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Hansebubeforum » Krane und Schwerlast historisch » Demag TC 3600 (Quicklifter) » Threadansicht

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06.12.2011, 21:13 Uhr
Schmidti



Moin!
Es wurde ja nun schon einiges zur Fuktions- und Arbeitsweise des Quicklifters geschrieben. Ich möchte aber auch noch mitteilen, wie ich mir das so denke.

Klassischer Derrickbetrieb bedeutet doch eigentlich immer, dass der Kran ohne oder mit geringem Derrickballast in Position geht, die Last angeschlagen wird und dann von einem Hilfskran Ballast aufgelegt wird. Oder der Ballast steht schon an Ort und stelle, wird nur angebolzt und "durch die Last" angehoben. Umfangreich dokumentiert z.B. bei der Demontage einer Mainbrücke (?) durch den AK 850-1. Das dürfte auch beim Quicklifter genau so gelaufen sein, nur dass dieser immer etwas Teilballast brauchte, um den fehlenden Oberwagenballast zu ersetzen. Wann sich wie viel Ballast auf der Grundplatte befinden kann, hängt natürlich von der Situation ab (Last? Auslegerlänge, Derricklänge..) und muss so gewählt werden, dass der Kran weder umkippt noch irgendwo was bricht.

Beim Quicklifter müssen die Hydraulikzylinder zu deutlich mehr zu Nutze gewesens ein, als nur den Derrick anzuheben. Die Zylinder sind das einzige Element, das wirklich Drehmomente aufnehmen kann. Sämtliches Drehmoment dass aus der Differenz aus Last und Ballast entsteht und in die Abstützung abgeführt werden soll, muss von den Zylindern aufgenommen werden. Ob dies verbolzt oder unverbolzt gilt sei erstmal offen.
Umkerschluss: Nehemen die Zylinder keine (sehr) signifikanten Kräfte auf, kann auch kein Drehmoment in den Drehkranz abgeleitet werden. Das Bedeutet aber, dass der Schwerpunkt des Krans praktisch im Drehkranz liegen muss. Dann kann ich mir aber die gesamte Abstützbasis sparen und den Topf einfach auf die Erde stellen :-/
=> Die Abstützbasis kann ich nur dann nutzen, wenn ich das Drehmoment auch durch den Drehkranz leiten und es dann von den Hydraulikzylindern aufgenommen werden kann!

Beispiel: Der Kran hat eine Abstützbasis von 14x14 Meter. Nehmen wir mal an, der Schwerpunkt liegt 5 Meter von der Drehkranzmitte entfernt (weit innerhalb der Abstützbasis) und der Kran wiegt 300t Ballast + 100t Mast + 100t Last = 500t. Macht also 2500 mt ! Das dürfte mehr sein, als die Hydraulikzylinder eines AC 700 übernehmen müssen (ich vergleiche hier Drehmomente!) und die Geometrie beim TC 3600 dürfte noch zu deutlich höheren Kräften (das was wirklich zählt) in den Zylindern geführt haben. (Alle Zahlen nur als Beispiel gewählt um Größenordnungen abzuschätzen)

Bei meinen Überlegungen mache ich keine Aussage, ob das ganze verbolzt oder unverbolzt gilt. Ersteres ist natürlich relativ uninteressant. Ich gehe aber davon aus, dass das auch unverbolzt gilt. Hier wurde nämlich definitiv nicht verbolzt:

Zitat:
Hajo postete


Für mich ist klar, dass die Hydraulik sehr kräftig war und viel Drehmoment übernemen konnte und dies auch in jeder Situation, sowohl um ohne Last einen gewissen Teilballast anzuheben und zu halten, als auch um mit Last den Derrick zusätzlich niederzudrücken. Wie viel Ballast man bei wie langem Derrick und welchem Winkel noch anheben kann, kann sich jeder in Abhängigkeit von den maximalen Kräften im Zylinder ausrechnen. Bei den oben geschätzten 2500mT und 17m Ballastradius sinds noch weit über 100t. (Dass Zug und Druckbelastung nicht symmetrisch sind, ist mir klar) Natürlich kann man durch Verbolzen der Zylinder das ganze System noch leistungsfähiger machen, aber es muss auch ohne sehr gut gegangen sein und für gewisse Zeiten hat es ganz sicher keine Verbolzungsmöglichkeiten gegeben.

Alles Gute
Schmidti

Dieser Post wurde am 06.12.2011 um 21:19 Uhr von Schmidti editiert.
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051 — Direktlink
06.12.2011, 22:58 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Schmidti postete Beim Quicklifter müssen die Hydraulikzylinder zu deutlich mehr zu Nutze gewesens ein, als nur den Derrick anzuheben.

Die Hydraulikzylinder übernehmen genau die Funktion, die bei einem "klassischen" Derrick-Gittermastkran die Einziehseile des A-Bocks übernehmen - nämlich den Derrick zu halten bzw. auch zu verstellen. Die Anzahl der Seilstränge zum A-Bock bei einem klassischen Gittermastkran gibt in ungefähr die Kräfte wieder, die dort mitunter herrschen können. All das wird beim Quicklifter hydraulisch durchgeführt.


Zitat:
Nehemen die Zylinder keine (sehr) signifikanten Kräfte auf, kann auch kein Drehmoment in den Drehkranz abgeleitet werden. Das Bedeutet aber, dass der Schwerpunkt des Krans praktisch im Drehkranz liegen muss. Dann kann ich mir aber die gesamte Abstützbasis sparen und den Topf einfach auf die Erde stellen

Ja, das ist der Idealzustand, der sicherlich auch mitunter durchfahren wird bei gewissen Lastfällen - aber eben nicht immer. Aber angestrebt werden sollte das ruhig! (Siehe Liebherr LG 1750 - beim Arbeiten mit Hauptmast und Derrick mit Schwebeballast wird die Stützbasis verkleinert, ohne das er umfällt).


Zitat:
Die Abstützbasis kann ich nur dann nutzen, wenn ich das Drehmoment auch durch den Drehkranz leiten und es dann von den Hydraulikzylindern aufgenommen werden kann!

Absolut richtig. Es gibt aber Lastfälle, bei denen braucht man die Abstützbasis vielleicht nur ein einziges Mal - und wenn es beim (bekanntermaßen krassen) Aufrichten eines superlangen Hauptmastes ist. Eventuell braucht man die Abstützbasis dann aber beim eigentlich Hub nicht mehr zwingend.


Zitat:
Nehmen wir mal an, der Schwerpunkt liegt 5 Meter von der Drehkranzmitte entfernt (weit innerhalb der Abstützbasis) und der Kran wiegt 300t Ballast + 100t Mast + 100t Last = 500t. Macht also 2500 mt ! Das dürfte mehr sein, als die Hydraulikzylinder eines AC 700 übernehmen müssen

Das maximale Lastmoment dieses Krans ohne Superlift war 3600 tm (deswegen ja der entsprechende Demag Name ), und das zeigt ja schon die Größenordnung, um die es hier geht. Die Hydraulikzylinder erinnern mich hier (rein prinzipiell) an die vertikal angeordnenten Hydraulikzylinder früherer Telekrane. Diese machten auch nur sehr wenig Hub pro Winkelgrad Teleskopausleger-Verstellung. Ganz extrem in dieser Hinsicht war der Krupp 140 GMT-AT.

Bei diesem finalen Lastfall hier in Kiel wurden entweder die Hydraulikzylinder überlastet - und daraufhin sprühte das Hydrauliköl - oder es war genau umgekehrt; erst sprühte das Öl, und dann schob sich der Zylinder rein. (Ich tendiere zur ersten Möglichkeit).

Aber wie gesagt, nochmal: Alles Spekulatius. Vielleicht ist auch was gänzlich anderes passiert. Das weiß wahrscheinlich nur der Weihnachtsmann.

gruß hendrik
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06.12.2011, 23:15 Uhr
rollkopf

Avatar von rollkopf


Zitat:
Schmidti postete
Moin!
...

Beim Quicklifter müssen die Hydraulikzylinder zu deutlich mehr zu Nutze gewesens ein, als nur den Derrick anzuheben. Die Zylinder sind das einzige Element, das wirklich Drehmomente aufnehmen kann.
...

Alles Gute
Schmidti

Hallo,

Kann mir mal jemand bestätigen, dass es sich um nur einen einzigen Verstellzylinder handelt und der gegenüber nur ein Rohr für den Kraftschluss ist??? Oder hab ich bald n Termin beim Augenarzt???
--
gruss Andreas aka rollkopf

Wissen ist Macht, nichts wissen macht Freizeit
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06.12.2011, 23:45 Uhr
Schmidti




Zitat:
Hendrik postete

Zitat:
Schmidti postete Beim Quicklifter müssen die Hydraulikzylinder zu deutlich mehr zu Nutze gewesens ein, als nur den Derrick anzuheben.

Die Hydraulikzylinder übernehmen genau die Funktion, die bei einem "klassischen" Derrick-Gittermastkran die Einziehseile des A-Bocks übernehmen

Nur dass sich die Einziehseile an dem Oberwagenballast abstützen können, die Zylinder nur am Drehkranz, aber ansonsten passts natürlich.


Zitat:

Zitat:
Die Abstützbasis kann ich nur dann nutzen, wenn ich das Drehmoment auch durch den Drehkranz leiten und es dann von den Hydraulikzylindern aufgenommen werden kann!

Absolut richtig. Es gibt aber Lastfälle, bei denen braucht man die Abstützbasis vielleicht nur ein einziges Mal - und wenn es beim (bekanntermaßen krassen) Aufrichten eines superlangen Hauptmastes ist. Eventuell braucht man die Abstützbasis dann aber beim eigentlich Hub nicht mehr zwingend.

Aber einmal brauchen reicht, damit die Technik es immer hergeben muss... ;-)


Zitat:

Zitat:
Nehmen wir mal an, der Schwerpunkt liegt 5 Meter von der Drehkranzmitte entfernt (weit innerhalb der Abstützbasis) und der Kran wiegt 300t Ballast + 100t Mast + 100t Last = 500t. Macht also 2500 mt ! Das dürfte mehr sein, als die Hydraulikzylinder eines AC 700 übernehmen müssen

Das maximale Lastmoment dieses Krans ohne Superlift war 3600 tm (deswegen ja der entsprechende Demag Name ), und das zeigt ja schon die Größenordnung, um die es hier geht.

Bist du dir da sicher? Klar, ich weiß was draufsteht, aber: Ich bin ganz stolzer Besitzer der Franz Bracht Broschüre "Die Hohe Kunst des Hebens". Zum Zeitpunkt des Drucks war der TC wohl noch das Aushängeschild und es sind recht viele Bilder des Quicklifters drin. Die da angegebenen Lastfälle sind bedeutend höher! 8800mt, 8060mt, 6000mt und 6600mt. Selbst mit werbewirksamem Aufrunden ist das ganz weit weg von den 3600mt! 3600 erscheint mir auch recht wenig, wenn nach meiner Schätzung 2500mt allein durch den Drehkranz aufgenommen werden. Dazu kommt noch das Moment des Derrichballastes z.B. 400t * 18m = 7200mt! (alles nur grob geschätzt, wie immer...)

Da erscheint mir 8000mt schon nicht unrealistisch, auch wenn es verdammt fett klingt. Der dicke Eisenklotz, der in Holtenau durch die Luft gewirbelt wurde, war aber ebenfalls SEHR fett.

Herzlichen Gruß
Schmidti
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07.12.2011, 07:19 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Schmidti postete

Zitat:
Hendrik postete Das maximale Lastmoment dieses Krans ohne Superlift war 3600 tm

Bist du dir da sicher?

Wie gesagt, ohne Superlift. Also nur, wenn das Gegengewicht am kurzen OW-Schwenkteil baumelt (Und dann in entsprechender Höhe, um den UW überschwenken zu können).

Mit SL war das Lastmoment natürlich weit höher.

gruß hendrik
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055 — Direktlink
07.12.2011, 09:21 Uhr
SimonK



Guten Morgen,

mit großem Interresse verfolge ich seit Monaten das "Geschehen" in diesem Forum. Habe heute beschlossen mich mal mit einigen Fragen zu melden.
Die Winden, die im OW-Schwenkteil bzw. im unteren Teil des Derrik angebracht sind, werden doch Hydraulisch angetrieben. Was passiert wenn die Druckleitung, bzw. ein Schlauch der Ölversorgung platzen und der Öldruck plötzlich fällt? Sind die Windenantriebe gegen das "Rückwärtslaufen" durch die Last irgendwie abgesichert? Auf den Bildern kann man 3 Winden erkennen. Das sind doch bestimmt die Hauptwinde zum ziehen der Last und die Winde für die Spannseile zwischen Haupt- u. Derrikmast, aber wofür ist die dritte?
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056 — Direktlink
07.12.2011, 09:57 Uhr
percheron

Avatar von percheron


Zitat:
SimonK postete
Auf den Bildern kann man 3 Winden erkennen. Das sind doch bestimmt die Hauptwinde zum ziehen der Last und die Winde für die Spannseile zwischen Haupt- u. Derrikmast, aber wofür ist die dritte?

Ich würde einmal annehmen für die Verstellung des Wippauslegers?
--
Gruß Achim

( Mitglied der Berliner Fraktion )
Immer auf der Suche nach allem von Breuer und Maximum.

Dieser Post wurde am 07.12.2011 um 09:57 Uhr von percheron editiert.
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057 — Direktlink
07.12.2011, 12:31 Uhr
Gast:Kraenchen
Gäste



Zitat:
SimonK postete
Guten Morgen,

mit großem Interresse verfolge ich seit Monaten das "Geschehen" in diesem Forum. Habe heute beschlossen mich mal mit einigen Fragen zu melden.
Die Winden, die im OW-Schwenkteil bzw. im unteren Teil des Derrik angebracht sind, werden doch Hydraulisch angetrieben. Was passiert wenn die Druckleitung, bzw. ein Schlauch der Ölversorgung platzen und der Öldruck plötzlich fällt? Sind die Windenantriebe gegen das "Rückwärtslaufen" durch die Last irgendwie abgesichert? Auf den Bildern kann man 3 Winden erkennen. Das sind doch bestimmt die Hauptwinde zum ziehen der Last und die Winde für die Spannseile zwischen Haupt- u. Derrikmast, aber wofür ist die dritte?

Im Verlauf der hydraulischen Leitungen und an den Winden direkt sind mehrfach Sicherheitsverschlüsse angebracht, bei Druckabfall verriegeln/bremsen die Winden sofort, ansonsten würden solche hydraulischen Windenantriebe auch überhaupt nicht zugelassen.

Das gilt im übrigen auch für hydraulische Druck/Zugzylinder an Kranen, Baggern u.s.w., auch hier verhindert ein Sicherheitsverschluß direkt am Zylinder ein abruptes absacken des Zylinders bei Undichtigkeiten im System.

Die dritte Winde am TC 3600 kann, wie percheron schon sagte, für das betätigen des optionalen Wippenauslegers genutzt werden oder ev. als zweite Hubwerkwinde.
Ich könnte mir vorstellen, das auch bei diesem Kran ab einer bestimmten Lastgröße die Hakenflasche mit zwei Strängen betrieben wird.

Weiß hier eigentlich jemand, ob der Kran zu seinen Franz Bracht Zeiten mal mit Wippe zum Einsatz kam und gibt es Bilder davon....

Eine Sache möchte ich gerne noch zum Unfall des Krans in den Raum stellen, ich weiß natürlich, das es keinen Sinn macht zu rätseln warum, wieso, weshalb, nur könnte es nicht sein, das der Kran schlichtweg zu viel Last am Haken hatte..., ist nur so ein Gedankenspiel von mir.
Es ist ja bekannt, solche Kranarbeiten im Abbruch haben so ihre Tücken, gerade was das errechnen der zu hebenden Last angeht, die Griesheimsägen haben ihre Arbeit fast geschafft, der Kran geht auf Zug und plötzlich wiegt die Klamotte doch um einiges mehr als gedacht, dann fangen die großen Diskussionen an auf der Baustelle, weitermachen trotz Grenzwertigkeit der Situation oder nicht


Grüsse

Jörg
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058 — Direktlink
07.12.2011, 12:57 Uhr
percheron

Avatar von percheron


Zitat:
Kraenchen postete
Weiß hier eigentlich jemand, ob der Kran zu seinen Franz Bracht Zeiten mal mit Wippe zum Einsatz kam und gibt es Bilder davon....

Ja, hier: https://www.hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=10863

Post 16/17.
--
Gruß Achim

( Mitglied der Berliner Fraktion )
Immer auf der Suche nach allem von Breuer und Maximum.
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059 — Direktlink
07.12.2011, 19:06 Uhr
Lippstadt



Ist zwar kein TC 3600 Quicklifter hat aber einen http://www.youtube.com/watch?v=JVq6B0XO9-E
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07.12.2011, 19:44 Uhr
Ron van der Velpen

Avatar von Ron van der Velpen


Zitat:
Lippstadt postete
Ist zwar kein TC 3600 Quicklifter hat aber einen http://www.youtube.com/watch?v=JVq6B0XO9-E

Irgenwo kommt mir das sehr bekannt vor
--
Ron van der Velpen
www.vandervelpen.nl
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07.12.2011, 19:51 Uhr
Victor

Avatar von Victor


Zitat:
Lippstadt postete
Ist zwar kein TC 3600 Quicklifter hat aber einen http://www.youtube.com/watch?v=JVq6B0XO9-E

Der hat aber noch einen Derrickmast dazu - da verteilen sich die Kräfte wieder ganz anders.
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062 — Direktlink
12.12.2011, 08:12 Uhr
Markus Brenner




Zitat:
SimonK postete
Die Winden, die im OW-Schwenkteil bzw. im unteren Teil des Derrik angebracht sind, werden doch Hydraulisch angetrieben. Was passiert wenn die Druckleitung, bzw. ein Schlauch der Ölversorgung platzen und der Öldruck plötzlich fällt? Sind die Windenantriebe gegen das "Rückwärtslaufen" durch die Last irgendwie abgesichert?

Wenn ich jetzt mal vom AK850 extrapoliere dann haben die Winden eine eingebaute Lamellenbremse die ohne Druck auf den Motor geschlossen bleibt. Dazu gehen die beiden Leitungen über ein Wechselventil (Oder-Verknüpfung) an den Steuereingang der Bremse. D.h. sobald der Motor auf einer Seite Druck (Drehrichtung egal) bekommt geht über das Ventil der Druck zur Bremse und macht sie auf, der Motor und damit die Winde kann sich drehen. Geht der Druck weg macht die Bremse wieder zu. Einen schaltbaren Freilauf gibt es, wenn ich mich recht erinnere, dabei keinen.
--
Markus

Aktuelles Langzeitprojekt: http://www.chiaroscuro.at/projekte/ak850.htm
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063 — Direktlink
19.12.2011, 17:21 Uhr
Ralf Neumann

Avatar von Ralf Neumann

Falls noch jemand etwas Bildmaterial sucht/benötigt.

http://www.ebay.de/itm/Kran-Autokran-Bracht-Demag-TC-3600-Fotos-/230717971343?pt=Transportwesen&hash=item35b7dcdb8f
--
Gruß
Ralf Neumann

Das (C) der veröffentlichten Bilder liegt bei mir.

Ironie & Sarkasmus helfen mir zuweilen die Dummheit anderer zu ertragen.
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064 — Direktlink
19.12.2011, 18:54 Uhr
T.Volkmer



Die Bildchen reißen einen ja nicht gerade vom Hocker. Schade dass heutzutage wirklich aus allem noch versucht wird einen Euro rauszuschlagen. Wenn ich mir überlege was ich an Unterlagen alles schon kopiert und gescannt habe, und alles für lau.

Gruß

Thomas
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065 — Direktlink
20.02.2012, 17:37 Uhr
Mneun



Kommt zwar etwas spät, aber ich kann einiges zu diesem Kran anmerken.

Der TC 3600 wurde in den letzten Monaten, in denen Gottwald noch selbstständig war, konstruiert und gebaut und anschließend fertig von DEMAG übernommen. Bei Gottwald hatte man vorher gehofft, u. A. mit dieser (damals allgemein als sensationell angesehenen) Entwicklung die Pleite noch abwenden zu können.

Als Unfallursache hat sich ein Schwachpunkt im Stahlbau des Oberwagen-Hinterrahmens herausgestellt. Eine Gabel oder Lasche für die Verbolzung zwischen dem Hinterrahmen und dem Fußstück des Hinterrahmens war gebrochen. Im Augenblick des Unfalls war diese Verbolzung zwar nicht maximal belastet, durch eine zu krasse Querschnittsänderung an der Bruchstelle wurde aber eine starke örtliche Überlastung verursacht. Die Schwachstelle hat das einige Male ausgehalten und dann versagt.

Anschließend wurde das Konzept von DEMAG überarbeitet und zu TC 4200 u.s.w. weiterentwickelt. Dabei stellte sich heraus, dass ein zusätzlicher Superliftmast die Tragfähigkeit erheblich verbessert.

Wahrscheinlich wurde dieses Konzept nach ein paar Jahren nicht weiter verfolgt, weil ein solcher Kran in der Herstellung viel teurer ist als ein konventioneller Kran mit der gleichen Tragfähigkeit.

Gruß
Mneun

Dieser Post wurde am 20.02.2012 um 17:41 Uhr von Mneun editiert.
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066 — Direktlink
23.03.2013, 18:46 Uhr
Michael Compensis

Avatar von Michael Compensis

Kann mir jemand genauer erklären wie die Ballastplatten vom TC 3600 funktionieren? Also wie werden sie beim Ballastieren angeschlagen? Auf den Bildern kann man bei den Platten mittig oben eine Nase erkennen. War das ähnlich wie bei den Gottwald-Gittermastlern eine Öse in die man eine Kette einhängen konnte, die gleichzeitig wieder als Zentrierung für die nächste Platte diente?
--
Mit besten Grüßen aus München
Michael

Sofern nicht anders angegeben, liegt das (c) aller eingefügten Bilder bei mir.
--
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23.03.2013, 19:34 Uhr
hans



So wie du das schreibst funktioniert das auch: Die "nase" dient zum heben und als zentrierung der nachste platte.
Untereinander werden die platten nicht gekuppelt.

Falls gewunscht habe ich einige bilder von die platten.

Gruss,
Hans
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23.03.2013, 19:48 Uhr
Ralf Neumann

Avatar von Ralf Neumann


Zitat:
hans postete
So wie du das schreibst funktioniert das auch: Die "nase" dient zum heben und als zentrierung der nachste platte.

Das heben der einzelnen Ballastplatten erfolgte mittels eines Ballastierungsdorns, wie er zwischenzeitlich auch wieder bei den Produkten aus den Hause LWE eingesetzt wird.
--
Gruß
Ralf Neumann

Das (C) der veröffentlichten Bilder liegt bei mir.

Ironie & Sarkasmus helfen mir zuweilen die Dummheit anderer zu ertragen.
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069 — Direktlink
23.03.2013, 20:05 Uhr
Michael Compensis

Avatar von Michael Compensis


Zitat:
Ralf Neumann postete

Zitat:
hans postete
So wie du das schreibst funktioniert das auch: Die "nase" dient zum heben und als zentrierung der nachste platte.

Das heben der einzelnen Ballastplatten erfolgte mittels eines Ballastierungsdorns, wie er zwischenzeitlich auch wieder bei den Produkten aus den Hause LWE eingesetzt wird.

aaaaaahhhh sprich "in" der Nase ging ein Loch bis unten durch? also weniger wie bei den Gottwäldern, sonder mehr ala LTM 1350, 1750, 11200 und Co...

Gibt es denn irgendwo Bildmaterial dazu?
--
Mit besten Grüßen aus München
Michael

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070 — Direktlink
23.03.2013, 22:16 Uhr
Schmidti



Ich glaub beim AK 450 gibts ein ähnliches System. Nicht für alle Ballastplatten, aber für zwei besonders dicke, die als Zusatzballast oben auf den Stapel draufgelegt werden. Jedenfalls hab ich sowas irgendwann schonmal in Aktion gesehen, ohne dem Quicklifter je nahe gekommen zu sein. Das Ballastierwerkzeug hab ich übrigens als recht kurz in Erinnerung, kein langer Dorn wie aktuell bei Liebherr.

Falls das System beim AK 450 in der Tat vergleichbar sein sollte, gibts davon bestimmt gute Fotos.
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071 — Direktlink
24.03.2013, 00:35 Uhr
hans



In die "nase" ist ein langloch, ahnlich wie ein zgn. twistlock beim kontainer oder bei die sgn. stelconplatte.
Hebevorrichtung einstecken -ein kurze dorn!- 90 grad verdrehen und heben.

Die beide ballastplatten die Schmidti meint und auf diverse AK 450 bilder zu sehen sind waren platten der ehemalige TC 3600.

Die ballast der AK 450 wird normalerweise mit ein spreize mit 4 stahlseilen und schäckel gehoben.
Fruher (auch beim AMK 600) hatten die schäckel bolzen ohne mutter, die werden einfach eingesteckt und gleich angehoben.
Das spahrte das zeitraubende festdrehen der schäckel.
Die bolzen waren mit kurze leichte ketten verbunden an der schäckel.
Wie es heute geht weiss ich nicht.

Gr,
Hans
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072 — Direktlink
24.03.2013, 03:14 Uhr
Schmidti



Cool, dann bin ich ja doch schonmal wenigstens Teilen des Quicklifters begegnet.

Weißt du, warum man die Ballstplatten vom TC 3600 später beim AK 450 verwendet hat? Einfach, weil sie gerade verfügbar waren?

An die Spreize mit den Stahlseilen erinnere ich mich auch noch. Hab sie auch auf recht neuen Fotos noch entdeckt. Soweit ich mich erinnere, waren aber keine Schäkel dran, sondern Bolzen mit Ösen. Die vier Bolzen werden horizontal von außen nach innen durch die Bohrungen in den Balalstplatten gesteckt und verkeilen sich beim Anheben.

Alles Gute
Schmidti
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073 — Direktlink
24.03.2013, 07:02 Uhr
Ralf Neumann

Avatar von Ralf Neumann


Zitat:
hans postete
In die "nase" ist ein langloch, ahnlich wie ein zgn. twistlock beim kontainer oder bei die sgn. stelconplatte.
Hebevorrichtung einstecken -ein kurze dorn!- 90 grad verdrehen und heben.

Die beide ballastplatten die Schmidti meint und auf diverse AK 450 bilder zu sehen sind waren platten der ehemalige TC 3600.

Mal sehen ob und was ich evtl. dazu finde. Diese Ballastvariante kam sehr häufig in Wuppertal, bei der Erneuerung des Traggerüstes/-werk für die Monorail-Hängebahn zum Einsatz.


Zitat:
Die ballast der AK 450 wird normalerweise mit ein spreize mit 4 stahlseilen und schäckel gehoben.
Fruher (auch beim AMK 600) hatten die schäckel bolzen ohne mutter, die werden einfach eingesteckt und gleich angehoben.
Das spahrte das zeitraubende festdrehen der schäckel.
Die bolzen waren mit kurze leichte ketten verbunden an der schäckel.
Wie es heute geht weiss ich nicht.

Hier mal ein Bildausschnitt aus dem Jahre 2006 hierzu.


--
Gruß
Ralf Neumann

Das (C) der veröffentlichten Bilder liegt bei mir.

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Dieser Post wurde am 24.03.2013 um 08:05 Uhr von Ralf Neumann editiert.
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074 — Direktlink
24.03.2013, 09:50 Uhr
Ralf Neumann

Avatar von Ralf Neumann

Hab mal ein Standbild aus einem vidoe gemacht, auf dem man den Ballastierdorn erkennen kann. Sorry für die miese Qualität, aber besser als garnüscht !


--
Gruß
Ralf Neumann

Das (C) der veröffentlichten Bilder liegt bei mir.

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