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Hansebubeforum » Technik » Elektrofahrzeuge » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
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16.09.2021, 20:15 Uhr
Kufi

Avatar von Kufi

Das Thema der Zukunft.

Den Anfang macht ein Iveco , der aus Ulm kommt.

VG Michael
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001 — Direktlink
14.10.2021, 22:43 Uhr
AFaB



Hallo allerseits,

Friderici und Galliker aus der Schweiz testen 100% elektrisch:

https://youtu.be/TFWY5IZ-X8I

Das dazugehörige Datenblatt:
https://www.friderici.com/friderici-wp//wp-content/uploads/2021/10/friderici-special-dossier-de-presse-camion-electrique.pdf

Gruß aus OWL

Quelle:
Friderici Special SA / Facebook

AFaB

Dieser Post wurde am 14.10.2021 um 22:52 Uhr von AFaB editiert.
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002 — Direktlink
10.05.2022, 09:47 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo,

neulich in Leipzig habe ich mir mal einen der VDL citea SLF-E 120 Elektrobusse der Leipziger Verkehrsgesellschaft beim Laden an der Endhaltestelle Connewitzer Kreuz etwas genauer angeschaut:











Der Stromabnehmer auf dem Dach für das Nachladen an der Endhaltestelle sieht wie ein System von Schunk aus. In diesem Video aus Münster sieht man den Stromabnehmer in Bewegung.

Was als Probebetrieb vor einem Jahr began, schien mir bei meinem Besuch in Leipzig Mitte April 2022 ganz gut zu laufen.

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit allen Auto&Bus-Bildern in voller Auflösung.
--
Mal was ganz Anderes: Marion Walking Dragline aus Constructor (Holzbaukasten)
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003 — Direktlink
11.05.2022, 18:54 Uhr
Ulrichkober



Hallo zusammen,
ich möchte hier mal einen Punkt in den Raum stellen und fragen ob ihr auch das schonmal gehört habt oder was ihr meint.
Es dreht sich hierbei um die Batterien,Herstellung Haltbarkeit.
Ich habe eine PV Anlage mir vor 9 Jahren mit einem Speicher System angeschafft es waren Blei Akku Batterien,wie es so will haben die Batterien brav
nach Ablauf der Garantie ihren Geist aufgegeben.Ein neues Speichersystem kostet mit Einbau über 4500.- Euro.
Die Frage nun wie sieht es aus mit der Haltbarkeit bei den Batterien von den Elektroautos????. Mir hat ein Kollege in der Firma erzählt die Stadt Nürtingen hätte sich 2 Elektro Sprinter angeschafft und eins oder beide Fahrzeuge müssten nach 3 Jahren wegen defekten Batterien ersetzt werden.
Wenn sowas der Fall wäre oder vielleicht ist es nur die Ausnahme sind ältere
Elektrofahrzeuge nicht verkäuflich,weil die Batterien angeblich mehrere tausend Euro kostet-
Was meint Ihr.

mfg Ulrich
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004 — Direktlink
12.05.2022, 09:23 Uhr
frechdax67



Hallo Ullrich,

da sprichst Du ein sehr heikles Thema an, welches leider nur all zu gerne unter den Tisch gekehrt wird. Stand Heute halten Akkus im Fahrzeug ca. 1000 Ladezyklen, wobei bis jetzt nicht näher geklärt ist wie sich Teilladungen auf die Lebensdauer auswirken. Wenn Du die Artikel in efahrer chip liest, da wird bei den neuesten Akkus von bis zu 3000 Ladzyklen gesprochen. Doch die Brille finde ich sehr "rosa" gefärbt. Gehe eher davon aus, dass ein Akku nach etwa weiterhin 1000 Ladezyklen oder etwa 10 Jahren defekt sein wird. Mit der Konsequenz, dass Du dann Edelschrott Dein eigen nennst. Die Preise für Akkus fallen, jedoch Kosten diese immer noch zwischen 10.000 bis über 40.000 Euro.
Ich kenne niemanden, der so viel Geld in ein "normales" Auto investiert und auch nicht in Elektrofahrzeug.
Die ach so schlimmen Verbrenner können da noch viele Jahre weiter gefahren werden.
Wobei, es ist ja nicht der Verbrennungsmotor schlecht, sondern der verwendete Kraftstoff.
Doch E-Fuels spielen in der EU und Deutschland keine Rolle und haben keine Lobby.

Gruß

Thilo
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005 — Direktlink
12.05.2022, 19:55 Uhr
Ulrichkober



Hallo Thilo,

danke für die Info,man müsste mal definieren was ein Ladezyklus ist bei meinen
PV Batterien allerdings Blei Akku haben sie von 2500 gesprochen und das waren
nicht einmal 5 Jahre danach war das Thema Strom speichern weg.
Schade eigentlich aber was willst du da machen um das Geld kann man einiges an Strom kaufen.Das groteske ist nur das man so auf die E Mobilität abfährt.
Hätten unsere Autobauer das Geld was sie wegen der Dieselmauschelei an Strafen und Entschädigung bezahlt haben in die Entwicklung eines sauberen Diesel hineingesteckt so wäre diese Thema sicher nicht so heis gekockt geworden.Mein KFZ Mann hat mal gesagt dieser konzern um fiat und Ko hätte einen Dieselmotor entwickelt der Euro 7 Norm erfüllt.

mfg Ulrich
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006 — Direktlink
14.05.2022, 07:02 Uhr
baroni

Avatar von baroni

Mit den Batterien ist es halt wie mit den Verbrennungsmotoren. Man steckt nicht wirklich drinnen, wie Hart der Vorbesitzer diese heran genommen hatte... wenn man das Protokoll nicht auslesen kann.
Eine Batterie, die ständig von Null auf Hundert Prozent geladen und dazu noch so schnell wie möglich... aber über keinerlei aktiver Kühlung oder Heizung verfügt - wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell den Geist aufgeben.
Ich denke das sollte jedem klar sein.

Wenn man heute Motor und oder Getriebe im Falle des Falles nur durch ein Neuteil vom Hersteller tauschen könnte, wären Defekte nach dem Gebrauchtkauf auch immer ein finanzieller Totalschaden.
Aber zum Glück gibt es ja Austauschmotoren, Ersatzteile oder spezialisierte Werkstätten, die so was reparieren können.
Das ist bei Akkus noch nicht der Fall... zumindest hier noch nicht. In den Staaten gibt es schon erste Betriebe, die sich auf die Reparatur von Akkus spezialisiert haben. Das wird auch hier kommen, ganz sicher!

Die Sache mit dem Verbrennungsmotor im Pkw ist gegessen!
Das Ding wird mit keinem vertretbaren technischen Aufwand sauberer werden, das sollte jedem klar sein.
Aber, was viele noch gar nicht auf dem Zettel stehen haben, ist dessen grottenhafte Effizienz.
Wer weiß denn schon, daß nach über 1oo Jahren Entwicklungszeit noch immer über 2/3 des getankten Treibstoffes absolut ungenutzt quasi lärmend und stinkend zum Auspuff hinaus geblasen werden.
Der Mensch hat sich daran gewöhnt, das der Verbrenner im Pkw maximal 1/3 des teuer bezahlten Kraftstoffs in Bewegungsenergie umsetzen vermag.
Warum sollte man einen solch schlechten Motor jetzt auch noch mit Kraftstoffen füttern, die in der Herstellung um ein vielfaches mehr Energie benötigen?
Wäre das nicht 'Perlen vor die Säue werfen!'?

Aus den selben Gründen wurden einst die Dampfmaschinen abgelöst und die Menschheit hat das überlebt.

Gruß
Thorsten
--
Aktueller denn je:
Wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur erwachen! ©@bisher unbekannter Autor
... aber wenigstens keine Augenringe haben.
©@Christine Prayon
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007 — Direktlink
14.05.2022, 20:02 Uhr
Kufi

Avatar von Kufi

Guten Abend zusammen,

das wäre auch eine Möglichkeit, das Problem mit der verbrauchten Batterie zu umgehen.

VG Michael
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008 — Direktlink
15.05.2022, 00:02 Uhr
Schmidti




Zitat:
baroni postete
Aber, was viele noch gar nicht auf dem Zettel stehen haben, ist dessen grottenhafte Effizienz.
Der Mensch hat sich daran gewöhnt, das der Verbrenner im Pkw maximal 1/3 des teuer bezahlten Kraftstoffs in Bewegungsenergie umsetzen vermag.

Und wo kommt der Strom her den du tankst?
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009 — Direktlink
16.05.2022, 09:36 Uhr
frechdax67



Hallo Thorsten,

ob dass mit dem Verbrenner gegessen ist, wird sich noch zeigen. Im Moment wird durch die Politik die E-Mobilität gepuscht und durch nichts anderes.
Auch die Dampfmaschine wurde viel zu früh aufgegeben, da liegt der Wirkungsgrad auch deutlich höher, wie jemals vermutet wurde. Schau Dir mal die letzten Entwicklungen an, dann wirst Du staunen.
Doch wir sind bei Verbrenner. Die fahren schon seit geraumer Zeit mit einem Wirkungsgrad zwischen 45 bis über 50 %. Die Elektromotoren mit bis zu 97 %. Doch komisch ist und es wird auch nicht gern darüber gesprochen über die Leitungsverluste vom Kraftwerk bis in den Akku. Ach und dann schau Dir mal unsere ach so potenten E-Renner an. Wie lange können die ihre unglaublichen Leistungen abgeben. Gar nicht so lange denn dann ist der Akku zuerst zu kalt, dann zu warm. Dann bleiben von den ehemals über 600 PS noch nicht mal die hälfte als Dauerleistung übrig und das bei einem Gewicht von irgendwo um die 2500 kg und mehr. Was für ein Leistungsgewicht.
Tja der Verbrenner ist so tot, dass Mazda neue Reihensechszylinder als Benziner mit 3 Liter und als Diesel mit 3,3 Liter Hubraum angekündigt hat. Laut Eigenauskunft von Mazda sein Euro 7 kein Problem, wobei die Norm schon ganz schön happig wird. Ich verteufle die E-mobilität nicht. Sie macht Sinn, nur nicht überall. Wir sollten und müssen für alle Konzepte offen sein. Das fordern Techniker seit geraumer Zeit. Wir könnten dem Ziel der CO2 Reduktion schon viel näher sein, würde nicht der Staat und allem voran das Bundesumweltamt alles was Alternativen darstellt unterbinden.
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010 — Direktlink
16.05.2022, 09:55 Uhr
JensHG



Ich finde viel verwerflicher die Aussage wir haben schon so viele Überzeugt.

Wer wurde da überzeugt?

Ja genau Firmenfahrzeuge. Weil sie pro Versteuerten KM weniger zahlen und die generelle Versteuerung auf 0 geht... Da wurden die nur überzeugt durch ich muss weniger bezahlen.

Das hat nicht´s mit Überzeugung zu tun.

Aber alle tun so als hätten wir schon den riesen Erfolg das sooo viele E-Autos wollen....

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011 — Direktlink
16.05.2022, 10:27 Uhr
WeimerAn



Ich sehe in der ganzen Thematik noch einen ganz anderen Zusammenhang; nämlich den Globalen.
Schaut man sich die Statistiken über die Metropolregionen dieser Erde an, kann man erstaunliches feststellen.
• Die drei größten Metropolregionen dieser Erde haben gemeinsam so viele Einwohner, wie Deuschland!
• Die größte Stadt Deutschlands, Berlin mit 3.6 Mio Einwohnern, liegt in diesem Ranking auf Platz 91! Berlin ist gewissermaßen ein Dorf.
- Selbst wenn wir kleines Deutschland es schaffen, Klimaneutral zu werden; was hat die Welt davon?
- Selbst wenn wir es schaffen, ein ganzheitliches & technologisch hochwertiges Antriebskonzept zu entwickeln, wie und in welchem Zeitraum soll das über die ganze Welt verteilt werden?
Ich bin überzeugt, dass der Mobilitätsanspruch der ganzen Menscheit das eigentliche Problem ist.
Und das zeigt, dass das Umdenken bei dem Einzelnen beginnen muss.
- Solange ich weiß, was "die Anderen" tun müssen, habe ich es selbst noch nicht begriffen.
- Ich bin gefordert, zu Fuss oder mit dem Fahrrad zum Einkaufen zu gehen/fahren (nur um ein Beispiel zu nennen. Die Liste lässt sich beliebig erweitern)
- ...
Damit beginnt eine reele Energiewende.
--
LG aus NRW
Andreas

Dieser Post wurde am 16.05.2022 um 10:30 Uhr von WeimerAn editiert.
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012 — Direktlink
16.05.2022, 20:05 Uhr
Kufi

Avatar von Kufi


Zitat:
Selbst wenn wir kleines Deutschland es schaffen, Klimaneutral zu werden; was hat die Welt davon?
- Solange ich weiß, was "die Anderen" tun müssen, habe ich es selbst noch nicht begriffen.

Schau mal WeimerAn, du hast dir quasi selber die Antwort gegeben.
Und die Welt sieht in Deutschland einen Vorreiter.

VG Michael

Dieser Post wurde am 16.05.2022 um 20:11 Uhr von Kufi editiert.
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013 — Direktlink
02.06.2022, 09:06 Uhr
Thomas M



Wenn wir hier schon über die klimatischen Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme sprechen, sollten wir in die Betrachtung auch mal die Herstellung und Entsorgung moderner Akkus mit einbeziehen. Alleine wie und unter welchen Bedingungen die nötigen Rohstoffe wie seltene Erden gewonnen werden... Oder das die Akkus gefährlicher Sondermüll sind!

Ich stelle mir die Frage warum wir nicht, wie in Japan sehr erfolgreich bewiesen, der benötigten Strom im Fahrzeug direkt durch Wasserstoff erzeugen. Klar muss da auch eine Pufferbatterie vorhanden sein. Aber die ist deutlich kleiner als das was heute im E-Auto verbaut ist. In Japan werden mittlerweile Häuser mit Wasserstoff beheizt. Außerdem bietet Wasserstoff die Möglichkeit den ökologisch erzeugten Strom nahezu verlustfrei zu transportieren und zu lagern. Es gibt meines Wissen nach hierzu auch Tests in Spanien und Marokko mit s.g. Solarrinnenkraftwerken. Hier wird mit "Hilfe der Sonne" entsalztes Meerwasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Beides wichtige Industriegase!

Im Raum Frankfurt / Main wird ab dem Winter 2022 ein Teil (nicht elektrifizierte Strecke) des RMV Netzes mit Wasserstoffzügen befahren. Die Tankstelle dazu wird gerade im IPH (frühre Höchst AG) gebaut.

https://www.lok-report.de/news/deutschland/aus-den-laendern/item/31419-hessen-rmv-vergibt-taunus-wasserstoffnetz-an-db-tochter-start.html

https://www.industriepark-hoechst.com/de/stp/menue/presse-aktuelles/news/2020/10/26/startschuss-fuer-die-erste-wasserstofftankstelle-fuer-passagierzuege-in-hessen.html
--
LG aus dem Taunus

Thomas M

Dieser Post wurde am 02.06.2022 um 09:08 Uhr von Thomas M editiert.
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014 — Direktlink
02.06.2022, 12:05 Uhr
WeimerAn



Mir ist die H2-Technologie auch sympatischer. Leider ist das H2-Tankstellennetz nicht so gut ausgebaut.
Siehe https://h2.live/
Wenn man eine Tankstelle in greifbarer Nähe hat, ist das sicher eine sinnvolle Alternative. Aber wenn man zum Tanken 20 km oder mehr fahren muss, darf man den Sinn schon in Frage stellen.
--
LG aus NRW
Andreas
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015 — Direktlink
02.06.2022, 19:35 Uhr
Fabrikschubser



Wenn ich die 20 km

jetzt in den Kontext zu nutzbaren, schnellen und freien E-Säulen stelle sind
die H2 Tankstellen quasi direkt hinter meinem Sofa..
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016 — Direktlink
02.06.2022, 19:41 Uhr
WeimerAn



Das kann man so und so sehen.
Ein E-Auto kann man immerhin auch Zuhause an der eigenen Steckdose laden. Es dauert zwar länger; aber es geht.
Bei einem H2-Auto ist das aber überhaupt nicht denkbar.
Die 20km waren übrigens fiktiv. Ich müsste 65km bis zum Flughafen Köln-Bonn.
--
LG aus NRW
Andreas

Dieser Post wurde am 02.06.2022 um 19:45 Uhr von WeimerAn editiert.
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017 — Direktlink
02.06.2022, 21:32 Uhr
thomsen



Auch ich verstehe nicht, warum man in Sachen E- Mobilität bzw. bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen nicht mehrgleisig fährt, und das Thema Wasserstoff - zumindest in Deutschland - weitgehend ausblendet.

Haben sich die Entscheidungsträger - in diesem Falle die Politiker - von den Lobbyisten bequatschen lassen, sind sie naiv oder verschließen sie einfach die Augen vor der Realität ? Oder von allem etwas ?

Nein, liebe Entscheidungsträger - nicht ein jeder im Lande Schland wohnt in einem eigenen Einfamilienhaus mit eigener Zufahrt und eigener Garage mit eigener Lademöglichkeit für das E- Auto, und - nein - nicht ein jeder nennt zumindest einen eigenen Stellplatz auf dem Grundstück, auf einem Firmenparkplatz oder einen Tiefgaragenstellplatz mit einer Wallbox sein Eigen. Und - ja - es gibt sie tatsächlich, die Leute, die im dritten Stock eines Mehrfamilienhaues zur Miete wohnen und wenn sie denn ein KFZ besitzen, zur Spezies der sog. „Laternenparker“ gehören.

Ich empfehle allen Entscheidungsträgern z.B. aus Düsseldorf (für NRW) oder z.B. aus Berlin einen Ausflug nach z.B. Essen Rüttenscheid zu unternehmen. Da können sie sich dann mit einem Kaffee auf der Rü stärken, und anschließend ein paar Stunden durch die benachbarten Stadtteile spazieren gehen, die als Wohngegend sehr beliebt sind, und allesamt durch die sog. „geschlossene Bauweise“ mit mehrgeschossigem Wohnungsbau auffallen - also eben nicht von locker plazierten Einfamilienhäusern gebildet werden. Auf ihrem Gang durch die Stadtteile sollten sie sich dann einmal bewusst die Vielzahl der dichtgedrängten, auf allen möglichen und unmöglichen Flächen geparkten Fahrzeuge ansehen und nebenbei die vorhandenen öffentlichen Ladesäulen für die E- Autos zählen.

Ich denke, die beiden Finger an den Händen sollten dafür fast reichen. Wobei dieses Beispiel wohl auf annähernd alle größeren Städte hier im Lande übertragen werden kann. Für die oben benannte Spezies ist der Erwerb eines E- Autos zum jetzigen Zeitpunkt mit der zur Zeit vorhandenen - oder besser - eben nicht vorhandenen Lade- Infrastruktur eigentlich nicht diskutabel. Ich sage es mal etwas zynisch : Wenn nicht irgendwann alle sechsmeterfünfzich so eine Ladesäule am Straßenrand steht, dann wird das nie was mit der E- Mobilität - zumindest nicht mit der Technik, wie sie zur Zeit fast ausschließlich forciert und gepriesen wird.

Einmal ganz von der technischen Machbarkeit abgesehen (vorh. Kabel im Erdreich und deren Leistungsfähigkeit) - wer soll das zahlen ? Wer will das zahlen ? Und - im Kern ist es ja auch gar nicht gewollt, dass alle, die heute mit einem Verbrenner unterwegs sind, eines Tages mit einem eigenen E- Auto unterwegs sind. Miet- und Mitfahrkonzepte, „car- sharing“ Projekte und bestenfalls der Verzicht auf das eigene KFZ und der Umstieg auf das Lastenfahrrad und das Gespenst des „autonomen Fahrens“ sollen das Thema voranbringen. Warum werden dann aber heute die Autobahnen allerorten von vier auf sechs Spuren ausgebaut ?

Warum also wird nicht parallel auch ernsthaft z.B. die Wasserstofftechnik - also die Möglichkeit, in wenigen Minuten an einer Tankstelle den Treibstoffvorrat wieder aufzufüllen, ernsthaft weiter entwickelt ? Oder z.B. Akku- Wechselsysteme, die ähnlich wie ein Tankvorgang den Fahrer oder die Fahrerin nach wenigen Minuten weiter voranbringen ?

Warum werden derzeit in der Stadt Fernwärmerohre in den Straßen eingebuddelt, obwohl die Kraftwerke, die derzeit noch die Wärme liefern, bald abgestellt werden ? Aber das ist ein anderes Thema.

Gruß Thomsen
--
Wir bauen auf und reissen nieder, so haben wir Arbeit - immer wieder !

Dieser Post wurde am 02.06.2022 um 22:21 Uhr von thomsen editiert.
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018 — Direktlink
02.06.2022, 22:54 Uhr
Wilfried E.

Avatar von Wilfried E.

Hallo Thomsen,

eine echt konkrete und detaillierte Ausführung zu den Problem die anstehen, aber von den Politikern nicht gesehen werden (wollen).

Ich kann mich deinen Ausführungen nur anschließen.
--
Gruß aus Pulheim
Wilfried Euskirchen

(Meine hier gezeigten Bilder unterliegen dem Urheberrecht)

--Was Du heute nicht erledigst, musst Du morgen nicht korrigieren--
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019 — Direktlink
03.06.2022, 08:36 Uhr
Thomas M



Hallo Thomsen,

ich bin absolut bei dir. Die Wasserstofftechnik ist aber schon sehr weit entwickelt! Schon vor über 15 Jahren hat ein Freund von mir bei einer kleinen Firma im IPH Höchst an der Technik mitentwickelt. Sie haben sogar, als Prototypen, Handys und Laptops mit Brennstoffzellen ausgerüstet. Die Firma samt Technik wurde dann in die USA verkauft und ein Jahr später geschlossen.... Noch Fragen????

Aktuell weiß ich von einem Unternehmen (Namen darf ich aus beruflichen Gründen nicht sagen) welches im Bereich LKW an Brennstoffzellen als Antrieb arbeitet.
--
LG aus dem Taunus

Thomas M
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020 — Direktlink
09.06.2022, 14:51 Uhr
Ulrichkober



hallo zusammen,

ich habe mal bei mobilie.de nachgeschaut von 1,2 Millionen angebotenen
Fahrzeugen gibt es 173 Fahrzeuge mit Wasserstoff/Brennstoffzelle betrieb.
In der Preisklasse von 80000 Euro für einen Neuwagen bis 25000.- für ein 2017/18 Modell.

mfg Ulrich
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021 — Direktlink
11.06.2022, 21:25 Uhr
Kufi

Avatar von Kufi

Ich glaube, dieser Kommentar beschreibt ganz gut die jetzige Situation.

Dennoch finde ich den Schritt weg vom klassischen Verbrennungsmotor hin zu neuen Antriebskonzepten spannend und man sollte sich den Neuen nicht verschließen.

Wir sind erst am Anfang und vieles erscheint noch nicht schlüssig.

Aber ich bin mir sicher das in den nächsten Jahren noch viel neues kommen wird.
Man denke nur an die Entwicklung vom Autotelefon zum Handy bis zum heutigen Smartphone.

Ich schätze mal das PKW `s und Kleintransporter einschl. 12 Tonner hauptsächlich elektrisch fahren werden und der Schwertransport auf Wasserstoff mit oder ohne Brennstoffzelle setzt.

Ich freue mich jedenfalls darauf, hier in diesen Thread viele Fahrzeuge und Erfahrungsberichte zu sehen/zu lesen .

VG Michael

Dieser Post wurde am 11.06.2022 um 21:26 Uhr von Kufi editiert.
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022 — Direktlink
14.06.2022, 21:59 Uhr
thomsen



Die Tage steht bzw. stand in mehreren Tageszeitungen ein Artikel zu eben genau jenem Mißstand, den ich in Posting 017 beschrieben habe. In der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) war heute auf der unteren Hälfte des Titelblattes ein Bericht dazu abgedruckt. Im Artikel ist ein Verhältnis von vorh. Ladesäulen / zugelassene E-Autos von im Schnitt eine Lademöglichkeit zu etwa 20-30 KFZ angegeben . Dieses Verhältnis liegt mir doch etwas zu nahe beieinander - ich behaupte jetzt einfach mal, dass auf eine Säule derzeit gefühlt locker etwa 100 PKW kommen - zumindest was die öffentlich zugänglichen Lademöglichkeiten in den Wohnvierteln der Stadt betrifft.

Dazu kommen dann die unterschiedlichen Bezahlsysteme. Wenn ich mit meinem E- Auto mit z.B. "Dortmund-Strom" nach Hamburg fahre, muss ich mir dort als "Fremdlader" ggf. erst mal bei "Hamburg-Strom" eine App runterladen und mich dort registrieren, und darf bzw. muss dann zu schlechteren Tarifen Strom saugen, als wenn ich ein "Hamburger Jung" wäre, der regelmäßig bei „Hamburg-Strom“ lädt. Mit welchem Recht ? Ich zahle an einer x-beliebigen Tanke in Coesfeld ja auch nicht mehr, nur weil mein Nummernschild mit z.B. CUX anfängt. Gut - es mag auch derzeit schon überregionale Bezahlformen geben, bei denen das nicht der Fall ist und die auch an den Ladepunkten sämtlicher Betreiber funktionieren. Lasst mich im Zweifel bitte nicht dumm sterben.

Irgendwann klappt dann vielleicht sogar überall das einfache Bezahlen mit z.B. der EC- Karte an der Säule - egal, von welchem Betreiber die Säule ist - so, wie es ja aktuell gefordert wird. Und irgendwann gibt es vielleicht doch eine erkleckliche Zahl von öffentlichen Ladesäulen auch da, wo die Menschen wohnen - in den Wohnvierteln der Stadt, die überwiegend oder ausschließlich von mehrgeschossigem Wohnungsbau gebildet werden. Dann kommen wir schon zum nächsten Problem: Vergleichbar mit einem Restaurantbesitzer, der nicht will, dass sich der Gast nach seinem Mahl noch stundenlang an seinem Tisch aufhält, ohne für weiteren Umsatz zu sorgen, will der (private) Ladesäulenbetreiber es auch nicht, dass der gemeine Lader nach seinem Feierabend den Wagen um 19.00 Uhr an die Ladesäule anstöpselt, und anschließend nach Hause geht, um am nächsten Tag um 7.30 Uhr den Wagen von der Säule zu trennen um dann zur Arbeit zu fahren.

ENBW - und nicht nur dieser Betreiber - geht da jetzt schon mit „gutem“ Beispiel voran, und deckelt die Ladezeit auf vier Stunden. Wobei auch dort nicht gleiches Recht für alle gilt, und ENBW- Kunden eine weitere Stunde Schonfrist eingeräumt wird - Fremdlader „dürfen“ direkt ab der 241 ten Minute Ladezeit Strafe zahlen :

https://efahrer.chip.de/news/schlechte-nachrichten-fuer-draussen-lader-enbw-fuehrt-zeitstrafe-ein_103127

Man kommt sich vor, wie weiland im wilden Westen, wenn der staubige Reiter den Saloon betritt und Argwohn und Missgunst den Raum füllt: „Was darf' s denn sein, Fremder ?“

Diese Strafe für das Blockieren der Lademöglichkeit beläuft sich auf derzeit 10 EURO- Cent pro Minute - also sechs EUR die Stunde, wobei der Höchstsatz - ähnlich den Gebühren in einem Parkhaus - auf derzeit etwa 12 EUR begrenzt ist. Was für den Säulenbetreiber finanziell Sinn macht (es geht immer nur um Geld ...), ist für Laternenparker nach Feierabend ein Ärgernis :

Um nicht unnötig Geld zu verbrennen, sollte sich der Lader, wenn der Ladevorgang nach etwa vier Stunden abgeschlossen ist, dann am späten Abend nochmals zu seiner Ladesäule begeben, um sein KFZ dort zu entfernen und Platz für den nächsten Kunden machen. Besonders viel „Spaß“ wird dieses Ritual dem Laternenparker dann bei strömendem Regen im Herbst und Winter machen... Zumal im Anschluss ein Teil des geladenen Stroms beim Drehen von Runden durch die Wohnviertel auf der Suche nach einem freien Stellplatz für den Rest der Nacht gleich wieder drauf geht. So erschallt dann der rege Parksuchverkehr am späten Abend und das ewige - dann sogar vorgeschriebene „Ding-Ding“ oder "Gong-Gong“ oder „Miep-Miep“ der akustischen Warneinrichtungen beim Einparken und das abschließende Türen- zuknallen durch die wärmegedämmten Viertel. Laden im eigenen Wohnviertel über Nacht oder zumindest nach Feierabend wird für viele der Spezies „Laternenparker“ nur eine Option im Notfall werden.

Auch sollte man sich dann tunlichst das „Feierabend- Bier“ oder das Glas Wein zum Abendessen verkneifen, wenn man nicht angeschickert im Dunklen und bei Regen beim späteren „Wagen- Umparken“ zu fortgeschrittener Uhrzeit einen Parkrempler riskieren will.

Gruß Thomsen
--
Wir bauen auf und reissen nieder, so haben wir Arbeit - immer wieder !

Dieser Post wurde am 14.06.2022 um 22:04 Uhr von thomsen editiert.
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023 — Direktlink
14.06.2022, 22:34 Uhr
Wilfried E.

Avatar von Wilfried E.

Hallo Thomsen,
wieder ein Artikel den ich nur voll und ganz untersreichen kann. Die Chinesen bauen demnächst serienmäßig Wasserstoffautos/Brennstoffzelle und machen Japan und Südkorea dicke Konkurrenz. Die deutschen Autobauer könnten das auch aber kleben noch an dem Elektroantrieb mit Batterie. Wie soll das dann im Sommerurlaub an den Autobahnladesäulen aussehen ???

Ich warte noch auf ein bezahlbares Serienfahrzeug mit Wasserstoff/Brennstoffzelle als Stromer. Es könnte aber sein, das vor der ersten Lieferbarkeit meine eigene Haltbarkeitsdauer abgelaufen ist.
--
Gruß aus Pulheim
Wilfried Euskirchen

(Meine hier gezeigten Bilder unterliegen dem Urheberrecht)

--Was Du heute nicht erledigst, musst Du morgen nicht korrigieren--
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