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Hansebubeforum » Sonstiges » Krane und Spezialfahrzeuge als CAD 3D- Modelle » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: [ 1 ] [ 2 ] -3- [ 4 ]
050 — Direktlink
12.05.2017, 20:25 Uhr
thomsen













Darstellung ohne die Blecheinhausung der Karosse. Da mir zum Innenleben des Motorenraums keine Angaben vorliegen, hatte ich diesen mit verschiedenen Versatzstücken aus älteren Projekten angefüllt, damit man durch die Öffnung in der Fahrerkabine nicht in eines schwarzes Loch sieht.

Gruß Thomsen
--
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051 — Direktlink
13.05.2017, 16:24 Uhr
percheron

Avatar von percheron

Hallo Thomsen,

tolle Darstellung dieser alten Maschine.
Meinen Dank dafür.
--
Gruß Achim

( Mitglied der Berliner Fraktion )
Immer auf der Suche nach allem von Breuer und Maximum.
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052 — Direktlink
13.05.2017, 18:46 Uhr
Michael MZ




Zitat:
percheron postete
Hallo Thomsen,

tolle Darstellung dieser alten Maschine.
Meinen Dank dafür.

Auch meinen Dank, absolut Top!
--
www.MHTmodels.de
www.schwerlast-rhein-main.de
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053 — Direktlink
03.08.2017, 21:22 Uhr
thomsen







Zur Abwechslung mal wieder etwas Modernes : Eine Zugmaschine für den Transport von Rolltrailern. Neben der kleineren YT- Baureihe des Herstellers Terberg, von der seit einiger Zeit auch ein formidables Modell im Maßstab 1:50 erhältlich ist, gibt es eine größere Industrie- Version, die hier im Modell dargestellt ist.

Die YT- Baureihe kommt u.a. bei der Be- und Entladung von Ro-Ro- Schiffen zum Einsatz, bei der Hafenlogistik, in großen Fracht- und Logistik- Zentren etc. Neben diversen Rolltrailern werden dabei auch ganz normale Sattelauflieger bewegt.

Ähnliche Fahrzeuge gibt es z.B. auch von Fa. Mafi oder von Fa. Kamag mit dem „Truck- Wiesel“. Als gemeinsames Merkmal besteht die Möglichkeit, die Sattelkupplung auf einer Schwinge hydraulisch anzuheben, was die Zugmaschinen von normalen Sattelzugmaschinen unterscheidet.

Im Thread „Spezialfahrzeuge“ unter „Vorbild“ sind hier bereits Bilder von der größeren Industrie- Version zu sehen, die ich seinerzeit eingestellt hatte. Dort im Einsatz für die Hüttenindustrie, wo mit diesen Fahrzeugen von Brammen über Coils, Blechen und Maschinenteilen bis hin zu Schrott und verschiedenen Schüttgütern in überdimensionierten Kippmulden- Sattelaufliegern fast alles auf dem Werksgelände bewegt wird.





Auffallend ist die kompakte und robuste Bauweise der Fahrzeuge. Die Fahrzeugkabine erstreckt sich nur über die linke Fahrzeugseite. Der Diesel- und ggf. auch der Ad- Blue- Tank befindet sich auf der linken Seite in einem stabilen Kasten mit einer Tränenblechabdeckung, welche als Deckel aufklappbar ist. Auf der rechten Fahrzeugseite sind u.a. Luftbehälter in einem äusserlich fast baugleichen Kasten untergebracht. Auf der Aussenseite der Kästen sind Schrammborde als Anfahrschutz montiert.



Hinter der Fahrzeugkabine sind die diversen Auflieger- Anschlüsse für Druckluft, Elektro und Hydraulik gut zugänglich plaziert. Auffallend hier die recht steilen Treppenaufgänge auf beiden Seiten des Fahrzeugs. Mittig dahinter quasi das Herzstück der Zugmaschine : Die hydraulisch hochfahrbare Schwinge mit der Sattelkupplung.

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054 — Direktlink
03.08.2017, 21:23 Uhr
thomsen







Der Zugang in die Kabine erfolgt über eine Schiebetür auf der Rückseite.



Mittels zweier kräftiger - in diesem Falle mehrstufiger - Hydraulikzylinder kann die Schwinge mitsamt dem zu bewegenden Trailer angehoben werden.





Als Verbindung zwischen Zugmaschine und Rolltrailer wird ein Schwanenhals auf der Sattelkupplung befestigt. Dieser hat hinten einen Dorn und zwei seitliche Konsolen. So wird eine kraftschlüssige Verbindung für den Transport des Trailers hergestellt.

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055 — Direktlink
03.08.2017, 21:25 Uhr
thomsen





Wenn man solch ein Fahrzeug mit bei Fahrt auf- und abwippendem Dorn des Schwanenhalses vor sich hat, dann heißt es Obacht und Abstand halten, wenn man das Stahlteil nicht bei sich im Auto zu Besuch haben will.





Einfahren des Schwanenhalses in die Einfahrtasche des Rolltrailers. Als Option kann der komplette Fahrerplatz des Zugfahrzeuges um 180 Grad gewendet werden. Dies erleichtert das Ankuppeln an die Rolltrailer und natürlich kann so bei der Logistik- Variante auch einfacher Rückwärts gefahren werden, wenn z.B. Auflieger in Ro-Ro- Schiffe gefahren werden. Als Zusatz verfügt der dargestellte Schwanenhals über Luftleitungen, wenn entsprechende druckluftgebremste Rolltrailer zu bewegen sind. Der Rolltrailer verfügt an der Vorderseite beiderseits der Tasche über stabile Haken, die auf die Konsolen am Schwanenhals passen.



Mit der Hydraulik wird der Trailer vorne vom Boden abgehoben und kann in dieser Position gefahren werden. Damit das Heck nicht auf dem Boden aufsetzt, ist es bei manchen Modellen entsprechend abgeschrägt.



Der dargestellte Trailer verfügt über abnehmbare Prismenmulden für den Coiltransport. Als Ladegut ist ein Schrottcoil dargestellt, welches nach einer Zwischenstation auf dem Schrottplatz und dortiger Bearbeitung als Kühlschrott im Konverter eingesetzt wird.

Die Rolltrailer sind in verschiedenen Ausführungen, Ausstattungsoptionen und Längen erhältlich, gleichen sich aber im Prinzip : Ein stabiler Aussenrahmen mit einer Anzahl von Querträgern und Aussteifungen - darauf ein Holz- oder Stahlblechboden - Staplertaschen - eine Einfahrtasche oder je eine an Front und Heck - feste oder steckbare Rungen - feste Stirnwand - Twistlocks für den Containertransport - Hebeösen an den Trailerecken - Zurrpunkte für die Ladungssicherung und für' s Laschen auf Seeschiffen etc.

Insgesamt vier Radpaare mit Elastikreifen sind an zwei Längswippen befestigt. Die Achsen von je zwei Rädern sind ihrerseits pendelnd an den Längswippen montiert, so dass in begrenztem Umfang eine kardanische Aufhängung der Räder realisiert ist.

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056 — Direktlink
03.08.2017, 21:26 Uhr
thomsen













... und ohne die Prismenmulden mit zwei Brammen als Ladegut.

Gruß Thomsen
--
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057 — Direktlink
03.08.2017, 21:42 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo Thomsen,

wieder ein sehr schönes Projekt von Dir mit einer für mich interessanten Maschine - vgl. meine Bilder vom Terberg Steinexpo 2014 Exponat.
Ist das jetzt eine Tractor aus der Terberg-RT Baureihe, oder doch YT? Deine Formulierung im ersten Posting ist für mich etwas mißverständlich.

Eine Fachfrage: Wie wird der leere Schwanenhals auf der Sattelkupplung in Position gehalten? Nur durch Gegengewicht oder wird die Sattelplattenneigung hydraulisch gestützt?

Beide Daumen hoch für Deine Projekte!!!

Gruß Christoph
--
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058 — Direktlink
03.08.2017, 22:02 Uhr
thomsen



Hallo Christoph,

Danke erstmal ! Der dargestellte Traktor gehört zur größeren RT- Baureihe. Das Exemplar von der Steinexpo ist vermutlich eine modernere Variante im Rahmen einer Modellpflege / technischen Weiterentwicklung.

Danke auch für das Formulieren der Frage : Das hatte ich mich beim Zeichnen auch gefragt. Ich vermute eine hydraulische Abstützung der Sattelplatte - wer hier dazu etwas sagen kann - immer gerne ! Dann schließe ich mich gleich mit einer weiteren Frage in die Runde an : Oben auf dem Schwanenhals ist ein kurzer Zylinder zu erkennen - was ist das genau für ein Teil und welche Funktion hat es ?

Gruß Thomsen
--
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059 — Direktlink
15.08.2017, 06:21 Uhr
baroni

Avatar von baroni

Hallo Thomsen,
wieder einmal ein feines Gerät und eine großartige Arbeit!

Gruß,
Thorsten
(baroni)
--
Aktueller denn je:
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... aber wenigstens keine Augenringe haben.
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060 — Direktlink
15.08.2017, 09:43 Uhr
janh

Avatar von janh

https://www.youtube.com/watch?v=bypda5xKYlY

Ich meine hier erkennen zu können,dass das Ausfallende der Sattelkupplung etwas länger ist.Und unten an dem kurzen Hydraulikzylinder scheint eine Art Teller zu sein,der größer ist als der Kingpin.Dieser Teller krallt sich bei Leerfahrt in das Ausfallende der Sattelkupplung und verhindert dass der Schwanenhals auf den Boden fällt.Ausserdem kann man den Winkel zwischen Schwanenhals und Kupplung damit ändern.Das sieht man beim Ankuppeln.
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061 — Direktlink
15.08.2017, 12:09 Uhr
JBL

Avatar von JBL

Hallo Thomsen,

wann hast du das denn gepostet? Das ist natürlich nur eine rhetorische Frage, aber beinahe wäre mir dieses gelungene Werk entgangen. Ich habe mich gedanklich auch schon mit diesem Fahrzeug auseinandergesetzt und finde es erstaunlich, wie detailgetreu du das umgesetzt hast. Da muss ich mich beim Nachbau gar nicht mehr mit Vorbildphotos herumschlagen, da nehm ich doch einfach deine Bilder hier!

janh hat recht, der Sattelteller wird irgendwie daran gehindert, daß er nach unten kippen kann. Frag mich aber bitte nicht, wie das realisiert ist.
--
Gruß,
Jens
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062 — Direktlink
15.08.2017, 12:53 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo,

wenn ich mir den ersten Film (Bei 0:04 min) so anschaue, scheinen alle Operationen des Schwanenhalses ohne Fremdenergie abzulaufen. Nach dem Ausfahren aus der Tasche am Trailer schwingt der Schwanenhals so weich nach oben, als ob es rein schwerkraftbasiert abläuft - deshalb wohl auch der recht große Block vor der Kippachse der Sattelkupplung.
Der (hydraulische?) "Dorn" blockiert wohl nur die Verdrehung des Schwanehalses auf der Sattelkupplung.

Beim nächsten Film (ab 0:21 min) sieht man das Ankuppel: Die Sattelkupplung muß so weit abgesenkt werden, dass der immer noch nach vorne gekippte Schwanenhals nahe genug am Boden geführt werden kann, um in die Tasche am Trailer einfahren zu können.

Gruß Christoph
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063 — Direktlink
22.10.2017, 20:34 Uhr
thomsen



Danke für die Rückmeldungen. Hier noch eine weitere Möglichkeit, wie die Zugmaschine neben dem Bewegen von „normalen“ Aufliegern und Rolltrailern eingesetzt werden kann, beispielsweise bei der Fabrikation bzw. dem Umschlag von Stahlrohrsegmenten für Windkraftanlagen.



Natürlich gibt es auch andere Transportmöglichkeiten, aktuell ist ja unter „Kranbilder aus Spanien“ der Rohrtransport mittels zweier Reachstacker zu sehen :

http://www.hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=11821&pagenum=3#595183

Neben Schwanenhälsen mit einem Dorn und Konsolen für eine Klauenkupplung bei Rolltrailern sind auch sog. „Hakenschwanenhälse“ erhältlich. Über einen Adapter können so beispielsweise auch Rohrsegmente gefahren werden. Die Sattellast muss enorm sein, so etwas geht natürlich nur abseits öffentlicher Straßen :

http://www.seacom-trailer.com/typo3temp/_processed_/csm_Haken_SH__640x480_6d3bd92b56.jpg

Für das andere Ende des Rohrsegmentes hatte ich ein Bild der Fa. Seacom gefunden, wo - analog zur Zugmaschine - ein Hakenschwanenhals wippbar auf einer hydraulisch anhebbaren Schwinge montiert ist. Das Ganze ruht auf einem zweiachsigen Anhänger mit Elastikreifen. Die Hydraulik wird über einen separaten Motor im Anhänger betrieben :

https://www.terberg-deutschland.de/fileadmin/_processed_/csm_RT-9242__4__f353020281.jpg

Für die hier dargestellte Transportvariante ist mir kein Vorbild bekannt - Rohrtransporte mit selbstfahrenden Plattformwagen sind mir bis dato nur bei noch größeren Rohren (Monopiles o.ä.) bekannt, bei denen die Rohre in drehbar gelagerten Rungen bzw. Halbschalen auf den Plattformwagen liegen.



Hier die einzelnen Zubehörteile für den Transport : Oben links der Hakenschwanenhals für den Selbstfahrer, wippbar gelagert auf einem Rahmen. Vorne links der Hakenschwanenhals für die Zugmaschine. Hinten rechts die Adapter mit den Aufnahmen für die Schwanenhälse. Oben greift ein Sattel unter die Rohrwandung, auf der waagerechten Traverse sind Laschen für das Einbolzen in „Tragschuhe“ vorhanden. Mehrere Laschen und eine Anzahl von Bohrungen bei den oberen Satteln geben die Möglichkeit, die Adapter für unterschiedliche Rohrdurchmesser zu nutzen. Unten ruhen die Adapter auf Staplertaschen für die Montage, wahlweise sind oben auch Hebeösen vorhanden.

Vorne rechts sind vier besagte „Tragschuhe“ mit Langlochverbindungen aufgereiht, links daneben sind kleine Stützenfüße für die Lagerung der Rohrsegmente dargestellt.



Die Tragschuhe werden in den Bohrungen der Rohre eingebolzt oder verschraubt.



Einbolzen der Adapter in die Tragschuhe. Die Aufkantung des oberen Sattels - passend zum Rohrdurchmesser - verhindert ein Abkippen der Tragkonstruktion.



Aufsetzen des hinteren Hakenschwanenhalses auf den Selbstfahrer. Als Beispiel wurde hier ein schleppbarer Plattformwagen mit einer kleinen PPU dargestellt. Wie und wo man die Konstruktion am sinnvollsten auf dem Plattformwagen fixieren sollte, war mir nicht ganz klar. So habe ich die Einbolzung in den Aufnahmen für die Längsverbindung vorgesehen, zusätzlich gegen ein Verdrehen ist der Rahmen noch seitlich verschraubt. Vielleicht ein bißchen viel des Guten, aber so hält's

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Dieser Post wurde am 22.10.2017 um 22:00 Uhr von thomsen editiert.
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064 — Direktlink
22.10.2017, 20:37 Uhr
thomsen







Auf Vorbildfotos von Schlauchverbindungen einer PPU mit dem / den Plattformwagen war immer nur ein wahres Schlauchgewusel -mitunter auch von verdrillten Schlauchbündeln- zu erkennen. Wieviel Schläuche von wo nach wohin führen war nicht klar zu erkennen. Deswegen sind die Darstellungen hier nur als Prinzipdarstellung zu betrachten.







Der Hakenschwanenhals auf dem Sattelteller der Zugmaschine.

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22.10.2017, 20:38 Uhr
thomsen







Einfahren der Zugmaschine in den vorderen Adapter.







Einfahren des fast vollständig abgesenkten Plattformwagens in den hinteren Adapter.

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Dieser Post wurde am 22.10.2017 um 22:00 Uhr von thomsen editiert.
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22.10.2017, 20:40 Uhr
thomsen









Anheben des Plattformwagens mit der Hydraulik der Laufwerke. Der Haken des Schwanenhalses greift in den Bolzen des Adapters und wird beim weiteren Anhaben in die waagerechte gedreht. Die obere Druckplatte stützt sich am Adapter ab, das Rohr wird angehoben.





Der gleiche Vorgang passiert vorne mit der hydraulisch anhebbaren Schwinge der Zugmaschine. Das Rohr hängt frei und kann so gefahren werden.

Gruß Thomsen
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067 — Direktlink
22.10.2017, 23:04 Uhr
Wilfried E.

Avatar von Wilfried E.

Hallo Thomsen,

wieder perfekte Zeichnungen. Einfach genial.
--
Gruß aus Pulheim
Wilfried Euskirchen

(Meine hier gezeigten Bilder unterliegen dem Urheberrecht)

--Was Du heute nicht erledigst, musst Du morgen nicht korrigieren--
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068 — Direktlink
24.10.2017, 17:46 Uhr
kodo63



"Mensch Thoomsen...!" Echt genial, sieht toll aus.
Als Christoph oben fragte wie der leere Schwanenhal am Pendeln gehindert wird, musste ich an meine ersten Tage hier in Hamburg denken. Damals legte die Englandfähre noch an den Landungsbrücken in der City an. Da war man als "Zivilist" mittendrin und dicht dran, als die LKW-Trailer von den Mafi und Terberg Schleppern in rückwärtsfahrt ins Schiff geschoben wurden. Mit irrem Tempo um zwei 90 Grad Kurven ... irre.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wie oben schon angedeutet, die Schwanenhälse nur durch das Gewicht nach vorne kippen. Bei wilder Fahrt die Rampe hoch waren die frei am Pendeln.
--
Gruß aus Hamburg
André
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069 — Direktlink
20.11.2017, 22:39 Uhr
Pegaso



Genial, awesome work!.
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070 — Direktlink
20.11.2018, 20:21 Uhr
thomsen





Vor der Hacke ist' s duster ... und demnächst ohne Hacke nur noch duster.





Bringen wir ein wenig Licht in die Sache. Zu erkennen ist ein Wurfschaufellader in einem ausgebauten Stollen. Hier als dreiteiliger, symmetrischer Gleitbogenausbau. Reibeschlösser als geschraubte Version, der Verzug besteht aus Stahlgittermatten. Im Bereich der Firste ist eine Wetterlutte zu sehen.

Bekannterweise steigt Deutschland dieses Jahr aufgrund eines politischen Beschlusses aus der untertägigen Steinkohlenförderung aus - die letzten beiden verbliebenden Zechen werden Ende 2018 endgültig dicht gemacht.

Ja, ich weiss - die besagte Hacke ist wie der ganze Spruch nur symbolisch zu sehen, im vollmechanisierten Abbau wurde / wird die Kohle mittels Hobel oder Walzenschrämlader aus dem Flöz geschnitten, die Strecken wurden / werden mit Teil- oder Vollschnittmaschinen aufgefahren.

Genauso wird das hier gezeigte Arbeitsgerät im Steinkohlenbergbau keine oder bestenfalls nur eine geringe Rolle gespielt haben - der Wurfschaufellader wird sein Einsatzgebiet eher in kleineren Erz- und Schiefergruben gehabt haben bzw. immer noch haben.

Im „Jahrbuch Baumaschinen 2015“ ist bereits ein Artikel zur Gattung der „Überkopflader“ erschienen, auf Seite 16 ist dort auch ein untertage tätiger Wurfschaufellader zu sehen.

Dort als gleisgebundene Version. Generell gibt es zwei Bauformen : Die besagte gleisgebundene Variante und die mobile Variante auf Luftreifen. Die Schienenversion kann ihren Oberwagen um etwa 30 Grad zu den Seiten schwenken, damit der erreichbare Ladebereich größer ausfällt. Wie im Jahrbuch abgebildet, ist diese Bauform meist als reines Ladegerät ausgeführt - will heissen, der Schaufelinhalt wird in einen als Anhänger mitgeführte Lore entladen.

Die Version auf Luftreifen ist oftmals als Bunkerlader ausgeführt - hier werden keine Loren mitgeführt und das Ladegut wird nach einem Schwung über Kopf in der Kippmulde auf dem Fahrzeug gebunkert - aber keine Regel ohne Ausnahmen.

Alle Versionen haben eines gemeinsam - den Antrieb mittels Druckluft. In Bergwerken schon seit langer Zeit für den einstigen Betrieb der handgeführten Abbauhämmer vorhanden, hat der Druckluftantrieb noch einen Vorteil : Aufwendige Kapselungen, damit z.B. durch Zündfunken verursachte Explosionen zündfähiger Gasgemische vermieden werden, braucht es nicht. Zudem entstehen beim Betrieb keine giftigen Abgase wie z.B. beim Einsatz von Dieselkatzen.

Der Antrieb erfolgt mittels druckluftgespeister Lamellenmotoren. Ob diese mit reiner oder mit verölter Druckluft betrieben werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Charakteristisch für die Lamellenmotoren ist das kernige Arbeitsgeräusch :

Video 01 : Bunkerlader unter Tage bei der Arbeit https://www.youtube.com/watch?v=liyrTWrx-7A

Video 02 : Großer Bunkerlader in der Werkstatt bei Demofahrt https://www.youtube.com/watch?v=49Sha61xSGQ

Video 03 : Wurfschaufellader auf Gleisen über Tage https://www.youtube.com/watch?v=oyVgjkBqoc0

Zugegeben - der Einsatz in Video Nr. 03 sieht nicht sonderlich effizient aus - die Arbeit unter Tage ist aber allein aufgrund der klimatischen Verhältnisse (Wärme, Staub, Feuchtigkeit) schon hart genug, da ist jede Erleichterung beim Laden schwerer Güter willkommen.

Nebenbei sollte nicht vergessen werden, dass an jedem Industriearbeitsplatz oftmals ein mehrfaches an weiteren Arbeitsplätzen hängt. Es sind also nicht „nur“ die letzten, verbliebenden Bergleute ,die (zumindest in Deutschland) verschwinden werden - neben den Kolleginnen und Kollegen über Tage in den Werkstätten und in der Verwaltung gehen auch Aufträge in externen Zulieferfirmen für Verbrauchsmaterialien, Planungs- und Ingenieurbüros, bei Dienstleistern (Verpflegung, Reinigung und Entsorgung, Krandienstleistungen, Montagen, Wartungen und Revisionen von technischen Anlagen etc.), bei Speditionen, Anlagenbauern, Baufirmen (Hoch- und Tief- Rohrleitungs- und Straßenbau, usw. für immer verloren. Dieser Punkt findet bei der aktuellen Berichterstattung in den Medien in meinen Augen viel zu wenig Beachtung.

Doch zurück zum Wurfschaufellader : Das 3D- Modell wurde in bewährter Manier „scratch“ gebaut - will heissen ohne vorliegende Zeichnungen oder Maßangaben. Einige Abbildungen aus dem weltweiten Netz bildeten die Grundlage. Ferner ist hier kein bestimmtes Modell eines einzelnen Herstellers dargestellt - vielmehr sind verschiedene Bauformen und Versatzstücke kombiniert worden. Wo etwas nicht klar zu erkennen war, habe ich erneut nach bestem Wissen und Gewissen gebaut.





Bedingt durch den Druckluftantrieb hängen alle Typen von Wurfschaufelladern im Einsatz an einem Luftschlauch wie der Taucher im Hafenbecken.

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071 — Direktlink
20.11.2018, 20:22 Uhr
thomsen













Während die in Fahrtrichtung gesehen linke Seite mit den Steuerelementen gut gefüllt ist, wirkt die rechte Seite schon fast ein wenig nackt.

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20.11.2018, 20:24 Uhr
thomsen





Am Muldenrand oberhalb der Steuerelemente befindet sich ein Schutzblech für den Bediener, hier als eine Schurre ausgebildet.



Blick auf die linke Seite mit dem unabdingbaren Druckluftschlauch und den Bedienhebeln. Die Anschlagpuffer für die Schaufelarme sind hier als einfacher Gummiblock ausgeführt. Als Varianten sind hier auch Blattfedern oder Stoßdämpfer - vergleichbar mit Puffern bei Eisenbahnfahrzeugen - möglich. Auffallend ist die robuste, einfache Bauweise - viele Teile sind für einen einfachen Austausch bei Verschleiß oder Defekt mit gut zugänglichen Schraubverbindungen befestigt.





Die Schaufel wird mittels einer Kette zum Laden nach oben bewegt. Im Bereich der Fahrzeugfront ist mittig der Drehantrieb mit einer Trommel montiert, auf die die Kette aufgewickelt wird. Die Aufnahme der Umlenkrolle wird mit einem Gummiblock etwas gefedert und ist am Fahrzeug drehbar gelagert.



Der Bediener kann bei Betrieb entweder zu Fuß neben dem Arbeitsgerät mitlaufen, oder auf einer vorgesehenen Plattform mitfahren. Diese ist nur im oberen Punkt drehbar gelagert und lehnt sich unten nur gegen Durchschwenken gesichert an einer Aufnahme an. So kann die Plattform bei Grundberührung nach oben schwenken.

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20.11.2018, 20:26 Uhr
thomsen





Die Schaufel ist innen- und unterseitig mit geschraubten Verschleissblechen verstärkt.









Die Schaufel in der höchsten Stellung beim Kippvorgang in den Bunker.

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20.11.2018, 20:28 Uhr
thomsen





Die Hubkette zeigt sich hier komplett aufgetrommelt. Auch die Schaufel ist mittels Schraubverbindungen an den Hubarmen befestigt.



Die Hubarme können in der oberen Position mit einem schwenkbaren Hebel fixiert werden. Zu sehen ist dies auch in Video Nr. 02







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