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Hansebubeforum » Sonstiges » Krane und Spezialfahrzeuge als CAD 3D- Modelle » Threadansicht

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075 — Direktlink
20.11.2018, 20:29 Uhr
thomsen





Mit einem fetten Druckluftzylinder wird die Mulde beim Entleeren gekippt. Über einen Hebel, der mittels Kette oder Seil am Fahrzeug fixiert ist, öffnet und schließt sich die Klappe beim Kippvorgang automatisch.

Hier bin ich beim Bauen des 3D- Modells von den Vorbildaufnahmen abgewichen : Die Druckluftschläuche von den Steuerorganen an der linken Fahrzeugseite zu den Verbrauchern waren bei fast allen Ladern unterhalb der Kotflügel verzogen und scheuerten an der Kante der Abdeckungen. Hier bin ich oberhalb der Kotflügel geblieben, und führe von dort die Druckluft über Rohrleitungen weiter am Fahrzeug entlang.









Gruß Thomsen
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Wir bauen auf und reissen nieder, so haben wir Arbeit - immer wieder !

Dieser Post wurde am 20.11.2018 um 20:38 Uhr von thomsen editiert.
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076 — Direktlink
21.11.2018, 22:36 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo Thomsen,

wieder ein sehr interessantes Projekt und optisch sehr ansprechend umgesetzt; vielen Dank, dass Du es uns hier zeigst.
Auch Deinen Text zur Einführung und Erläuterung finde ich sehr gut gelungen - und auch der kleine politische Seitenhieb zu den wirtschaftlichen Zusammenhängen beim Aus der Steinkohleförderung!

Gruß Christoph
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Mal was ganz Anderes: Marion Walking Dragline aus Constructor (Holzbaukasten)
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077 — Direktlink
26.01.2019, 17:30 Uhr
thomsen



Vielen Dank für die Rückmeldung. Dann will ich hier einmal weitermachen :

Da bei vielen Firmen im Schwerlastgewerbe - sei es beim Bau / Umbau von Transportkombinationen, bei Firmenumzügen, bei Anlagenmontagen oder allgemein als zu mietendes Objekt - Gabelstapler in allen möglichen Größen und Ausführungen bereit gehalten werden, bin ich auf der Suche nach einem bestimmten, dreirädrigen Gabelstapler auf dieses Modell gestoßen.

Nach der dreifach- bereiften Faun Kehrmaschine AK 3H nun also ein weiteres „Dreirad“ : Ein Dyna Scat- Geländestapler Serie SP 6900 der Firma Edwards Equipment :

http://edwards-equip.com/forklifts/

Ganz nach unten scrollen, dort kann eine pdf- Datei eines Prospektes mit einigen technischen Angaben und Stichmaßen geöffnet werden, die ich beim Bau des 3D- Modelles verwendet habe bzw. hier auch zitiere.

Da der Hersteller in erster Linie (Anbau-) Geräte für den Gebrauch in der Landwirtschaft herstellt, ist der Stapler vor allen für den Einsatz auf unbefestigtem Gelände gedacht, was natürlich den Einsatz auf im Schlamm versinkenden Baustellen nicht ausschließt.

Der Stapler wird mit seinen recht bescheidenen Leistungsdaten (einfach teleskopierbar, max. Hubhöhe etwa. 3 m) wahrscheinlich von so manchem Produkt der Marktbegleiter übertroffen, kann aber mit echten 30 cm Bodenfreiheit und der Geländebereifung punkten. Durch die Konstruktion als Dreirad kann das Gerät quasi „auf dem Teller“ drehen, dazu später noch mehr. Das Fahrzeug wird hydrostatisch angetrieben, was gem. Hersteller neben weichen Bewegungen auch eine einfache Bedienung ermöglichen soll : Fuß vom Gas, die Pfoten weg von den Hebeln und der Stapler bleibt stehen. Ausschlaggebend für mich, das Teil als 3D- Modell umzusetzen ist nicht zuletzt die kernige Optik mit der charakteristischen Haubenabdeckung des Spornrades. Alles, was nicht klar ersichtlich war wurde erneut nach gusto gebaut.











Neben der im verlinkten Prospekt gezeigten Bauart des Daches hatte ich bei der Recherche auch eine Variante mit gerundet ausgebildeten Profilen gefunden. Da ich diese Variante formal ansprechender finde, habe ich diese hier umgesetzt. Ob das Dach FOPS- Kriterien entspricht, mag ich nicht zu beurteilen - ROPS- Kriterien sicherlich nicht. Auch kann ich keine Aussage treffen, ob der Bediener (bzw. die Bedienerin) sich grundsätzlich mit einem Sicherungsgurt auf dem Gestühl festschnallen muss, damit auch bei stärkeren Wankbewegungen eine sichere Bedienung des Gerätes gegeben ist.

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078 — Direktlink
26.01.2019, 17:31 Uhr
thomsen





Auf der in Fahrtrichtung linken Seite befinden sich Scharniere für das Öffnen der hinteren Haube.



Auf der rechten Seite ist die Verriegelung und ein Griff für die Haube vorhanden.





Auf beiden Seiten der Rahmenprofile könnten stabile Tanks für flüssige Betriebsstoffe angeordnet sein. 11 Gallonen Dieselöl und 20 Gallonen Hydrauliköl schwappen am Fahrzeug. In Aufnahmen war dies nicht klar zu erkennen - die beiderseitig angeordneten Tanks könnten auch als Aufstiegshilfe dienen. Antirutsch- Beläge sind hierfür angeordnet. Ferner ist ein Batteriekasten an der linken Rahmenseite angeordnet.



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079 — Direktlink
26.01.2019, 17:32 Uhr
thomsen





Der Blick nach vorn ist durch den mittig angeordneten Hydraulikzylinder für das Hubgerüst schon ein wenig eingeschränkt. Das ist bei Staplern, bei denen jeweils seitlich ein Hydraulikstempel das Hubgerüst anhebt, besser gelöst. Zudem sind die Umlenkrollen für die Hubketten und für die Hydraulikschläuche der Breitenverstellung der Gabelzinken innen im Gerüst des Hubgerüstes vorhanden. Dadurch ist der Durchmesser der Rollen eingeschränkt - der kleinere Biegeradius könnte sich langfristig auf die Lebensdauer der Hydraulikschläuche auswirken. Bei so manchem Stapler sind diese deshalb seitlich aussen am Hubgerüst angeordnet.



Vorteil gleich Nachteil .... Die immense Beweglichkeit der Dreiradkonstruktion und der stabile Stand (ein Stuhl mit drei Beinen kann nicht kippeln) geht einher mit der Kippgefahr bei Kurvenfahrt. Die stufenlos erreichbare Höchstgeschwindigkeit ist bei Antrieb über drei Räder auf 6 Meilen in der Stunde, bei Antrieb über zwei Räder auf 8 Meilen pro Stunde begrenzt.



Die Neigungsverstellung des Hubgerüstes ist mit 6 Grad nach vorne und mit 12 Grad nach hinten angegeben.



Durch einen möglichen Einschlag des Spornrades von je 90 Grad nach links und nach rechts kann der Stapler auf der Stelle drehen.



Blick auf das Spornrad bei geöffneter Haube. Volle 90 Grad Lenkwinkel sind hier dargestellt.

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Dieser Post wurde am 26.01.2019 um 17:33 Uhr von thomsen editiert.
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080 — Direktlink
26.01.2019, 17:34 Uhr
thomsen





Das Ganze anders herum. Die Gabel für das hintere Rad ist asymmetrisch ausgeführt und hält das Rad - anders als bei einem Fahrrad - nur auf einer Seite. So können die Befestigungen und die Bereifungen an allen drei Rädern identisch ausgeführt werden.



... und bei moderaten 45 Grad Lenkeinschlag.





Das Modell als Glashausgrafik. Gut zu erkennen ist das hintere Spornrad. Als Spritzschutz für den Motorkühler habe ich hier Lamellen an der Blechwand zwischen Heckrad und dem Motorbereich angedacht.



... und auf geht' s ! Die maximale Hubgeschwindigkeit liegt bei 60 Fuß in der Minute, die maximale Hubkapazität ist mit 3500 lbs. angegeben. Das Einsatzgewicht beträgt 6730 lbs.

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081 — Direktlink
26.01.2019, 17:35 Uhr
thomsen





Die maximale Hubhöhe von 120'' ist hier bereits erreicht.



Die Bedienfunktionen für das Heben, die Neigung des Hubgerüstes und für die Seitenverschiebung der Gabelzinken werden mit den drei Hebeln rechts am Lenkstock gesteuert.



Mangels Stabilität der Dachkonstruktion sind die Hydraulikzylinder für die Neigungsverstellung unten am Fahrzeugrahmen angeordnet.



Gabelzinken in der äusseren Position, hier z.B. passend für die Aufnahme einer Europalette in Querrichtung.



Gabelzinken hydraulisch nach innen verschoben, hier z.B. passend für die Aufnahme einer Europalette in Längsrichtung.

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082 — Direktlink
26.01.2019, 17:37 Uhr
thomsen





Blick auf die Verstellzylinder für die Gabelzinken. Die Zinken laufen hier oben auf einem leicht ausbaubaren Rohr - ob diese sich unten mit kleinen Laufrollen am Querrohr abstützen oder aber wie hier dargestellt auf gut gefetteten (Kunststoff-) Laufbahnen verschoben werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Die gesamte Gabelaufnahme ist ohne vorliegende Unterlagen nach Gutsherrenart gebaut worden.



Nach Lösen der Hydraulikverbindungen und Ausbau der oberen Führungsrohre können die Gabelzinken einfach ausgebaut und bei Bedarf ersetzt werden.







Ferner ist denkbar, die Gabelhalterung nach Ausbau nur eines Rohres abzuheben. Diese liegt hier oben nur in Taschen der Lifteinrichtung und ist unten mit einem durchlaufendem Rohr an der Lifteinrichtung fixiert. So könnte bei Bedarf eine andere Hubeinrichtung montiert werden, sofern diese nicht einfach mittels Gabelschuhen von den Gabelzinken aufgenommen werden kann.

Im äusseren, hier orangen C- förmigen Rohr des Hubgerüstes wird das innere, hier graue C- förmige Rohr mit dem mittigen Hydraulikzylinder nach oben gedrückt. Im Bereich des Verbindungsjoches der beiden grauen, inneren Rohre liegen die Umlenkrollen für die Hubketten und die Hydraulikschläuche der sideshift- Funktion. Die Hubketten ziehen die Lifteinrichtung nach oben, welche ihrerseits in den inneren, grauen Rohren mit je einem Laufrollensatz geführt wird.

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083 — Direktlink
26.01.2019, 17:38 Uhr
thomsen





Angetrieben wir das Gefährt von einem Kubota Industrie- Dieselmotor vom Typ V 2203, wassergekühlt, vier Zylinder. An diesen Motor ist eine Hydraulikpumpe montiert, über die alle Bewegungen ermöglicht werden. Der Motor ist so ausgelegt, dass alle relevante Punkte zur täglichen Wartung von einer Fahrzeugseite erreichbar sind.





Für bessere Zugänglichkeit ist es denkbar, dass die gesamte Sitzkonstruktion nach vorne umgeklappt werden kann.



Gruß Thomsen
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084 — Direktlink
01.02.2019, 08:08 Uhr
baroni

Avatar von baroni

Wiedermal eine absolut geniale Arbeit!
Einzig dieses schier unsäglich hässliche Vorbild scheint die Leute vom Lob abzuhalten.
Ich befürchte, wenn es wenigstens in schlumpfblauer Färbung mit entsprechendem Aufdruck gewesen wäre, es hätte hier mehr Begeisterungsstürme ausgelöst.

Gruß,
Thorsten
(baroni)
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Aktueller denn je:
Wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur erwachen! ©@Johann Wolfgang von Goethe
... aber wenigstens keine Augenringe haben.
©@Christine Prayon
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085 — Direktlink
01.02.2019, 09:42 Uhr
thomsen



Na endlich spricht‘ s mal einer aus ! Das Gefährt sieht doch richtig sch … ön aus ! Ich hatte mich ja diplomatisch mit dem Begriff „kernig“ ausgedrückt. Was mich aber nicht davon abhalten wird, hier auch in Zukunft Fahrzeuge abseits der Reihe zu zeigen – technisch wie optisch.

Gruß Thomsen
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086 — Direktlink
01.02.2019, 12:03 Uhr
Wilfried E.

Avatar von Wilfried E.

Hallo Thomsen,

egal, unter welchen stylistischen Gründen die Entwickler dieses Teil erstellt haben, die 3D-Arbeit von Dir ist wieder wie immer eine super Leistung. Besonders auch im Hinblick auf evt. Wartungsarbeiten oder Gabelwechseln. Einfach wieder top.
--
Gruß aus Pulheim
Wilfried Euskirchen

(Meine hier gezeigten Bilder unterliegen dem Urheberrecht)

--Was Du heute nicht erledigst, musst Du morgen nicht korrigieren--
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