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Hansebubeforum » Krane und Schwerlast historisch » Franz Bracht KG - TC 3600 "Quicklifter" und andere... » Threadansicht

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025 — Direktlink
08.08.2005, 14:30 Uhr
Strahler

Avatar von Strahler

Hallo,

bei dem Unfall in Kiel stand der Quicklifter exakt an der gleichen Stelle wie auf dem Bild aus Thread Nr. 004. Auf diesem Bild wird gerade per Tripplehub der Mittelteil der alten Holtenauer Hochbrücke (die neue sieht man im Hintergrund) herausgehoben und auf den Schwimmpontons darunter abgelegt. der Quicklifter trug dabei allein, während die Schwimmkräne sich den Job teilten.

Übrig blieben dann die beiden sog. Vorfluter, die Brückenteile vom Land zum Mittelteil. Für die Bergung des auf dem Bild li. Vorfluters eine Woche nach dieser Aufnahme teilte sich der Quicklifter den Job wiederum als Tripplehub, wobei die beiden anderen Krane weiter landwärts li. (außerhalb des Bildes ) standen. Es waren dies ein Telekran von Thömen (LT 1400) und ein Gittermastkran von Fahrenkrog (TC 3200), die zusammen die Gitterbrücke mittels Traverse tragen sollten, während der Quicklifter alleine auf der Kanalseite hob. Geplant war seinerzeit, die Brücke aus den Auflagern zu heben und dann in einem 90°-Schwenk li. neben dem Quicklifter parallel zum Kanal abzulegen, um sie dann zu zerlegen. Dabei hätte der Quicklifter ebenfalls einen 90°-Schwenk nach li. durchführen müssen. Dabei assestierten der Sünkler-Kran und ein Telekran von Longuet durch Halten des Pendelauflagers, das im Bild direkt hinter dem Quicklifter zu sehen ist.

Als der Quicklifter dann mit großem Getöse zusammenbrach, knallte die Brücke zunächst auf der Kanalseite zu Boden, wobei sie den Oberwagen des gerade mal ein Jahr alten Sünklerkrans, der ja am Pendellager festhing, vom Unterwagen rasierte und einen kurz zuvor unter der Brücke geparkten VW-Bus der Länge nach halbierte. Danach rutschte die Brücke aus der Traverse der beiden landseitigen Krane und knallte vollends zu Boden, wobei die beiden Krane von Thömen und Fahrenholz ordentlich durchgerüttelt wurden, aber stehen blieben. Vielleicht weiß Burkhardt über die Beschädigungen an den beiden Kränen mehr zu berichten. Als fünfter Kran wurde noch der Telekran von Longuet beschädigt, der ja auch in der Nähe des Pendellagers stand und auf die hinteren Abstützungen gestellt wurde. Was aus dem wurde, weiß ich nicht.
Verletzt wurde meiner Kenntnis nach bei dem Unfall lediglich der Kranführer des Quicklifters, der sich beim "Abschmieren" seines Auslegers mit einem Hechtsprung in den Kanal rettete und sich dabei an einem der Böschungssteine die Nase aufschrammte (hatte der ein Glück, daß die Kabine re. hing und nicht li. wie bei Liebherr...).

Der finanzielle Gesamtschaden soll seinerzeit lt. Zeitung bei über 60 Mio. DM gelegen haben, vom Imageschaden mal gar nicht zu reden...


@ Katzenfreund: Vielleicht ist der Grund, daß sich das Konstruktionsprinzip des Quicklifters nicht durchsetzen konnte, mit in dem Unfall zu sehen?! Die genaue Unfallursache ist meines Wissens nicht veröffentlicht worden. Weiß hier jemand vielleicht mehr? Vielleicht ist die Konstruktion ja nur "hübsch", aber nicht tragfähig gewesen? Weiß hier evtl. auch jemand, ob der wieder aufgebaute Kran heute bei Tilli noch immer die gleichen Traglasten hat wie seinerzeit 1991?

Gruß aus Kiel
Werner

Dieser Post wurde am 17.08.2005 um 15:35 Uhr von Hendrik editiert.
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08.08.2005, 15:37 Uhr
Karl-Heinz Schwiderski (†)

Avatar von Karl-Heinz Schwiderski (†)

Hallo Strahler,

nach Aussage eines ehemaligen Arbeitskollegen mit dem ich bei AKR gearbeitet habe, und der dann nach der Insolvenz bei Bracht war,soll angeblich beim Einziehen des Hauptmastes eine der beiden hydraulischen Rückfallsicherungen nicht richtig gearbeitet haben, so das sich der Mast seitlich verdreht haben soll.
In wieweit diese Aussage stimmt,kann und will ich hier nicht beurteilen.
Vielleicht habe andere genauere Kenntnisse.

Viele Grüße
Karl-Heinz
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08.08.2005, 16:13 Uhr
Speddy



kleine Zwischenfrage

Die Versacranes von deep south rigging sind anscheinend nsch dem selben prinzip gebaut. wurden die von deep south selbst gebaut oder sind das Demag geräte?

mfg

Stefan Seifert
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08.08.2005, 16:25 Uhr
Carsten

Avatar von Carsten

Das neue am Quickie war ja nicht nur das generelle Aufbauprinzip, sondern die neuartigen Mastverbindungen, die ihm auch den Namen gaben. Die beim Aufbau oben liegenden Mastaugen waren ursprünglich offen, und wurden nur in das zu verbindende Mastteil eingehakt. Die unteren Augen wurden dann wie üblich mit Bolzen verbunden. Damit sparte man eine Menge Zeit beim aufrüsten, da oben auf dem Mastteil keine Bolzen gekloppt werden mußten. Leider hatte sich das Prinzip aber nicht bewährt, da die Haken sich unter Last langsam weiteten. Darum wurden die Haken später durch normale Augen ersetzt.
--
Carsten Thevessen

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08.08.2005, 16:43 Uhr
streifenkarl



Hallo Leute,
2 Seiten wegen ein Paar Bilder aus der hintersten Schrankecke. Und ich hatte Befürchtungen, daß es niemand interessieren würde. Es macht aber viel Spass, das Thema weiter zu verfolgen. Ich wusste nicht, warum der Quicklifter so hieß, bin aber dank Euch schon wieder schlauer geworden. Hansebube ist halt das beste
mfg Stefan
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08.08.2005, 17:09 Uhr
Carsten

Avatar von Carsten

nachfolgend ein Bild vom AMK 600:



Weitere Bilder findet Ihr hier
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Carsten Thevessen

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08.08.2005, 17:24 Uhr
Michael MZ (†)




Zitat:
Carsten postete
Das neue am Quickie war ja nicht nur das generelle Aufbauprinzip, sondern die neuartigen Mastverbindungen, die ihm auch den Namen gaben. Die beim Aufbau oben liegenden Mastaugen waren ursprünglich offen, und wurden nur in das zu verbindende Mastteil eingehakt. Die unteren Augen wurden dann wie üblich mit Bolzen verbunden. Damit sparte man eine Menge Zeit beim aufrüsten, da oben auf dem Mastteil keine Bolzen gekloppt werden mußten. Leider hatte sich das Prinzip aber nicht bewährt, da die Haken sich unter Last langsam weiteten. Darum wurden die Haken später durch normale Augen ersetzt.

Hallo Carsten,

genau so war das. Allerdings wurde der Kran nicht nur an den Augen/Mastverbolzung modifiziert sondern immer weiter seit er die Werkshalle verließ, sozusagen wurde immer mehr nach bzw. "Aufgerüstet", Rohre hier, Versteifungen da.

Sicherlich hatte er nachdem er sozusagen immer "konventioneller" wurde nicht mehr den Namen Quicklifter verdient war/ist aber dennoch ein GOTTWALDlike wahnsinns innovatives Gerät das nicht nur durch seine moderne Bauart seine daseinsberichtung hat/te. Auf der ein oder anderen Baustelle hat/te der TC 3600 gegenüber manch anderem "Standart" Gerät sicher erhebliche Vorteile und die Nase deshalb hier und da vorne aufgrund seiner erstmal einmaligen Konzeption .

Man braucht ja garnicht in die USA zu den Versacranes zu Schielen, Demag hat das Prinzip etwas abgewandelt ja mit der CC/TC/PC 3800/4200 Typreihe erfolgreich fortgesetzt. Interessant wäre sicher mal zu erfahren ob das Versasystem so eine Art Kopie des Quicklifters war und wenn wer das wie wodurch und bei wem umgesetzt hat. Gebaut und konstruiert werden die Geräte jedenfals in den USA und von Deep South eingesetzt. Am Anfang gab es ja "nur" den Versalift TC 24000 der dem Quickie nicht nur im Namen sehr ähnlich war!

Beim Unfall in Holtenau war übrigens nicht der TC 3200 von Fahrenholz beteiligt sondern der TC 2000/2400 aus der "alten" Serie. Der KMK 6200 von Sünkler würde bei der Fa. Köhler in Heppenheim die auch den TC 3600 "renewed" haben wieder kplt. aufgebaut, sensationell wenn man bedenkt wie zerstört dieser Kran im besonderen war, echte Meisterleistung aus deutscher Werkstatt, der Kran war später besser wie neu! Der Thömen LTM 1400 der beim Unfall beteiligt war u.a. am Tele-Anlenkstück oberhalb der Verbolzung zum Ow. hin "geknickt" und hat sicher um einiges mehr an Schäden vom "durchrütteln" davon getragen. Am Unfall waren wie gesagt auch kleinere Krane beteiligt u.a. einer der Fa. Longuet.

Geborgen wurde der "Quicki" u.a. von Bracht's AMK 600-93 und LTM 1400 sowie dem AK 450-83, die weiteren arbeiten an dem "Rest" der Brücke führten auch diese Krane durch.

LG aus Mainz
Michael

Dieser Post wurde am 08.08.2005 um 21:23 Uhr von Michael Heigert editiert.
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032 — Direktlink
08.08.2005, 21:15 Uhr
Strahler

Avatar von Strahler

Hallo Michael,

und vielen Dank für die Ergänzungen.
Die Bergung des Schwebeballasts erfolgte übrigens per Schwimmkran; der Quickie" selber wurde per Schute oder Ponton, genau erinnere ich es nicht mehr, auf dem Wasserweg weggeschafft. Ob er auch per Schwimmkran auf die Schute kam, weiß ich nicht, da ich dabei nicht anwesend war.
Die o.g. "Bergungskräne" waren vor allem mit dem Abrüsten des Quicklifters beschäftigt bzw. haben sich mit den diversen verbogenen Gittermastteilen herumgeschlagen... Die liessen sich natürlich nicht mehr einfach so entbolzen, sondern mußten in mühevoller Handarbeit per Schneidbrenner auseinander-
getrennt werden.
Das alles hatte seinerzeit über eine Woche gedauert, denn zunächst sind ja auch hordenweise Sachverständige unterwegs gewesen.

Der "Rest der Brücke" hatte den Zwischenfall übrigens wohl noch am besten verdaut, da sie auf relativ weichen Boden gefallen war, gebremst noch durch Sünklers Krupp und den bedauerlichen VW-Bus...

Gruß aus Kiel
Werner
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033 — Direktlink
08.08.2005, 21:23 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Strahler postete
Der "Rest der Brücke" hatte den Zwischenfall übrigens wohl noch am besten verdaut, da sie auf relativ weichen Boden gefallen war, gebremst noch durch Sünklers Krupp und den bedauerlichen VW-Bus...

Hat jemand rein zufällig ein Foto von besagtem Bully?
Sähe bestimmt interessant aus.


Tschüs,

Sebastian
--
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034 — Direktlink
08.08.2005, 22:44 Uhr
Michael MZ (†)




Zitat:
JoergB postete
danke Ralf, danke Sebastian - ich hab's mir fast gedacht.

Hat eigentlich jemand schon mal so ein Teil in 1:87 gebaut ?

So, ich habe mir mal die Mühe gemacht und gescannt wie ein Wilder um die Modellfotos von W. Haberling's TC 3600 HO Modell bei mir auf die Seite zu Basteln. Die Bilder sind manchmal nicht so ganz toll aber man kann schon so einiges interessantes an Details sehen...

Viel Spaß beim anschauen und schönen Abend aus Mainz
Michael
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035 — Direktlink
08.08.2005, 22:58 Uhr
Strahler

Avatar von Strahler

Guten Abend nochmal.


Zitat:
Sebastian Suchanek postete Hat jemand rein zufällig ein Foto von besagtem Bully? Sähe bestimmt interessant aus.

Ja, ich habe sogar zwei Bilder; es sind allerdings echte Suchbilder, da der Bus noch unter der Brücke lag.
Ich werde Hajo oder BuBe mal fragen bzgl. einscannens...

Gruß
Werner
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036 — Direktlink
09.08.2005, 12:39 Uhr
Leo Gottwald



Ok das war der erste Unfall des Quicklifters.
Wer von Euch hat denn noch Infos von den
danach folgenden??

Ps: Der Quicklifter wurde in Krefeld im Hafen entladen.
Ich habe seinerzeit ein paar Bilder davon gesehen. Nur gesehen. Da einige dieser Fotos nicht freigegeben wurden ( damals) müßte ja mitlerweile alles verjährt sein.(?)
Der UW sagen wirklich heftig tordiert aus.

Nach dem 2ten Crash stand der QL im Mannesmann Röhrenwerk in Düsseldorf auf dem Testgelände. Danach wurde er wohl verkauft.
Aber auch meine Gehinrzellen werden langsam alt.

Gruß
Leo
--
2 Worte die mir in meinem Leben schon viele Türen geöffnet haben. Ziehen und Drücken.

Nur ungern läßt der Bofrostmann den Postmann an die Rohkost dran!
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037 — Direktlink
09.08.2005, 16:27 Uhr
Strahler

Avatar von Strahler

Hallo Leo Gottwald,

wann war denn die Entladung des Quicklifters in Krefeld? Der Unfall in Kiel war August 1992, also vor exakt 13 Jahren. Davor hatte er keinen Unfall und danach wurde er jahrelang erneuert. Ich glaube nicht, daß da noch Zeit für weitere
Ereignisse war...
Aber die Entladung paßt ja zu meiner Schilderung, daß der Kranunterwagen in Kiel auf eine Schute (oder war's ein Binnenfrachtschiff?) verladen wurde, denn irgendwo mußte er ja auch wieder angelandet worden sein.

Den tordierten UW hat er sich jedenfalls in Kiel geholt; und der sah hier nicht so aus, als würde aus dem noch mal etwas. Umso überraschter war ich, als ich letztes Jahr in diesem Forum erstmals erfuhr (über die Schwerlast-FAQ), er sei wiederaufgebaut worden und jetzt noch in Italien aktiv im Einsatz.


Gruß aus Kiel
Werner
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038 — Direktlink
09.08.2005, 18:07 Uhr
Michael MZ (†)



Hallo Werner,

Also einen zweiten Crash nach dem Kiel-Holtenau Unfall hat es sicher nicht gegeben! Der Kran-Uw. wurde in Krefeld?? von der Fa. Köhler notoperiert sodass er wieder auf eigener Achse zumindest rollen konnte, so zumindest meine vagen Erinnerungen. Man verbessere mich sollte ich das im laufe der jahre etwas durcheianderbringen, ist halt auch schon wieder was her!

Im übrigen halte ich persönlich auch nicht gerade viel von Unfalldiskussionen, aber in diesem Fall kann ja tatsächlich schon fast von "Verjährung" reden wie "Leo" so schön schreibt.

Ich habe das geschehen soweit es ging bei Köhler immer mal wieder verfolgen dürfen, der Kran ging nach der Grundreparatur wohl direkt nach Italien und nie mehr in Deutschland in den Einsatz! Das Gerät stand recht lange bei besagter Fa., ich gehe davon aus das als erst ein neuer Interessent für den TC 3600 gefunden wurde auch diese Grundinstandsetzung in Angriff genommen wurde. Deshalb versteh ich auch die Frage von "Leo" nach dem "folgenden" ebensowenig. Leo wird das aber sicher hier noch etwas präzisieren was er genau damit meint, oder??;-)

Hier: https://www.hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=352
wurde ja schonmal über den "Quicki" geredet und da die Tilli Homepage http://www.tilliwalter.it/ und im besonderen die Bilder vom TC 3600 nicht richtig funktionieren habe ich mal ein Bild von der Tilliwebseite bei mir http://www.mhtmodels.de/index2.html Online gestellt.

LG aus Mainz
Michael

08.08.05 Update TC 3600 Quicklifter in HO

P.S.: auf dem Tilli Bild arbeitet der TC 3600 beim Brückenhub übrigens mit einem LT 1300 was ja wieder in den anderen aktuellen Thread paßt!

Dieser Post wurde am 09.08.2005 um 18:10 Uhr von Michael Heigert editiert.
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039 — Direktlink
09.08.2005, 18:24 Uhr
Stephan
Moderator
Avatar von Stephan

Hallo zusammen

Ehrlich gesagt habe ich hier nicht alles von Anfang bis Ende mit gelesen. Für den Fall, daß ich jetzt was wiederhohle, vorab schon mal die Entschuldigung...;-)

Der QUICKLIFTER wird von bösen Zungen auch gerne KIPPLIFTER genannt, denn es sind mindestens drei Un(m)fälle bekannt. Wie schon weiter oben gesagt, ist der Kran quasi schon Geschichte, und so denke auch ich, daß man getrost darüber Reden kann. Beim ersten Crash ist wohl die Mastabspannung an einem sehr lang aufgebauten Hauptausleger abgerissen. Der Kran war/ist bekanntlich auch einer der ersten mit einer Stangenabspannung an Stelle von Seilen. Ob das der Grund gewesen sein könnte, sei mal dahin gestellt. Beim zweiten Mal ist der Kran ohne Ausleger, jedoch mit reichlich Ballast, rückwärts in ein Hafenbecken gekippt. Dieser Umfall dürfte jedoch ohne größere Folgen geblieben sein, denn dem Bild nach zu urteilen, daß ich davon mal gesehen habe, war das Becken nicht sehr tief und das Gerät hat auch keine ganze Rolle gemacht. Stand eben nur auf noch auf zwei Stützen... Tja, und der dritte Crash ist ja nun hinlänglich bekannt.

Soweit, Gruß vom Rhein
Stephan
--
Gruß vom Rhein
Stephan

"Hätten Sie aber können!!!"
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040 — Direktlink
09.08.2005, 19:20 Uhr
robertd




Zitat:
Stephan postete
Beim zweiten Mal ist der Kran ohne Ausleger, jedoch mit reichlich Ballast

ohne Ausleger, aber mit Ballast?
Wie muss man sich das vorstellen - wird da der Gegenausleger samt Ballast von den beiden großen Hydraulikzylindern an Ort und Stelle gehalten, oder liegt er dann irgendwo an einem Anschlag an?

gruss robert
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041 — Direktlink
09.08.2005, 20:37 Uhr
Strahler

Avatar von Strahler

Hallo robertd,

mit Ballast, aber ohne Ausleger, das ging eben wohl auch beim Quicklifter nicht. Wollten die Jungs bei Bracht aber wohl nicht glauben. Weißdergeier, was die vom Verkauf bei DEMAG den Leuten von Bracht alles an Wunderdingen versprochen haben, die der Quicklifter können sollte, von denen die in der Entwicklung gar nix wußten...
Und das Ergebnis lag dann im Hafenbecken, oder... ?

Aber was ist denn nun tatsächlich dran an den beiden von Stephan erwähnten Havarien. Kann die jemand hier bestätigen? Drei Unfälle in zwei Jahren bei einem nagelneuen Kran? Oder ist der schon vor 1990 in Dienst gestellt worden?


Gruß
Werner
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042 — Direktlink
09.08.2005, 23:44 Uhr
Michael MZ (†)



Hallo Werner,

gut das Du das auch nochmal so ansprichst, mag sein das es da ein paar "unausgegorene" Sachen am "Quicki" gab, immerhin war das ja schon ein Gerät mit neuem Konzept und daß das sehr mutig von GOTTWALD war sieht man nicht nur an den für damalige Verhältnisse futuristischen Kabinen, sowas gab's/gibt's bis heute woanders nicht. Ich müßte mich schon schwer Täuschen wenn der "Wasserknickser" nicht auf eine Fehleinschätzung bzw. Bedienfehler zurückzuführen wäre. Sowas passiert sogar ganz anderen Geräten die ausgereift, zudem nicht einmalig sind, samt deren Personal und das nicht nur in den 90igern;-). Was die Geschichte mit den Abspannstangen angeht, tja wer weiß schon am ende genau wie was passiert ist, so eine Stange reißt auch nicht ganz so schnell von selbst, es sei denn es ist ein echt grober Verarbeitungs oder Materialfehler. Warten wir es mal ab was und ob sich alles noch so (er)klären läßt....

Schönen Abend aus Mainz
Michael

08.08.05 Update TC 3600 Quicklifter in HO

P.S.: Ralf: hab den üblen Fehler sofort beseitigt, vielen Dank dafür;-)

Dieser Post wurde am 09.08.2005 um 23:45 Uhr von Michael Heigert editiert.
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043 — Direktlink
10.08.2005, 10:11 Uhr
Katzenfreund



Hallo,

Je mehr ich mir die Bilder anschaue, um so interessanter finde ich das Gerät.
Dazu noch zwei Fragen:
-- Bezüglich des letzten Bildes aus Beitrag 001: Warum sind die Hydraulikzylinder nicht verbolzt?
-- Ist es auch bei anderen Kranen üblich, das der Sitz in der Oberwagenkabine drehbar ist?
--
Freundliche Grüsse aus dem Herzen der Lüneburger Heide

Frank
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044 — Direktlink
10.08.2005, 12:06 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Katzenfreund postete Warum sind die Hydraulikzylinder nicht verbolzt?

Das liegt wohl daran, daß der Gegenausleger nicht in seiner endgültigen Position ist. Es gab möglicherweise Lastfälle, die ohne Verbolzung gefahren werden konnten (!???), vielleicht immer dann, wenn sich Last und Kontergewicht so einigermaßen im Gleichgewicht befanden. Immerhin sind die Hydraulikzylinder recht stark ausgebildet, so daß diese wohl in der Lage sind, eine resultierende Differenzkraft aus Last und Gegengewicht aufzunehmen.

Man erkennt anhand der Bilder 2 und 3 übrigens, daß auf der linken Kranseite überhaupt keine Verbolzungsmöglichkeit vorhanden ist. Offensichtlich wurde dieser Hydraulikzylinder mal ausgetauscht, denn in jungen Quickie-Jahren hatte dieser Zylinder ebenfalls eine Verbolzungslasche, wie ich aus alten Bildern erkenne.


Zitat:
Je mehr ich mir die Bilder anschaue, um so interessanter finde ich das Gerät.

Mir geht es prinzipiell ähnlich....aber je länger ich mir die Bilder anschaue, umso wackeliger und unausgegorener finde ich das ganze Gerät (*g*)

gruß hendrik
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045 — Direktlink
10.08.2005, 13:04 Uhr
Leo Gottwald



Tach zusammen

Der QL konnte nach der Verladung nicht mehr fahren. Der UW war um ca. 60° verdreht.
Der 2te Kipper ist nach der ersten Instandsetzung passiert. ( Kran war wieder in Bracht Lackierung und Beschriftung fertig gemacht worden) Leider weiß ich nicht mehr genau wo. Ich vermute auf dem Testgelände in Düsseldorf. wo ich ihn damals bestaunen durfte. Werde mal in den alten Sachen stöbern.
Nach dem Unfall gabe es jahrelang keine Infos auch die Fotos vom Unfall und das Video sind erst ca. 10 Jahre nachher aufgetaucht.

Gruß
Leo
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046 — Direktlink
10.08.2005, 17:19 Uhr
Gast:despi2
Gäste


Hallo zusammen


Meines Wissens ist beim Unfall in Kiel der Schwebeballast während des Schwenkens an einem sehr großen Poller hängengeblieben, der eigentlich zum Festmachen der Schiffe gedacht war. Dadurch traten seitliche Kräfte auf . die zum Zusammenbruch des Geräts führten.


Gruß Despi2
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047 — Direktlink
10.08.2005, 21:08 Uhr
Strahler

Avatar von Strahler

Guten Abend allerseits,

spräche soetwas nicht für einen krassen Bedienungsfehler (oder auch menschliches Versagen), wenn die Bedienmannschaft des Krans sich vor dem Hub nicht davon überzeugt hätte, daß der Schwenkbereich des Krans auch frei ist von Hindernissen?

Ich werde die mir noch vorliegenden Bilder jetzt jedenfalls mal nach einem solchen Festmache-Poller "abscannen"...

Allerdings hatte ich, zumindest aus der Erinnerung der Bilder von damals, nicht den Eindruck, als wäre es überhaupt zu einem Schwenk gekommen. Ich meinte, der Kran sei bereits beim Hub der Brücke aus dem Auflager kollabiert. Aber das ist ja nun auch schon 13 Jahre her...

Gruß aus Kiel
Werner
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048 — Direktlink
11.08.2005, 10:10 Uhr
Christoph Kriegel



Moin,

Es gab auch einige Videos vom Hub bzw. Unfall, in den Nachrichten wurde auch davon Berichtet. Ich habe eine Kasette mit einigen Auschnitten hier, leider dit die qualität altersbedingt sehr schlecht, dort ist genau zu erkennen was passiert. Ich werd es mal raussuchen und nochmal versuchen was zu erkennen :-)
--
Gruß

Christoph
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049 — Direktlink
12.08.2005, 11:42 Uhr
Strahler

Avatar von Strahler

Moin,

nach Durchsicht meiner Photos (nach dem Unfall) komme ich zu dem Ergebnis:
hinter dem Quicklifter war kein Poller! Da ist nichts zu sehen, woran der Schwebeballast sich hätte verhaken können.
Das wäre ja nun auch schon wieder zu simpel gewesen als Ursache...

Gruß von der Kieler Förde
Werner

PS: Na Christoph, und was ergaben Deine grieseligen Videos... ?
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