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Hansebubeforum » Technik » Anlenkung einer 10 Achsigen Kesselbrücke » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: [ 1 ] -2-
025 — Direktlink
13.12.2008, 23:11 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Sebastian Suchanek postete
Zeichne Dir's doch einfach mal auf...

Nachdem ich diesen, meinen Rat doch mal selbst befolgt habe , muß ich sagen, daß Marc doch recht hat: Zumindest, wenn die Zugdeichsel nicht nur an der Zugmaschine, sondern auch am Anhänger gelenkig aufgehängt ist, entsteht quasi automatisch eine Querkraft auf den Anlenkungspunkt am Anhänger, die dann über die Reifen der ersten Achse abgeleitet werden muß:




Tschüs,

Sebastian
--
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026 — Direktlink
14.12.2008, 10:07 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Sebastian Suchanek postete Zumindest, wenn die Zugdeichsel nicht nur an der Zugmaschine, sondern auch am Anhänger gelenkig aufgehängt ist...

(Nebenbemerkung: Wäre sie nur an der Zugmaschine gelenkig gelagert, hätten wir das Prinzip eines Aufligers.)


Zitat:
...entsteht quasi automatisch eine Querkraft auf den Anlenkungspunkt am Anhänger, die dann über die Reifen der ersten Achse abgeleitet werden muß

Diese Querkraft entsteht immer bei Kurvenfahrt; egal, ob Auflieger oder Anhänger, denn diese Querkraft gibt ja überhaupt erst die Richtungsänderung vor. Der Reifenverschleiß wird aber minimiert durch das (aktive!) Mitlenken der anderen Achsen. Würden die anderen Achsen nur passiv mitlenken (Reibungslenkung), dann wäre mit einem etwas höheren Reifenverschleiß zu rechnen, aber nicht noch nicht so hoch wie bei ganz starren Achsen.

gruß hendrik
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027 — Direktlink
14.12.2008, 20:45 Uhr
Gast:duppdidupp
Gäste


Die Querkräfte erschweren die Kurvenfahrt und geben nicht die Richtungsänderung eines Aufliegers oder Anhängers vor.
Die Richtungsänderung wird von der Zm ausgelöst
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028 — Direktlink
14.12.2008, 22:04 Uhr
ulrich



Ich war mal so frei und habe Sebastian's Skizze ergänzt.

Zunächst eine Anmerkung:
Da ja der maximale Lenkeinschlag bei den mechanisch (über Lenkhebel) gelenkten Modulen auf ca. 60 Grad begrenzt ist, geht die Lage der ungelenkten Achslinie an erster oder letzter Stelle der Modulkombination zu Lasten der Wenidigkeit beim Rangieren.

Radius bei 9 Achslinien:


Radius bei 10 Achslinien:


Was ich eigentlich fragen wollte:
Welchen Einfluss hat denn der Rollwiderstand des hinteren Moduls der Kesselbrücke (angedeutet durch den grünen Pfeil, welcher im Mittelpunkt des Moduls über den Drehschemel angreift ) auf das Ausschwenken des "Hecks" des Moduls (bei ungelenkter erster Achse).
Rein gefühlsmäßig würde ich sagen, dass die Hebelwirkung des Rollwiderstands des hinteren Moduls (bezogen auf den Lenkpol) das Lenk- und Kurvenlaufverhalten des vorderen Moduls beeinflusst.
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029 — Direktlink
14.12.2008, 22:26 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
ulrich postete Rein gefühlsmäßig würde ich sagen, dass die Hebelwirkung des Rollwiderstands des hinteren Moduls (bezogen auf den Lenkpol) das Lenk- und Kurvenlaufverhalten des vorderen Moduls beeinflusst.

Das tut es ganz sicherlich, und je höher der Widerstand (z.B. Anfahren am Berg bei eingeschlagener Lenkung o.ä.), desto mehr würde das vordere Modul aus seiner "Ideallinie" herausgedrückt. (Anders wäre es, wenn man sich einen Zug-Schub-Verband vorstellt.....wenn von hinten geschoben wird, da geht es wieder.)

Diese Beispiele oben (Sebastians Skizze eines 10-Achsers) sind aber extrem. Ausgangspunkt war ja ein 5-achsiges Modul (siehe post 000), und da könnte diese unkoventionelle Art der Lenkung vielleicht noch gerade vetreten werden....bei einem 10-Achser wird's allerdings wirklich haarig (zumal der ja auch gigantisch hinten ausschert, was der Fahrer im Spiegel ja gar nicht einsehen kann. Der wurde bei Kurvenfahrt außen alles mitnehmen.)

gruß hendrik
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030 — Direktlink
15.12.2008, 18:28 Uhr
ulrich



Im Allgemeinen beobachtet man, dass alle Achsen die vor dem Drehschemel liegen zur Kurveninnenseite lenken, während die hinter dem Drehschemel liegenden nach außen lenken.
Dazu mal einige Beispiele für den aufgesattelten Betrieb der viele Ausführungsmöglichkeiten zuläßt bzw. oft auch erfordert (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Sechs Achslinien ... die ersten beiden Achsen lenken nach innen, die anderen vier nach außen






Fünf Achslinien ... die ersten beiden Achsen lenken nach innen, die mittlere steht fest, die letzten beiden lenken nach außen




Vier Achslinien:
Beim Trockner Transport in Braunschweig lag der Drehpunkt des Drehschemels zwischen der ersten und der zweiten Achslinie. Die beiden ersten Achslinien (zumindest aber die erste Achslinie) waren hier ungelenkt (?).


Bild von Dirk (Kirchturmkutscher)

http://www.heavy-transport-world.de/images/gr19973.jpeg


Bei folgender, von Burkhardt fotografierten Max Goll Schwertransportkombination mit Autoklave ist die Lenkrichtung der Achsen natürlich durch den Auflieger vorgegeben und nicht frei wählbar.



eine ähnliche Variante, etwas kürzer: ... aufgenommen von Christoph Ernst (Posting 105 im Kahl Thread)




Und noch ein ungelenkter, zwillingsbereifter Dreiachs-Dolly. Der Reifenverschleiß beim Rangieren dürfte entsprechend sein.




Für die Reifenlaufleistung eines gewöhnlichen, dreiachsigen Sattelauflieger ohne und mit Lenkachse werden von der Bergische Achsen KG (BPW) folgende, relative Laufleistungen angegeben.



(Entnommen aus dem Buch Nutzfahrzeugtechnik
von Erich Hoepke und Hermann Brähler
)

In diesem Buch findet man auch einiges zur Kurvenläufigkeit von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen.

In der einen oder anderen Universitäts- oder Fachhochschulbibliothek kann man dieses Buch einsehen, Seiten kopieren oder ausleihen. Der Hobby-Agenten kann natürlich auch fotografieren.
z.B. an der TU Darmstadt
an der TU Hamburg Harburg
an der Uni. Hanover
an der TU Graz

Dieser Post wurde am 15.12.2008 um 18:36 Uhr von ulrich editiert.
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031 — Direktlink
15.12.2008, 21:53 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
ulrich postete Und noch ein ungelenkter, zwillingsbereifter Dreiachs-Dolly. Der Reifenverschleiß beim Rangieren dürfte entsprechend sein.


Tolles Bild, Ulrich! Hast Du ein Bild der gesamten Kombination? By the way, die 3. Achse ist sehr wohl gelenkt, allerdings nur nachlaufgelenkt. Sie muß bei Rückwärtsfahrt gesperrt werden. Man erkennt die Lenkung an der Kröpfung der Ausgleichswippe zwischen Achse 2 & 3.


Zitat:
Für die Reifenlaufleistung eines gewöhnlichen, dreiachsigen Sattelauflieger ohne und mit Lenkachse werden von der Bergische Achsen KG (BPW) folgende, relative Laufleistungen angegeben.


Ich halte dieses für Marketinggeschwätz von BPW.....man will schließlich die (teuren) Nachlaufachsen an den Mann bringen. Zumindest müßte mal deutlich zwischen Fernverkehr (eh nur geradeaus) und Nahverkehr (mehr Kurven) unterschieden werden.

gruß hendrik
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032 — Direktlink
15.12.2008, 22:36 Uhr
ulrich



Hallo Hendrik,

ich hatte glatt gedacht, die Reifen sind so dicht am Rahmen, da ist nichts gelenkt.




Dieser Post wurde am 15.12.2008 um 23:33 Uhr von ulrich editiert.
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