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Autor Thread - Seiten: [ 1 ] -2-
025 — Direktlink
23.10.2017, 08:22 Uhr
michael.m.



Hallo!

Zu den Autobahnbaustellen... da laufen Sachen ab, unglaublich. Um irgendeinen Zuschuß noch zu erlangen, wird die Baustelle noch zum Jahresende eingerichtet. Begonnen aber est im März des nachfolgenden Jahres. Passiert so z.B. A 33 Paderborn. Wo man dann angefangen hat, diese einzurichten, fehlte der Rettungsweg. Zu den ersten Unfällen mussten die Sannis teilweise einen Kilometer und mehr hin rennen.... nun muss die ganze Baustelle befahrbar bleiben....

Man werkelt dort in aller Ruhe. Spätestens Freitag Mittag ist Wochenende... Meiner Meinung nach sollte dort wie auf allen Baustellen an Autobahnen 24 Stunden rund um die Uhr 7 Tage die Woche gearbeitet werden. Jeder Tag, der früher fertig ist, gibt ein Bonus, natürlich bei einer qualifizierten Bauüberwachung. Ist sicherlich eine Frage des Geldes. Nur kosten die täglichen Staus nicht auch viel Geld? Manchmal habe ich das Gefühl, die Baustellenabsicherung wurde für ein Jahr bestellt und wird auch nicht einen Tag früher abgebaut....

Die Holländer machen es uns vor. Begonnen mit beleuchteten Baustellen ( wesentlich geringeres Unfallrisiko), arbeiten rund um die Uhr.... und schnell fertig. Brücken werden in Modulbauweise erstellt, und dann zügig vor Ort montiert, nicht ein Jahr bei laufendem Verkehr zusammen gebastelt. Von Deutschland aus haben letztens Verkehrsplaner letztens so eine Baustelle besucht, um das kennen zu lernen...... Und das im Land der größten Baumaschinenausstellung der Welt sowie Sitz einiger der größten weltweit tätigen Baufirmen. Wahrscheinlich geht es überall in der Welt besser als hier.

Unglaublich.....

Gruss

Michael
--
Wenn man schwankt hat man mehr vom Weg !

Dieser Post wurde am 23.10.2017 um 08:23 Uhr von michael.m. editiert.
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026 — Direktlink
24.10.2017, 18:00 Uhr
kodo63



Ja Michael, da sagst du was: Ich denke schon lange, warum wird hier jede lausige Brücke oder Überführung vor Ort individuell geplant, designt und gebastelt?? Warum entwickelt man nicht ein Modulsystem aus dem man einen Großteil der Bauwerke schnell zusammensetzen kann. (Es gibt hier einen Thread aus Spanien, da bauen die alles aus Fertigteilen, sogar Tunnel) Fundamente vor Ort gießen und den Rest draufstellen. Klar bekommt da nicht jede Überführung einen Designpreis. Muss aber auch nicht. Na, Herr Dobrindt, das wär doch mal ne sinnvolle Beschäftigung gewesen, statt 4 Jahre mit der Maut zu verplempern.
--
Gruß aus Hamburg
André
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027 — Direktlink
24.10.2017, 18:26 Uhr
kodo63



Ach nee, geht hier in Deutschland natürlich nicht:

http://www.behoerden-spiegel.de/icc/Internet/nav/1f7/1f75009d-e07d-f011-4e64-494f59a5fb42&uCon=56230c61-1408-9f41-9b7a-e5f507b988f2&uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000003

Auf die Idee, dass wir hier vielleicht zu viele Regeln und Vorschriften haben die man z.T. wieder abschaffen sollte, damit mal was voran geht, darauf muss man wohl auch die nächsten Jahre nicht hoffen.
--
Gruß aus Hamburg
André
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028 — Direktlink
24.10.2017, 19:19 Uhr
T.Volkmer



Bei Hagen, über die A46 ,wird demnächst in NRW die erste Brücke aus Fertigteilen, 178 Stück, gebaut. Bau sollte im Juni starten- verzögert sich leider wohl auf nächstes Frühjahr.

Gruß
Thomas
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029 — Direktlink
25.10.2017, 20:56 Uhr
Jens P.



In jedem anderen Land würden schon lange die Baumaschinen rollen.

http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/A-20-bei-Tribsees-Vollsperrung-ab-Freitag,autobahn2058.html
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030 — Direktlink
25.10.2017, 21:19 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Jens P. postete
In jedem anderen Land würden schon lange die Baumaschinen rollen.

http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/A-20-bei-Tribsees-Vollsperrung-ab-Freitag,autobahn2058.html

Naja, sagen wir der Fairness halber lieber "in jedem anderen europäischen Land". In Russland z.B. wäre sowas noch voll unter Verkehr - Motto: "Ist doch noch gut..."


Tschüs,

Sebastian
--
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031 — Direktlink
25.10.2017, 22:06 Uhr
Simon T.



Es liegt ja nicht immer an den Firmen dass auf Baustellen nichts gearbeitet wird, sondern immer öfters am Auftraggeber.
Das Problem was die Baufirmen haben sind zuwenig Fachkräfte, d.h. wenn sollen sie hinschicken wenn keiner da ist.

Aber wenn nichts vorwärtsgeht, kann das nur der Auftraggeber ändern.
Meist liegt an fehlenden Plänen. Die Baustellen werden oft ohne fertigen Ausführungsplänen angefangen, die Planer (die es zu wenig gibt) haben zu viel Arbeit, der Prüfer hat teilweise 6 Wochen Prüffrist. Jetzt kann sich jeder vorstellen was los ist wenn was dem Prüfer was nicht passt weil der überforderte Planer einen Fehler gemacht hat.
Die Baufirma hat keinen Plan, reicht eine Behinderung ein, zieht Personal und Gerät ab und will sich die Beschleunigung um den Termin zu halten 25-30% mehr Geld vom Auftraggeber, dass meistens abgelegt wird.

Bestes Beispiel wie es besser geht: Selber dabei gewesen auf einer PPP-Baustelle wo 4 Wochen lang 24/5 Erdbau betrieben wurde (8 Kettenbagger auch Böschungsbagger, 4 Raupen, zwei Kalkstreuer/Fräsen, 4 Walzen und 25 4-Achser auf 6km verteilt)

Gruß Simon
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032 — Direktlink
26.10.2017, 03:16 Uhr
baroni

Avatar von baroni


Zitat:
Simon T. postete

...

Bestes Beispiel wie es besser geht: Selber dabei gewesen auf einer PPP-Baustelle wo 4 Wochen lang 24/5 Erdbau betrieben wurde ...


Leider sind PPP-Projekte (öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) oder Public-private-Partnership (PPP)) auch kein Garant für Erfolg oder gar Win-Win Situationen.
Die öffentliche Hand gibt gescheiterte Projekte ungern zu und der Investor macht mit der Publikmachung solche Fälle auch keine Werbung für sich. So werden solche Desaster gerne unter den Teppich gekehrt.

Hier im Wiki werden die Probleme angesprochen und auch zahlreiche Negativ-Beispiele genannt:

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlich-private_Partnerschaft#Kritik

Gruß,
Thorsten
(baroni)
--
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033 — Direktlink
08.12.2017, 14:00 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Hier mal wieder exemplarische Bilder von dieser Woche. Keine Rush-hour; das war immer zur Mittagszeit. Baustellen. Wie schon vorher erwähnt, haben die LKW im Stau bereits die 2. Spur erobert. Vielleicht ist das sogar gut so, den ansonsten würde die LKW-Schlange wahrscheinlich von Flensburg bis Garmisch reichen.










Ist die Autobahn dagegen nur 2-spurig, reicht die LKW-Schlange grundsätzlich bis zum Horizont. Ich glaube, soviel Geld kann man mir gar nicht bezahlen, dass ich mich auf den Bock setze (war früher in den 80-ern mal mein Traumberuf!)



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034 — Direktlink
08.12.2017, 18:10 Uhr
Graf Koks




Zitat:
Hendrik postete
Hier mal wieder exemplarische Bilder von dieser Woche. Keine Rush-hour; das war immer zur Mittagszeit. Baustellen. Wie schon vorher erwähnt, haben die LKW im Stau bereits die 2. Spur erobert. Vielleicht ist das sogar gut so, den ansonsten würde die LKW-Schlange wahrscheinlich von Flensburg bis Garmisch reichen.
Ist die Autobahn dagegen nur 2-spurig, reicht die LKW-Schlange grundsätzlich bis zum Horizont. Ich glaube, soviel Geld kann man mir gar nicht bezahlen, dass ich mich auf den Bock setze (war früher in den 80-ern mal mein Traumberuf!)

Man kann den Beitragsschreibern hier allgemein nur uneingeschränkt zustimmen, was sich in Sachen Verkehrsinfrastruktur in unserem Land abspielt ist mehr als traurig, die selben Bilder gibt es auch aus meiner Region Osnabrück mit BAB A1, A30, A33 mit schöner Regelmäßigkeit, bei Unfällen kommt es dann auch gerne zum völligen Stillstand, das Stadtgebiet welches ebenfalls unter normalen Bedingungen schon an der Belastungsgrenze ist, wird dann für viele Stunden zum "Notstandsgebiet".
Zu manchen Zeiten nehmen die Güterzüge auf Gummireifen kein Ende, das System Verkehr kommt unübersehbar von Jahr zu Jahr mehr an seine Grenzen. Ich höre morgens früh gerne den Deutschlandfunk, manchmal nehmen die Verkehrsnachrichten kein Ende, die Staulängen bewegen sich vielfach über 10 Km, Spitzenreiter war diese Woche am Montag früh eine Strecke mit 38 Km Staulänge, habe leider vergessen wo das war, man kann wirklich nur noch staunen und froh sein, wenn man selber nicht jeden Tag lange Strecken unterwegs sein muß. Ich habe früher selber 10 Jahre im Schwerverkehr gefahren und bin froh, das aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen zu können.

Gruß

Dieser Post wurde am 08.12.2017 um 18:20 Uhr von Graf Koks editiert.
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035 — Direktlink
10.12.2017, 17:37 Uhr
baroni

Avatar von baroni

Ich sitze jetzt hier im Ort an einer der Hauptdurchfahrtsstraßen, ich müßte nachschauen ob nun Kreis- oder Land- aber ganz sicher nicht Bundesstraße. Geschlossene Schneedecke und noch kein Streufahrzeug...

- Doch warte, es kommt eins. Wow, richtig großer schwerer Trecker, aber er räumt nichts und streuen ist auch Fehlanzeige. Ein Privater der zu seinem Einsatzort fährt. ¯\_(ツ)_/¯

- Ah, aber jetzt aus der anderen Richtung! Schon aus der Ferne erkennt man das Feuerwerk aus mindestens 3 gelben RKL. Ein großer Unimog U3- oder 5oo und er hat sein Räumschild oben. Ist auch nicht Orange, sondern eher so ein Forstgrün. Auch er vergoldet kein Gramm Salz für die öffentliche Straße. ¯\_(ツ)_/¯

- Ah, der Trecker von vorhin kommt wieder zurück, aber OK da werden wir nicht Hoffen dürfen, es ist wie es ist. ¯\_(ツ)_/¯

- Jetzt kommt ein privater 3Achser mit Wechselaufbau, aller neueste Weihnachtsillusionsvernichtungstechnik und bestimmt nur vom Feinsten. Ich weiß, der fährt im Auftrag das Landes, aber eben nicht für diese Straße. ¯\_(ツ)_/¯

- Knapp eine Stunde später, das Gelblichtfeuerwerk, es kommt mir bekannt vor. Ja, der Unimog kommt zurück und räumt nicht. ¯\_(ツ)_/¯

- Yes, jetzt kommt die Kommune und kämpft sich mit ihren Unimog durch den Schnee, den zumindest in der Richtung schon 3 andere nichts anging.

- Ah, das private 3Achs-Paradeschiff der Schneeräumtechnik. Nein, nicht auf dem Rückweg, es kommt aus der selben Richtung wie beim ersten mal. Und fährt abermals Tatenlos über die noch immer nicht geräumte Straßenhälfte. ¯\_(ツ)_/¯

Ist es mir, einem eigentlich doch normal denkenden Menschen, zu verübeln, wenn ich jetzt erst mal unsere Pharmaindustrie unterstütze?

Jetzt wieder ganz ruhige Grüße (diese Welt ist schön!),
Thorsten
(baroni)
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036 — Direktlink
10.12.2017, 20:21 Uhr
Champagnierle

Avatar von Champagnierle

Hi Thorsten,
tja, da siehste mal, dass Durchgangsstrasse nicht alles ist. Wir in Singen sind da viel fortschrittlicher. Unser Bauamt hat alle Straßen Singens in 3 Kategorien eingeteilt.

Meine Straße ist in der Kategorie, wo man gegen Steuerzahlung gerne auch die Straße miträumen oder -kehren darf. Ich brauche mich der Illusion einer RKL gar nicht erst hingeben. Da kommt nix - gar nix -- überhaupt gar nix.

Grüße aus dem noch weißen Singen

Marc
--
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037 — Direktlink
11.12.2017, 11:42 Uhr
baroni

Avatar von baroni

Glaub mir Marc,
bei täglich 2o.ooo Fahrzeugen willst Du nicht wirklich, daß ich da noch mitten drinnen mit meiner Schneeschaufel oder dem Reisigbesen herum wusele.

Aber die Beobachtung spiegelt doch recht deutlich das Problem mit unserer Infrastruktur wieder. Wenn 4 von 5 Räumfahrzeugen nicht räumen, wie lange dauert es dann noch bis selbst Räumfahrzeuge nicht mehr durchkommen, weil der Verkehr gänzlich zum erliegen gekommen ist?
Den nächsten Morgen können wir dann in den Medien lesen: Schnee-Apokalypse bringt Verkehr zum stillstand.

In den Staaten ist man uns schon einen Schritt im Voraus. Was sich hier langsam bei den Räumdiensten etabliert, wird dort schon bei der Feuerwehr fortgesetzt. Während die Gesellschaft kaum mehr in der Lage ist, eine ordentliche Feuerwehr-Infrastruktur vorzuhalten, kannst Du als Mann mit mehr Geld einen privaten Löschdienst beauftragen.

Gruß,
Thorsten
(baroni)
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038 — Direktlink
11.12.2017, 12:44 Uhr
Champagnierle

Avatar von Champagnierle

Hi Thorsten,

ich gebe Dir recht - ich bin froh, dass ich nicht an der Durchgangsstrasse wohne.

Diese Fortschrittlichkeit in den Staaten habe ich auch erst heute diskutiert. Es ist schön, dass sich die Reichen eine eigene Feuerwehr leisten. Das ist genauso sozial wie unsere soziale Marktwirtschaft. Nur habe ich den Eindruck, dass man in den Staaten auch nicht mit Abgaben für das Ganze zahlt. In der BRD redet man immer schön vom sozialen Wesen und von Gemeinschaft, aber wenn du schaust, dann höhlen unsere Politiker - übrigens quer durch alle Parteien - die sozialen Errungenschaften gnadenlos aus. Nur bezahlen sollen wir sie trotzdem.

In meiner Kindheit in den 80-ern kann ich mich noch lebhaft an die Kehrmaschine erinnern (Faun AK3). Die Abgaben wurden nicht weniger, aber die Kehrmaschinen.

So ist es auch mit dem Schneepflug. So ist es auch mit der medizinischen Versorgung, so ist es auch mit den Straßen, so ist es auch mit der Bahn, so ist es auch... - einzig die flächendeckende Versorgung mit Flughäfen scheint zugenommen zu haben.

Grüße aus Singen

Marc
--
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<ohne Worte>
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039 — Direktlink
11.12.2017, 17:28 Uhr
Graf Koks




Zitat:
Champagnierle postete
Hi Thorsten,

ich gebe Dir recht - ich bin froh, dass ich nicht an der Durchgangsstrasse wohne.

Diese Fortschrittlichkeit in den Staaten habe ich auch erst heute diskutiert. Es ist schön, dass sich die Reichen eine eigene Feuerwehr leisten. Das ist genauso sozial wie unsere soziale Marktwirtschaft. Nur habe ich den Eindruck, dass man in den Staaten auch nicht mit Abgaben für das Ganze zahlt. In der BRD redet man immer schön vom sozialen Wesen und von Gemeinschaft, aber wenn du schaust, dann höhlen unsere Politiker - übrigens quer durch alle Parteien - die sozialen Errungenschaften gnadenlos aus. Nur bezahlen sollen wir sie trotzdem...


Grüße aus Singen

Marc

Du sprichst mir aus der Seele, erst wenn man durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder schlicht und einfach, weil man alt wird es mit den Sozialsystem zu tun bekommt, dann begreift man erst mal, das vieles nur markige Sprüche und falsche Versprechungen sind, reine Makulatur untermauert von einer exessiven Bürokratie, die unfähig ist außerhalb der sogenannten "Aktenlage" Entscheidungen zum wohle des Menschen zu treffen.
Politik, Verwaltungen, Behörden, Justiz etc. haben sich dermaßen mit Gesetzen, Vorschriften, Verordnungen und Beschlüssen zugemauert, das die oft genug selber den Überblick verlieren, das Thema hier zur Verkehrsinfrastruktur beweist das auf ganzer Linie.
Aus eigener bitterer Erfahrung kann ich sagen, die positiven Errungenschaften, die man unserem Land nach dem zweiten Weltkrieg mit der Demokratie und dem Grundgesetz auf den Weg gegeben hat, werden verwässert und untergraben zum wohle der Eliten und Wirtschaft wo es nur geht. Ein Helmut Kohl und eine Angela Merkel, beide aus einer Partei die sich "christlich demokratisch/christlich sozial" nennt, haben in den letzten Jahrzehnten maßgeblich mit dazu beigetragen.
Es muß meiner Meinung nach noch einen Rechtsruck geben in der Gesellschaft, erst dann wachen vielleicht einige sogenannte Volksvertreter auf und erkennen, das hier viele Bereiche im Land entschlackt werden müssen und ein gerechterer Umgang mit dem Volk in die Politik einzieht.
Klappt das nicht, dann wird sich Deutschland unter Umständen in eine nicht zu stoppende Abwärtsspirale verwandeln, während der Rest der Welt sich in Gesellschaften, Wirtschaft und vorallen Technologien immer schneller dreht...
Die Mentalität des deutschen Völkchens müsste sich insgesamt auch ein bischen drehen, man muß der Politik zwar den Spiegel vor die Nase halten, aber es wird schon oft unverhältnismäßig gemeckert, genöselt, alles schlecht gemacht und angezweifelt, wie wohl sonst in keinem anderen Land, ewig gestrige, Pragraphenreiter, selbsternannte Alleswisser -und könner, die mit ihren Kommentaren manch einem abgeklärten Bürger in den Tageszeitungen regelmäßig die Tränen in die Augen treiben und man sich fragt, wo Arbeiten die eigentlich und machen anderen das Leben schwer.
Alles etwas gelassener sehen, die Augen nicht nur immer stramm geradeaus, das Moderne und Neue nicht sofort verteufeln und etwas weniger Ellenbogenmentalität, auch mal zurückstecken können, würde alleine schon viel Positives bewegen.

Gruß

Dieser Post wurde am 11.12.2017 um 17:55 Uhr von Graf Koks editiert.
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040 — Direktlink
18.07.2018, 21:37 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Hab' ich Euch schon erzählt, dass die Autobahnstaus echt behindert sind in Deutschland? Montag morgen um 07.00 Uhr, LKW-Schlangen bis zum Horizont, rechte und mittlere Spur. Auf der behinderten A5 Dauer-Baustelle südlich von Karlsruhe bewegt sich 1 Muldenkipper alle 500 m, bloss nicht überanstrengen bitte!!

Bei Bruchsal muss jetzt eine lächerliche Autobahnbrücke neu gebaut werden (die überspannt gerade mal 2 Gleise und einen Bach, Spannweite gefühlte 15 m), das dauert bis 2021!!! 10 km Stau, weil die Autobahn jetzt über einen behinderten Bypass verschwenkt wird.

Alter Falter!!!

Sowas dauert in China 2 Wochen, dann ist das da gefixt.

gruss hendrik
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041 — Direktlink
18.07.2018, 21:55 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Hendrik postete
Sowas dauert in China 2 Wochen, dann ist das da gefixt.

Dafür dauert es in China auch nur 2 Wochen, bis es erneut gefixt werden muss.


Tschüs,

Sebastian
--
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18.07.2018, 22:02 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Sebastian Suchanek postete

Zitat:
Hendrik postete
Sowas dauert in China 2 Wochen, dann ist das da gefixt.

Dafür dauert es in China auch nur 2 Wochen, bis es erneut gefixt werden muss.

Bei uns aber auch....manchmal zumindest

gruss hendrik
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043 — Direktlink
28.01.2020, 09:13 Uhr
baroni

Avatar von baroni

Mit den speziellen Spezial-Spezialisten der CSU in die Infrastruktur-Apokalypse

- https://www.heise.de/security/meldung/Emotet-IT-Totalschaden-beim-Kammergericht-Berlin-4646568.html
(Um nur mal den aktuellsten Fall aus einer schier unendlichen Kette zu benennen)

Wo ist Hotte Seehofer, wenn man ihn braucht?
Wollte er uns nicht mit seiner neuen Cyber-Truppe genau davor beschützen?

https://www.bsi.bund.de/.../cyberabwehrzentrum_node.html

Gruß,
Thorsten
(baroni)
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