Baustellenspuren auf der Bestandsfahrbahn aufgelöst werden konnten. Im Frühling wurden dann auf der neuen Richtungsfahrbahn verengte Baustellenspuren eingerichtet, um die Bestandsfahrbahn abreißen und neu bauen zu können. Ich denke, dass es im Rohrbrunn-Abschnitt genauso laufen wird. Die Randbedingungen sind ja die Gleichen.

Nur wenn alle Stricke reißen sollten (Rohrbuchbrücke nicht rechtzeitig fertig o. Ä.), kann ich mir vorstellen, dass eine Notlösung ergriffen wird. Diese könnte dann so aussehen, dass der Verkehr über den Winter bis südlich der TR-Spessart wie bisher über die Bestandsstrecke geführt wird und dort eine großzügige Überleitung zur Neubaustrecke vorgesehen wird. Das führt aber zu erheblichen Mehrkosten, so dass wohl alles unternommen wird, um dies zu vermeiden. Bisher wird die Baustelle als Tageslichtbaustelle geführt. Ich denke, bevor man den Zeitplan derart durcheinander bringt, würde man erst versuchen, auch nachts zu arbeiten. Da dies aber nicht der Fall ist, gehe ich davon aus, dass der sportliche Zeitplan wohl irgendwie eingehalten und der Verkehr kurz vor dem Wintereinbruch in der oben beschriebenen Weise umgelegt wird. Dann darf man wohl ab Dezember 2017 in Richtung Würzburg durch den Canyon fahren.
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred

Dieser Post wurde am 13.08.2017 um 14:40 Uhr von Patent editiert.
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13.08.2017, 20:13 Uhr
Anwohner432

Avatar von Anwohner432


das Fundament ist konkav gewölbt, war mir noch gar nicht aufgefallen




der Beton erhält noch einen betongrauen Anstrich ?



--
Wer einem Computer Unsinn erzählt muss immer damit rechnen

Dieser Post wurde am 13.08.2017 um 20:17 Uhr von Anwohner432 editiert.
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13.08.2017, 20:48 Uhr
Patent



Die merkwürdige Hyperboloid-Form der Monobogen-Widerlager sah man schon auf den Aufnahmen der Schalung. Was das für einen Sinn hat, erschließt sich mir aber nicht. Eigentlich sollten die Widerlager unter der Erde verschwinden.

Interessant finde ich auch, dass man offensichtlich schon seit einiger Zeit davon abgesehen hat, die Flanke der Stufe fein zu bearbeiten. Insbesondere im mittleren Teil ist sie nur noch grob gebaggert. Damit scheint schon seit einiger Zeit eine Planänderung zu laufen. Möglicherweise hat man für den Einschnitt doch mehr Zeit eingeplant als letzten Endes benötigt wurde. Wenn man den schweren Erdbau noch in diesem Jahr beenden könnte, wäre das natürlich kostengünstiger. Für die Umlagerung des Aushubs vom Zwischenlager zum Endlager im Bestandseinschnitt wird man wahrscheinlich zu schwererem Gerät greifen. Der Transport erfolgt ja nur über Baustraßen und das Material ist bereits gelockert. Da sind dann auch 120 t-Bagger sinnvoll einsetzbar. Selbst über einen Transport mittels Förderbändern könnte man nachdenken.

Sehe ich das richtig, dass der große Haufen vor der TR-Spessart verschwunden ist? Hat der etwa doch in das Rückhaltebecken gepasst? Um da weiter zu bauen, muss aber noch einiges an Wasser abgepumpt werden. Man sieht aber nun deutlich, dass das Planum der Neubaustrecke am westlichen Ende unter dem der Bestandsfahrbahn liegt. Weiter östlich könnte es durchaus etwas höher liegen. Dies wäre aber nicht verwunderlich und dient dem Steigungsausgleich.
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred

Dieser Post wurde am 13.08.2017 um 21:08 Uhr von Patent editiert.
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13.08.2017, 22:00 Uhr
Sebastian Suchanek
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Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Patent postete
Sehe ich das richtig, dass der große Haufen vor der TR-Spessart verschwunden ist?

Nö, der ist noch da. Man sieht ihn auf Anwohners letztem Bild, unmittelbar rechts vom Monobogen. (Die Perspektive täuscht hier ein wenig.)

Was ich noch ergänzen möchte (und man auf den Fotos von Anwohner432 nicht richtig sieht):

- Die Sprengung der Stufe ist in der Tat bereits erfolgt (das sieht man ) und die Sprenglöcher gingen wohl wirklich fast bis auf das Niveau der Einschnitt-Sohle hinunter.

- Von der ursprünglichen Stufe ist ein schmaler Rest von ca. 2,5-3m Breite stehen geblieben. Dafür ergeben sich für mich zwei Möglichkeiten:
1. Man führt von dieser Reststufe aus die Hangsicherung durch.
2. Die Reststufe bleibt bestehen, evtl. sogar als Wirtschaftsweg, und man verzichtet oberhalb der Reststufe auf die Hangsicherung, analog (mutmaßlich) zur gegenüberliegenden Seite.

- Im letzten (= am Ende der Rohrbuchbrücke) Viertel bis Drittel des Einschnitts ist das gesprengte Material deutlich in den bereits ausgebaggerten Einschnitt gerutscht. Hier wird man das Material sicherlich abtragen müssen, bevor man mit dem Bau der Richtungsfahrbahn Würzburg im Einschnitt anfängt. Oben auf dem gesprengten Material waren aber bereits Baggerspuren zu erkennen.

- Bei der Rückverfüllung des westlichen Widerlagers des Monobogens hat sich noch nicht wirklich viel getan. Außerdem ist mir heute aufgefallen, dass die Kappen am Monobogen-Überbau noch nicht betoniert sind. Selbst mit der Verlängerung der St2312-Sperrung bis Ende September glaube ich inzwischen, dass das knapp wird.

- Wenn ich mich nicht verkuckt habe, ist an der Rohrbuchbrücke der vierte(?) Überbauabschnitt in Arbeit, Augé hat heute mit zwei Autokranen das Lehrgerüst unter dem dritten(?) Überbauabschnitt herausgefummelt.

- Östlich der Rohrbuchbrücke ist bereits auf ein paar hundert Metern eine Baustellenspurführung eingerichtet und man hat schon angefangen, den Asphalt der RFB Würzburg abzufräsen, um die Fahrbahn über die neue Rohrbuchbrücke anzuschließen.


Tschüs,

Sebastian
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14.08.2017, 20:08 Uhr
Sebastian Suchanek
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Laut Meldung der Tagespresse wird am kommenden Donnerstag die AS Rohrbrunn für die Fahrtrichtung Frankfurt von 5 bis 22 Uhr gesperrt. Grund sei das Einheben von Brückenteilen.
Das kann eigentlich nur die Unterführung unmittelbar westlich der RA Spessart sein, die bislang (auch) für die Anschlussstelle dient. Vielleicht schafft's ja jemand Bilder zu machen, ich werd's leider nicht schaffen.


Tschüs,

Sebastian
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15.08.2017, 01:53 Uhr
Patent



Danke an Sebastian für den Hügelhinweis. Den habe ich tatsächlich trotz seiner stattlichen Größe übersehen. Wahrscheinlich habe ich ihn ignoriert, weil er da auf der Neubautrasse irgendwie nicht hingehört.

Bei der ABDNB gibt es weitere Bilder, hauptsächlich von der Rohrbuchbrücke. Die sind zwar schon etwas veraltet, ich finde sie aber sehr interessant. Sie zeigen das Lehrgerüst und die Schalungsarbeiten aus Perspektiven, wo andere Menschen einfach nicht hinkommen. Die Nahaufnahmen vom Lehrgerüst zeigen deutlich, wie massiv dieses aufgebaut ist.
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred
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15.08.2017, 11:45 Uhr
BenFranklinIII



Hallo,

dann bin ich ja mal gespannt ob die das bis ende des Jahres hin bekommen werde.

Ab ende 2018 sollte sich die Situation auf dem gesamten AB abschnitt ja deutlich entspannen.

Wie weit ist man eigentlich bei Helmstadt. Die wollen da doch bis ende diesen Jahres fertig sein?

MfG

BB
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1122 — Direktlink
15.08.2017, 14:14 Uhr
Patent



Hallo Benjamin,

Ende 2018 sind der östliche Spessart-Aufstieg und die Monsterbaustelle bei Würzburg noch in vollem Gang. Erleichternd wirkt sich aber aus, dass dann der Verkehr bereits auf den neuen, breiteren Fahrbahnen laufen sollte. Insbesondere das ewige Standstreifen-Sanieren zum Beseitigen der LKW-Schäden sollte dann zumindest ein Ende haben.

Richtig ekelhaft wird es ab 2019 aber im Abschnitt AK-Biebelried bis AK-Fürth-Erlangen. Da steht nämlich 2019 der Baubeginn auf ganzer Strecke nahezu gleichzeitig an. Das ganze wird als ÖPP geführt und somit nicht stückweise bearbeitet sondern parallel - dafür aber nur 5 Jahre lang. Vergleichbares habe ich auf der A8 zwischen Augsburg und Ulm schon erlebt. Da hieß die Empfehlung nur, die ganze Autobahn weiträumig zu umfahren. Wie das gehen soll, wusste aber keiner. Vergleichbares wird man wohl auch auf der A3 dann erleben - nur noch länger.

Das AK-Fürth-Erlangen wird gegenwärtig ausgebaut, um die A3 auf 6 Spuren durchgängig zu erweitern und einen Overfly zu bauen. Die geplante Bauzeit läuft von 2017 bis 2021, also 5 Jahre! Zuletzt wurde im Bereich Nürnberg die Brücke der A3 über den Main-Donau-Kanal erneuert. Da brach der Verkehr nördlich von Nürnberg prakrtisch zusammen. Ich denke in der Heißen Bauphase des AK-Umbaus wird es eher noch schlimmer.

Ich vermute einmal, dass 2024, wenn die A3 bis zum AK-Nürnberg 6-spurig ist, der bisherige 6-spurige Bereich zwischen dem AK-Fürth-Erlangen und dem AK-Nürnberg zu eng wird. Ich fürchte daher, dass wir von einer staufreien A3 noch sehr weit entfernt sind.

Zum Abschnitt westlich Helmstadt zeigen die Fotos der ABDNB , dass zumindest in verschiedenen Abschnitten der Fahrbahnbelag (Deckschicht) der zweiten Richtungsfahrbahn seit Mai fertiggestellt ist. Damit müssen nur noch die Sicherheitseinrichtungen wie Rückhaltesysteme, Leitpfosten, Notrufsäulen und die Straßenmarkierung aufgebracht und der Mittelstreifen befüllt und bepflanzt werden. Dann kann der Verkehr umgelegt und die Baustelleneinrichtungen abgebaut werden. Es kann sich daher nur noch um Monate handeln.
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Manfred

Dieser Post wurde am 15.08.2017 um 14:22 Uhr von Patent editiert.
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1123 — Direktlink
15.08.2017, 15:47 Uhr
BenFranklinIII



Hallo Manfred,

das alles um Geiselwind zur Baustelle wird weiß ich.

Daher fahre ich auch nicht mehr wie noch vor 5 Jahren A96, A99, A9, A3

sondern A8, A7, A3.

Daher warte ich quasi auf Ende 2019. Wobei ich denke, dass ende 2018 schon einiges besser sein wird da dann "nur noch" die Kurzen Stück bei Würzburg und um den Monobogen in Bau sein werden.

Ob die Strecke jemals Staufrei werden wird weiß ich nicht, kann es mir aber auch nur schwer vorstellen.

MfG

BB

PS: Vielen Dank im Vorraus für eure immern neuen Bilder.
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1124 — Direktlink
15.08.2017, 17:03 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
BenFranklinIII postete
Wie weit ist man eigentlich bei Helmstadt. Die wollen da doch bis ende diesen Jahres fertig sein?

Soweit ich das am Sonntag im Vorbeifahren erkennen konnte, ist zwischen der AS Marktheidenfeld und dem Baufeldende östlich Helmstadt der Asphalt auf den "freien" Teilstücken weitgehend eingebaut, evtl. mit Ausnahme der Deckschicht. Es sind aber noch nicht alle Unterführungen (oder überhaupt welche?) fertiggestellt, daher ist die Fahrbahn noch nicht durchgängig.
An mindestens einer Stelle wird auch noch an den Betongleitwänden gearbeitet und die Lärmschutzwälle sind auch noch nicht durchgehend fertig.
Bis zum Herbst, d.h. über den Winter sollten aber alle 6(+1) Fahrspuren zwischen Altfeld und Helmstadt unter Verkehr sein. Im Frühjahr 2018 will/muss man dann rund um Marktheidenfeld noch 'mal an den Asphalt der Richtungsfahrbahn Würzburg 'ran.


Tschüs,

Sebastian
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Dieser Post wurde am 15.08.2017 um 17:04 Uhr von Sebastian Suchanek editiert.
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