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Hansebubeforum » Baustellen » Sechsspuriger Ausbau der A3 im Spessart (BAB3) » Threadansicht

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825 — Direktlink
24.03.2017, 16:57 Uhr
Patent




Zitat:
Sebastian Suchanek postete:
Heute wurde der Monobogen übrigens komplettiert. Den eigentlichen Hub muss ich wohl knapp verpasst haben...

Ein tolles Bild. Man könnte meinen, die ABDNB möchte mit dem Bogen zeigen, wie hoch der abgetragene Bergrücken auf der A3-Trasse war. Aber das ist natürlich perspektivische Täuschung. Wenn die in diesem Tempo weiter bauen, dann könnten in gut vier Wochen die Hilfsstützen rückgebaut un die Tragseile montiert werden. Das ist dann die kritische Phase im Bau dieser Brücke. Alle Seile müssen so gespannt werden, dass sie nahezu die gleiche Spannkraft besitzen. Nur dann ergibt sich ein sicherer Gleichgewichtszustand.

Ich denke die runden Öffnungen sind tatsächlich Mannlöcher. Irgend wie muss man nach dem Schweißen schließlich innen einen entsprechenden Korrosionsschutz auftragen. Das geht von außen schließlich nicht.

Zur großzügigen Wandstärke: Der Bogen muss einiges an Kräften abstützen. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass die Seile zum Teil in einem sehr ungünstigen Winkel angreifen. Da aber die Stützlast stets vertikal gerichtet ist, ergibt sich daraus eine beträchtliche Zuglasterhöhung. Zusätzlich bewirken die Seile Querkräfte, die sich zwar gegenseitig aufheben, in den einzelnen Fixpunken jedoch wirken. Diese Querkräfte versuchen den Bogen zu verwinden, so dass dieser entsprechend stabil gebaut sein muss. Es gibt viele Gründe, warum Brücken dieser Bauart höchst selten sind. Andere Bauarten sind wesentlich kostengünstiger und Material schonender. Aber zugegeben: Die Brücke sieht wirklich toll aus.
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred

Dieser Post wurde am 24.03.2017 um 16:58 Uhr von Patent editiert.
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25.03.2017, 12:52 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek

Hier noch ein paar weitere Bilder, zunächst vom vergangenen Wochenende. Als ersten nochmal eine Nahaufnahme eines Fußes des Monobogens für Patent.



Ein Blick auf die Rohrbuchbrücke. Die Pfeileraufweitungen werden anscheinend in drei Schritten betoniert.



Wie ich gestern gesehen habe, ist der erste Pfeiler - kurioserweise der zweite in der Reihe vom westlichen Widerlager aus gesehen - fertig.

Im Bauabschnitt rund um Marktheidenfeld läuft der Rückbau der alten Richtungsfahrbahn Frankfurt. Der Asphalt ist weitgehend abgefräst, die Unterführungen sind entweder schon abgebrochen oder so gut wie weg. Hier die Unterführung MSP31...



...und die eines Wirtschaftswegs nahe Rettersheim:



Außerdem hat man inzwischen mit der Aufschüttung von Erde um und auf die Grünbrücke Spessart begonnen. Bilder folgen hoffentlich demnächst.



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25.03.2017, 12:58 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek

Und hier noch aktuelle Bilder von gestern aus Rohrbrunn:



Auf dem Bild vorne links erkennt man ein großes Feld an Sprenglöchern, da ist wohl in Kürze die nächste Sprengung fällig.
Gestern waren die "Schichtdicken", die der Hitachi 870LC und der Liebherr R964 C abgetragen haben, ziemlich dünn. Da habe ich in der Vergangenheit schon Größeres gesehen.





Inzwischen hat man den Übergang vom Einschnitt auf den asphaltierten Wirtschaftsweg etwas anders ausgestaltet, sodass die LKW nun ohne Rangieren einbiegen können:



Außerdem gibt's das Geschehen im Einschnitt auch noch in bewegten Bildern.


Tschüs,

Sebastian
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25.03.2017, 22:15 Uhr
Patent



Danke für das Bild vom Fuß des Monobogens. Ich habe aber auf einem Bild von Anwohner432 schon gesehen, dass der Fuß zentrisch im Fundament steht. Wundersam ist aber der Bauablauf des Fundaments. Eine Seite wird gegossen und dann wird bereits der Bogen eingesetzt. Der Rest des Fundaments wird dann hinterher gemacht. Da vermag ich keinen wirklichen Plan zu erkennen.

Die Bilder und das Video vom Bergrücken sind beeindruckend. Da kann kann sehr schön erkennen, welch komplexe Logistik dahinter steckt, um den Einschnitt zu realisieren. In Analogie zu den nächtlichen Brückenabbrüchen kann man hier von "Kipperchoreographie" sprechen. Auf dem Video sieht es so aus, als ob es von der Einfahrt im Bereich des nördlichen Widerlagers der Monobogenbrücke fast ebenerdig auf die Fläche geht. Täuscht das?
--
Viele Grüße aus Ingolstadt

Manfred
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