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Hansebubeforum » Sonstiges » Krane und Spezialfahrzeuge als CAD 3D- Modelle » Threadansicht

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31.01.2021, 10:33 Uhr
thomsen





Unterhalb des wasserfesten, kunstederbezogenen Gestühls lugt die Abdeckung einer Einfüllöffnung hervor. Doch wie soll man da 'rankommen ? Ob es so gemacht wurde / wird, oder ob nur die Rückenlehne des Stuhls nach vorne geklappt wird o.ä., entzieht sich meiner Kenntnis. Meine Darstellung : Der Sitz hat unterseitig einen flachen Rahmen, an dem an der Vorderseite ein Rohr befestigt ist. Dieses Rohr liegt in V- förmigen Taschen, die jeweils an den Seitenblechen angeordnet sind. Damit das Gestühl samt Fahrer bei heftigen Bodenwellen nicht aus der Halterung hüpft, ist das Rohr in den Taschen von oben mit Gummikeilen gesichert, die am Blech der Taschen verschraubt sind. Hinten stützt sich der Stuhl mit einem Gummiblock auf dem (Diesel-) Tank ab.



So kann der komplette Stuhl werkzeuglos und schnell nach vorne geklappt werden, und gibt dann die Einfüllöffnung des Tanks frei. Diese Position könnte auch die „Feierabendstellung“ für den Sitz sein, da in dieser Position die Sitzfläche bei Regen nicht nass wird.

Hier ebenfalls gut zu erkennen : Die Anlenkung des Hubgerüstes am Fahrzeugrahmen. Die einzige, halbwegs erkenn- und verwertbare Abbildung ist das Foto in o.a. Buch von Herrn Cohrs.

Das eigentliche Hubgerüst scheint hier in einer Art „Tasche“ gelagert zu sein. Die Bolzen können entsprechend lang ausgebildet sein bzw. die Befestigung ist symmetrisch bzw. „zweischnittig“. Die Kippzylinder hingegen sind hier nur auf der Aussenseite benannter „Taschen“ angelenkt. Die einseitig als Kragarm bzw. „einschnittig“ angeordneten Anlenkpunkte biegen so am Blech der „Taschen“.

Eigentlich kann dieses Bauteil nur als ein Gussteil hergestellt worden sein (was ja kein Nachteil ist - im Gegenteil) - viel Platz zum Ziehen von Schweißnähten ist hier nicht wirklich vorhanden. Zudem ist so natürlich eine „Kräftekonzentration“ auf engem Raum vorhanden, was das Bauteil der „Tasche“ natürlich auch entsprechend belastet. Ich kann mir also vorstellen und an dieser Stelle nur vermuten, dass der hier gezeigte Radlader mit der dargestellten Anlenkung des Hubgerüstes ein Teil einer kleinen Vorserie darstellt, bei der man in praktischen Tests erkannt hat, wo die Schwachpunkte der Konstruktion liegen. Bei den Ladern des Typs KS 510, deren Bilder ich gefunden hatte, sind die Anlenkpunkte des Hubgerüstes - wie auch das Hubgerüst selbst - etwas anders ausgeführt worden. So sind beispielsweise die Punkte der Anbolzung am Fahrzeugrahmen weiter voneinander weg angeordnet worden. Zudem sind diese dann jeweils direkt am Rahmen angeordnet - die als „Tasche“ bezeichnete Anlenkung findet sich dort nicht wieder.



Nach dem Lösen der Gummikeile (hier jedoch noch dargestellt) kann der komplette Sitz werkzeuglos aus den seitlichen Aufnahmen herausgehoben werden und gibt den Blick auf den darunterliegenden Tank frei.



Ausbau bzw. Ausblenden des (Diesel-) Tanks. Das darunterliegende Getriebe / Turbogetriebe ist zu sehen, ferner die beiden Bedienhebel am Getriebeblock.



Ein Flügeltürer !

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31.01.2021, 10:35 Uhr
thomsen





Für die täglichen Wartungen und Kontrollen können die seitlichen Blechklappen im Bereich des Motorraums nach werkzeuglosem Öffnen der Schnellspanner nach oben bewegt und entsprechend arretiert werden - sofern man nicht vorher als Schutz gegen unbefugten Zugriff ein kleines Vorhangschloss an zwei Laschen öffnen und ausfädeln musste.

Ja - ich weiß - Stilbruch ! Normalerweise müsste hier ein luftgekühlter Deutz- Motor zu sehen sein. Hatte ich aber keine Lust zu bauen. Also kommt hier noch einmal der bereits bekannte, wassergekühlte Vierzylinder- Dieselmotor von Kubota vom Dyna- Scat- Gabelstapler zum Einsatz, welcher hier ein wenig angepasst worden ist. Besagter Motor ist übrigens auch beim Wagner- Chipdozer zu sehen. Da ich den Aufbau der CAD- Struktur seinerzeit weitgehend modular gestaltet hatte, konnte der Motor beim Chipdozer ohne viel Aufwand um die fehlenden Zylinder erweitert werden.

Der Motor ist beim Kramer- Radlader hier hinter der Hinterachse angeordnet und fungiert mit dem Gussblock am Heck auch als Kontergewicht. Der Gussblock ist auf dem Rahmen verschraubt und hat Aussparungen für ein Lüftungsgitter sowie für die Schutzumhausungen der Beleuchtungskörper am Fahrzeugheck.



Die obere Motorabdeckung ist hier beim 3D- Modell vorne am Rahmen und hinten am Gussblock je mit einigen Verschraubungen in einer Falz befestigt.



Nach dem Lösen der Befestigungen der oberen Motorabdeckung und dem Lösen einer Schelle am Auspuff ist es denkbar, die Abdeckung samt der beiden seitlichen Klappen abzuheben.





So liegt der komplette Motorbereich für umfangreichere Arbeiten frei. Bildlich verbürgt ist ebenfalls ein Gestell für die Batterie und direkt davor ein weiterer Tank - vermutlich der Hydrauliköltank für das Hubgerüst.

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31.01.2021, 10:36 Uhr
thomsen





Blenden wir weitere Bauteile aus : Neben dem Hubgerüst mit Schaufel, der kompletten Motorabdeckung ist hier auch der vordere Teil der Karosse nicht aufgebaut worden.





Langsam wird der hier grau eingefärbte, doch recht umfangreiche Lenkstock sichtbar.



Wie es in Natura aussieht, weiß ich nicht - hier ist der Motor mit einem kleinen Verteilergetriebe verblockt. An diesem ist oben die Hydraulikpumpe zu sehen, unten führt eine Kardanwelle zum Getriebeblock. Ebenfalls gut zu erkennen ist der Wippenrahmen für das mögliche Pendeln der Hinterachse.



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31.01.2021, 10:37 Uhr
thomsen





Ohne das Hubgerüst auch als Strandbuggy denkbar ...



Die Vorderachse hingegen ist fest mit dem Rahmen verschraubt. Entsprechende Aufnahmen sind dafür unten am Rahmen angeschweißt.



Im Prinzip ähnlich ist die Hinterachse mit dem Wippenrahmen verschraubt.



Alln 's relativ - alln' s relativ. Diese Erkenntnis streute schon ein ehemaliger Lehrer von mir ab und an in seinen Unterricht ein. Beim CAD- Zeichnen arbeitet man ja erst einmal maßstabslos und stellt - neben der Darstellungstiefe, mit der man seine Zeichnung ausgearbeitet hat - beim Einrichten der Planansichten und der Plots den Maßstab ein, mit dem die Zeichnung auf Papier geplottet wird oder als pdf- Datei zum Auftraggeber gesendet wird.

So könnte das Ganze als Modellbausatz im M 1:50 auf dem heimischen Küchentisch aussehen. Die Hubgerüste mit den verschiedenen Schaufelstellungen hatte ich mir komplett kopiert und die Zylinderstellungen und –Winkel entsprechend umgearbeitet.



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31.01.2021, 10:38 Uhr
thomsen











Gruß Thomsen
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31.01.2021, 10:52 Uhr
Ch. Romann



Hallo Thomsen,

da könnte man sich glatt für H0 was auf den Basteltisch wünschen

Gigantisch was Du da hervorbringst, echt super Arbeiten
--
Viele Grüße aus Südhessen
von Christoph

... fünf Leben langen nicht für dieses Hobby ...

Copyright der Bilder liegt, wenn nicht anders genannt, bei mir.
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31.01.2021, 10:52 Uhr
schlurchi

Avatar von schlurchi

Mal wieder eine klasse Arbeit von Dir.
Aber wie schmeckt denn so ein digitaler Kaffee?
--
Grüsse aus Stuttgart
Thomas

Das Copyright der Bilder liegt bei mir
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31.01.2021, 11:22 Uhr
thomsen



Danke ! ... der Kaffee schmeckt manchmal wie 'ne Null und manchmal wie 'ne eins ...

Nach dem dritten Becher in Folge reicht' s dann erstmal für 'ne Weile. In meiner Kindheit hatte ich einmal das H0- Model vom Hanomag- Radlader von Wiking. An das Teil habe ich beim Bauen doch öfter denken müssen - eine Umsetzung sollte also prinzipiell möglich sein.

Gruß Thomsen
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