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Hansebubeforum » Baukrane » TDK Liebherr » Threadansicht

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07.10.2016, 21:30 Uhr
Stephan1964




Zitat:
kim postete
Hello Sven.
In Thailand.
This is 2 tc. 180 ec-h? ,Please tell me about this story ... Thank you.

Kim.
......

Hi Kim,

the story is quite short & simple:

the white one is the head of the first edition of 180EC-H ca.1988 - 1990.
You can identify that from the very big and heavy "KUD", similar to HC cranes, but "closed" instead. Very solid, but quite senseless ;-)

The yellow one is the next generation 180EC-H head, see the newer KUD, but still the old cabin design - means built before 2001, probably around mid 90ies, as the cabin is still yellow instead of white.

Hope that answers your question correctly?
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14.10.2016, 14:58 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc


Zitat:
Stephan1964 postete

Zitat:
kotbegimot postete

Zitat:
Menzitowoc postete

auf Details zum neuen L1-24 hydraulischen Faltkran bin ich auch gespannt.

wird wohl bei Wasel am 11.03 presäntiert

http://www.wasel-krane.de/news/liebherr-l1-vorstellung-bei-wasel.html

Hi, der L1-24 wird am 11.3.2016 bei allen (großen) LBC Werksvertretungen vorgestellt. Ja klar ist das der Nachfolger der H-Serie und auch klar, der kommt wie die H-Serie aus Pamplona! LBC hat schon lange selbst erkannt, daß man im Hochlohnland "D" keine TDK bauen kann, die im internationalen Wettbewerb mit den süd/westlichen Nachbarn, wo ganz andere Löhne gezahlt werden, als hier, insbesondere im Low Cost Segment, mithalten kann.

Auch macht es absolut Sinn, einen deutlich abgespeckten LIEBHERR Kran in eine eigene Serie "auszulagern", statt anzufangen, etwa die edle K-Serie zu verwässern.

Ich hoffe mal, daß LBC das jetzt konsequent weiterdenkt, die L1-Serie auf 3 Modelle (16mt, 24mt, 32mt) unterhalb des Einstiegsmodells der K-Serie ausdehnt und bei der K-Serie einen Nachfolger für den 34K/42.1K (vielleicht 41K?) unterhalb dem 53K bringt. Würde absolut Sinn machen, weil man dann die eine Serie als Klapp Kran Entry Level hat und kostet, während die K-Serie einen kletterbaren Turm hat und etliche Edel Features wie Micro Move etc., die ein L1 definitv nicht braucht, um gegen die kleinen Südländer anzustinken.

Vor allem wären dann die größenmäßigen Überschneidungen in den LBC Untendreher Serien bereinigt und man würde sich nicht unnötig selbst Konkurrenz machen.

VG Stephan

Hallo,

auf der Bauma 2016 habe ich mal einige Detailaufnahmen vom neuen Liebherr L1-24 Untendreher mit Vollwand-Faltturm gemacht – ausgestellt war der L1-24 in der Version mit 27m Ausleger.
Ich denke, die Bilder unterstreichen Stephans Argumentation.


Der Kran in vollständig zusammengelegter Stellung. Bei Kranen dieser Größenordnung kann der zweiteilige Ausleger praktischerweise noch übereinander geklappt verstaut werden, so dass eine komplizierte Seiten-Klapp-Mechanik nicht benötigt wird. Wie man am Übergang vom Grundballast zur Verkleidung des Schaltschranks sieht, hat man sich mit der Gestaltung viel Mühe gegeben und eine durchgehende Kontur geformt.
An diesem Bild sieht man auch die zweite Auslagerfaltung zum 3. Auslegerelement, welches in Rollfaltung zwischen die beiden großen Elemente geklappt wird. Nur beim L1-24 mit 27m Ausleger ist diese Faltung vorhanden.


Der Turm in halb aufgerichteter Stellung. Der Turmfaltzylinder ist mal wieder noch oben gerichtet, so dass sich das Regenwasser und der sonstige Dreck schön auf der Kolbenringfläche ablagern kann. Beim Turm hat sich Liebherr – im Gegensatz zum Platzhirsch Potain mit Achteckquerschnitt - für einen einfach abgekanteten, quadratischen Querschnitt entschieden.


Der Oberwagen sieht im Vergleich zu den H-Kranen (z.B. 32H) schon deutlich professioneller gestaltet aus. Die Elektronik ist unter einer schönen Verkleidung untergebracht.


Wie bei vielen modernen hydraulischen Faltturmkranen befindet sich im Oberwagen nur noch die Hubwinde (und das Drehwerk) und die ist jetzt hier im Oberwagenrahmen untergebracht und nicht mehr einfach oben aufgesetzt, was natürlich Platz spart und auch wesentlich eleganter aussieht. Darüber hinaus wird die mechanische Steifigkeit der Trägerkonstruktion genutzt, um die Winden-Getriebe-Motor-Kombination vor schädlichen Verwindungen zu schützen.


Das Katzfahrwerk ist recht klassisch im ersten Teil des Auslegers untergebracht. Das Seil wird dadurch im dreieckigen Querschnitt und mittig am Untergurt entlang zur Katze geführt. Damit hat man sich für eine besonders einfach Konstruktion entschieden, die jedoch zu leichten Nutzlastverlusten führt, weil Motor und Katzfahrtrommel recht weit vorne platziert sind.


Ein Blick auf den Auslegerknickbereich. Wie schon bei den Vorgängerkranen der H-Serie wird der Ausleger an einer Klappachse auf Höhe des Obergurtes des Auslegers hydraulisch gefaltet. Eine einfache Bauweise, die jedoch einen Längenausgleich des Katzfahrseils erfordert und kleine Klapp-Puffer auf der Kranbahn, damit die Laufkatze nicht herunterfällt. Das Hubseil macht dagegen keine Probleme, weil der vordere Seilanteil sowieso ein stehendes Seil ist, was nur einen Knickschutz benötigt und keine vollwertigen Rollen. Längenausgleich kann ebenfalls leicht mit dem Hubwerk erfolgen. Die Laufkatze muß aber vollständig einsetzbar sein und benötigt deshalb ein gutes Rollensystem für das Katzfahrseil, weil der Kran ja auch mit übergeklapptem Auslegerteil betriebsfähig sein soll.


Detailansicht der Laufkatze mit Speicher- bzw. Spanntrommel für das Katzfahrseil. Wofür ist eigentlich die zweite Verzahnung an der Speichertrommen mit umgekehrter Sperrrichtung, aber ohne Sperrklinke?

Insgesamt scheint sich Liebherr mit dem Konstruktionskonzept der L1-Serie mit großen Schritten dem Benchmark Potain-IGO anzunähern. Da ich vor ein paar Tagen im Rhein-Main-Gebiet schon einen L1-24 in freier Wildbahn gesehen habe (leider nur aus den Augenwinkeln – deshalb keine Fotos), denke ich, dass es auch mit den Verkaufszahlen bei dieser Kranklasse besser wird. Grade im Frankfurter Raum waren die Potain-Krane doch gradezu übermächtig in dieser Klasse vertreten – Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit den Bildern der Untendreher in voller Auflösung.
--
Mal was ganz Anderes: Marion Walking Dragline aus Constructor (Holzbaukasten)

Dieser Post wurde am 14.10.2016 um 14:59 Uhr von Menzitowoc editiert.
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14.10.2016, 15:35 Uhr
Ladekranen



Hallo,

Sorry wenn ich das mal sagen muss ,

Aber für mich verdienen beide nicht den Namen Schnellbaukran !

Umständliches Abstützen und Ballast auflegen past einfach nicht zu so einem Namen !

Das ist mir so etwas http://de.via-mobilis.com/photos/encheres-grue-a-montage-rapide/vicario/occasion/dp-vi843299

doch deutlich lieber .

Von der Sorte haben wir 3 Stück ,

Bei Ebenem Gelände hat man denn in 45min Stehen (alleine)!
--
Wir können alles , nur kein Hochdeutsch

Gruß
Rainer
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15.10.2016, 22:23 Uhr
Amuse



LIEBHERR 280 EC-H 12 Litronic









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15.10.2016, 22:24 Uhr
Amuse











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21.10.2016, 11:59 Uhr
M154



Hallo zusammen,

ein Bild aus einer Zeit, als Baukrane noch wirklich schön waren :



Liebherr Form 140/190 Ausf. II, 1. Bauform, München 1971. Mit seinen 7 m Spurweite war er schon ein beachtliches Großgerät und auch in München nicht gerade an jeder Straßenecke zu finden.

Überhaupt war es damals für mich als Kranfan immer spannend, was für ein Kran nach einem Baugrubenaushub aufgestellt werden würde. Wenn dann das Gleis lag wurde hurtig die Spurweite festgestellt, und damit ließ sich der Kreis der Kandidaten stark einschränken. Und die Untendreher mit Nadelausleger, die hatten noch Charakter....

Schöne Grüße, Jakob
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21.10.2016, 22:24 Uhr
BaggerRalf



Wirklich ein schöner großer Kran
der würde auch heute noch auf den
meisten Baustellen ausreichen....

Danke für das tolle Bild

Gruß
Ralf
--
aktuell - 80er Baustelle 1:87
------------------------------
siehe auch - Hochhausbau 1:87
siehe auch - Meine Modelle 1:87
siehe auch - Umbauten & Superungen 1:50
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21.10.2016, 23:59 Uhr
Stephan1964




Zitat:
M154 postete
Hallo zusammen,

ein Bild aus einer Zeit, als Baukrane noch wirklich schön waren :



Liebherr Form 140/190 Ausf. II, 1. Bauform, München 1971. Mit seinen 7 m Spurweite war er schon ein beachtliches Großgerät und auch in München nicht gerade an jeder Straßenecke zu finden.

Überhaupt war es damals für mich als Kranfan immer spannend, was für ein Kran nach einem Baugrubenaushub aufgestellt werden würde. Wenn dann das Gleis lag wurde hurtig die Spurweite festgestellt, und damit ließ sich der Kreis der Kandidaten stark einschränken. Und die Untendreher mit Nadelausleger, die hatten noch Charakter....

Schöne Grüße, Jakob

Hi Jakob,

das ist ja ein großartiges Foto - danke dafür! Einen solchen F140/190 gab es in meiner Kindheit/Jugend 1975 auch in Nürnberg. Der Kran war mächtig, ein richtiges Ungeheuer ggü all den 25A30, 30A35 oder Kaiser TK oder den üblichen Peiner T.

ich war dabei, als der Kran aufgerichtet wurde - was ein Spektakel...!

Es war die Konfiguration Ausführung III mit verkürztem Ausleger 26m und Hubseileinscherung - Tragkaft max 16.000kg!!!

Als der Kran stand und die Baustelle schon weiter fortgeschritten war, konnte ich sogar mal rauf in die Kabine klettern und km-weit über Nürnberg schauen... unglaublich.

Der Kran war aus heutiger Sicht - und leider schon damals - wirtschaftlich nicht tragbar für normale Baustellen. Zu groß, zu schwer, zu viele LKW, zu lange Montage - zu teuer im Betrieb.

Ich mußte mit ansehen, wie er abgebaut und zur Verschrottung abtransportiert wurde, obwohl der Kran in 1976 gerade erst 8-9 Jahre alt war ((

Die Baufirma hat damals als Ersatz 1976 einen 180HC gekauft, der auch schon lange nicht mehr existiert. Auch die beiden Hofkräne F90 zum Verladen der Fertigteile im Werk haben nicht überlebt.

Ich hatte damals Glück im Unglück und habe tatsächlich vom Polier die originale HL BAL Mappe in schwarzer Kunststoff Hülle bekommen, als der Kran abgefahren wurde.

Die Mappe besitze ich - neben vielen, vielen anderen - noch heute und hüte sie wie einen Augapfel.

Der 140/190 oder der 190/260 waren einfach riesige, monumentale und trotzdem schöne Kräne mit einem eigenen Gesicht. Großartige Geräte.

Wenn Du Dich für Details zum Kran interessierst, melde Dich einfach per PN.

Hast Du noch weitere Bilder solcher Kran Riesen?

VG Stephan
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22.10.2016, 00:04 Uhr
Stephan1964




Zitat:
M154 postete
Hallo zusammen,

ein Bild aus einer Zeit, als Baukrane noch wirklich schön waren :



Liebherr Form 140/190 Ausf. II, 1. Bauform, München 1971. Mit seinen 7 m Spurweite war er schon ein beachtliches Großgerät und auch in München nicht gerade an jeder Straßenecke zu finden.

Überhaupt war es damals für mich als Kranfan immer spannend, was für ein Kran nach einem Baugrubenaushub aufgestellt werden würde. Wenn dann das Gleis lag wurde hurtig die Spurweite festgestellt, und damit ließ sich der Kreis der Kandidaten stark einschränken. Und die Untendreher mit Nadelausleger, die hatten noch Charakter....

Schöne Grüße, Jakob

ps: Du meintest "1ste Bauform" - es gab einen fast baugleichen F128/170 (II) als Übergangsmodell zum F140/190. Die Unterschiede waren marginal, aber für Fans schon deutlich sichtbar . zB die Auslegerhalteseil Vorrichtung.

Hast Du Bilder oder Infos über spätere Versionen des 140/190 oder 190/260?
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22.10.2016, 19:00 Uhr
baumamuseum




Zitat:
M154 postete
Hallo zusammen,

ein Bild aus einer Zeit, als Baukrane noch wirklich schön waren :



Liebherr Form 140/190 Ausf. II, 1. Bauform, München 1971. Mit seinen 7 m Spurweite war er schon ein beachtliches Großgerät und auch in München nicht gerade an jeder Straßenecke zu finden.

Überhaupt war es damals für mich als Kranfan immer spannend, was für ein Kran nach einem Baugrubenaushub aufgestellt werden würde. Wenn dann das Gleis lag wurde hurtig die Spurweite festgestellt, und damit ließ sich der Kreis der Kandidaten stark einschränken. Und die Untendreher mit Nadelausleger, die hatten noch Charakter....

Schöne Grüße, Jakob

Hallo Jakob,
wie recht Du doch hast: Das waren noch Krane, wo jeder Krantyp und -hersteller seinen ganz eigenen Charakter hatte! Wie wir ja schon festgestellt haben sind wir beide froh darüber, diese schönen Epochen und Geräte erlebt zu haben.
Beste Grüße,
Dirk
--
Viele Grüße

Baumamuseum

(Bitte beachten: Alle von mir eingestellten Bilder unterliegen dem Urheberrecht!)

Dieser Post wurde am 22.10.2016 um 19:01 Uhr von baumamuseum editiert.
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24.10.2016, 15:23 Uhr
Champagnierle

Avatar von Champagnierle

Hi,
der aktuell wohl höchste Liebherr Kran dürfte ein 710 HC-L auf dem Jeddah Tower in Saudi Arabien sein (einer der beiden ist IMHO ein Liebherr)

Wikipedia-Eintrag zum Jeddah Tower
Webcam

Gruß

Marc
--
==================================
<ohne Worte>

Dieser Post wurde am 24.10.2016 um 15:24 Uhr von Champagnierle editiert.
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24.10.2016, 16:40 Uhr
Michael E.

Avatar von Michael E.


Zitat:
Champagnierle postete
Hi,
der aktuell wohl höchste Liebherr Kran dürfte ein 710 HC-L auf dem Jeddah Tower in Saudi Arabien sein (einer der beiden ist IMHO ein Liebherr)

Wikipedia-Eintrag zum Jeddah Tower
Webcam

Gruß

Marc

Das müsste "nur" ein 357 HC-L sein, das andere ist ein Wolff 355B
--
Grüße aus Neckarsulm,

Michael
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25.10.2016, 13:58 Uhr
M154




Zitat:
Stephan1964 postete
Hast Du Bilder oder Infos über spätere Versionen des 140/190 oder 190/260?

Hallo Stephan,

vom 140/190 2. Bauform habe ich zwei Bilder. 3. oder 4. Bauform ist mir in München ebenso wenig begegnet wie ein 190/260. Der 140/190 war auch in München ein doch seltener Kran. Natürlich habe ich ein gewisses Sortiment an Fotos von Baukranen ähnlicher Größe aus der damaligen Zeit. Ich werde auch hin und wieder etwas davon hier zeigen.

Hast Du Fotos von dem 140/190 in Nürnberg gemacht, die Du hier einstellen kannst?

Schöne Grüße, Jakob
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02.11.2016, 14:40 Uhr
Sven Leist



Folgendes Bild hab ich grad gefunden:

https://c2.staticflickr.com/6/5667/22560191143_500ac90ca9_o.jpg

Das Foto stammt vom Bau des Terminal Ost (2) am Frankfurter Flughafen zu Beginn der 90'er Jahre.

Mir fiel der 256 HC mittig ins Auge: Der hat schon einen EC-H typischen, schmalen Hubwerksrahmen. Ist das nur Zufall, oder wurde mit Einführung der ECH-Reihe auf Wunsch auch ein HC mit ECH-Hubwerk ausgestattet?
--
------------
Grüße
Sven
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06.11.2016, 23:00 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo,

vor längere Zeit habe ich mal Bilder von einem Liebherr 13K in Transportstellung gepostet (Posting Nr. 636 vom 22.11.2011). Jetzt kommen hier Bilder von diesem Krantyp in Betriebsstellung. Die Bilder habe ich im Dezember 2011 aufgenommen. Das besondere ist, dass dieser alte Kran nicht als Hofkran arbeitet, sondern bei einer ganz normalen Reihenhausbaustelle in Frankfurt. Der Kran wurde von Schmittner aus dem Spessart für diesen Einsatz vermietet.


Der Liebherr 13K auf der noch leeren Baustelle. Es wird ein zusätzliches Reihenendhaus an eine bestehende Reihenhausreihe angebaut.



Der Kran hat eine so kleine Abstützbasis von nur 2,4m x 2,4m, dass der ganze Unterwagen komplett starr als Stern aufgebaut sein kann und trotzdem noch eine Transportbreite von 2,5m erreicht wird.
Der Kran wird mit einer Frühform der Rapid-Kinematik aufgerichtet, bei der die Ausfahrbewegung des Innenturms mit Seilen zum Unterwagen für die Aufrichtbegwegung genutzt wird. Es wird somit nur der Teleskopierflaschenzug benötigt und keinen zusätzlichen Aufrichtflaschenzug. Viele Jahre war dieses Verfahren bei Liebherr bei den Kranen der K-Reihe im Einsatz. Inzwischen ist man bei den neusten Kranen 81K, 65K und 53K davon wieder abgewichen und hat wieder einen separaten Aufrichtflaschenzug, allerdings mit durchgehendem Seil auch zum Turmteleskopieren.



Blick auf das Turmsystem und die Überlappstelle zwischen Innen- und Grundturm.


Ungewöhnlich für Krane aus dieser Zeit ist die Anordnung der Hub- und Montagewinde an der Rückseite des Turms statt auf dem Oberwagenrahmen. Mir ist nur der Cadillon KIT 38 mit so einer Konstruktion bekannt; dort geht es um einen besonders geringen Heckschwenkradius, weswegen die Winden aus dem Oberwagen wegverlegt wurden. Heute ist das bei den Konzepten mit den hydraulisch gefalteten Vollwandtürmen üblich – die Winden sind im unteren Turmbereich angeordnet (z.B. Potain IGO, Terex-Comedil CBR usw.). Das Konzept ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Kran aus Gewichtsgründen zerlegt werden muß. Dann müssen keine Seile ausgeschert werden, sondern das gesamte Turm-Ausleger-Paket mit vollständig eingeschertem Seilensystem kann abgehoben werden. Ich denke, so eine Zerlegung kam auch nicht so selten vor, da im Datenblatt die Einzelgewichte und –abmessungen von Oberwagen, Turm, Ausleger usw. aufgeführt sind, was bei solchen Schnellmontagekranen sonst ehr unüblich ist. Im Bauform wird noch mal etwas detallierter die Technik des 13K erläutert.



Zum Aufstellort am Ende eines schmalen Anliegerweges wurde der Kran als Anhänger an einem kleinen Volvo L20 Radlader gefahren. Dazu war der Kran mit der leichten Einzel-Transportachse und Deichsel ausgerüstet. Der Ballast muß dann aber vollständig separat transportiert werden. In diesem Fall wurden dann auch die Ballastplatten von der Straße mit dem Radlader mit Gabel nach hinten gefahren.
Die Transportachse ist natürlich nur für extreme Langsamfahrt geeignet; deshalb nehme ich an, der Kran wurde für die Langstrecke auf einen Tieflader gerollt. Das habe ich aber leider nicht gesehen.
Ein Bild mit der schweren Transportachse mit Vollballast hat Hendrik mal hier eingestellt und hier einen montierten Kran mit ebenfalls schwerer Achse.


Andreas / User Moertel hat auf seiner Seite auch ein paar Detailfotos von so einem Liebherr 13K als Hofkran.
Carsten hat ebenfalls mal Bilder von einem zusammengeklappten 13K mit kleiner Transportachse hier gepostet.
Hebelknecht hat in Schwerlastforum-Austria Bilder von einem 13K eingestellt, der allerdings am Unterwagen zusätzlich Betonplatten als Zentralballast hat.
Bei Liebherr gab es mal vom 13K einen Prospekt mit einem Ausschneidebogen für ein einfaches Modell (Vorderseite des Prospektes).

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit den Bildern in voller Auflösung.
--
Mal was ganz Anderes: Marion Walking Dragline aus Constructor (Holzbaukasten)
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16.11.2016, 21:50 Uhr
Jobo



Servus,

zwei Liebherr Turmdrehkrane vom Typ ? an einer Brückenbaustelle in Spanien.















Habe die Ehre
Hermann
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23.11.2016, 04:49 Uhr
kim

Avatar von kim

LIEBHERR 280 EC-H 12

500 HC,256 HC Tower section.
--
Towercrane operator
Towercrane 1:50 scale model.
Hevy transport 1:87 scale model.
,,,,,,,,,,,,,,,,,,
BKK TOWERCRANE.
http://www.flickr.com/photos/bkktowercrane/
https://www.facebook.com/bkk.towercrane

Dieser Post wurde am 23.11.2016 um 04:51 Uhr von kim editiert.
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23.11.2016, 05:02 Uhr
kim

Avatar von kim


Zitat:
jelco postete


Ein Liebherr 180 HC-L 16 & und ein 542 HC-L 36 in Amsterdam, Niederlanden.





......
The crane is LIEBHERR 160 HC-L 8/16


--
Towercrane operator
Towercrane 1:50 scale model.
Hevy transport 1:87 scale model.
,,,,,,,,,,,,,,,,,,
BKK TOWERCRANE.
http://www.flickr.com/photos/bkktowercrane/
https://www.facebook.com/bkk.towercrane

Dieser Post wurde am 23.11.2016 um 05:03 Uhr von kim editiert.
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01.12.2016, 17:56 Uhr
wk6031



Liebherr 150 EC-B und 172 EC-B


--
_____


Grüsse aus der Schweiz
Leon
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07.12.2016, 13:56 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo,

zur Jahreswende 2014/2015 kam in Frankfurt-Unterliederbach bei einem Wohnblockbau ein damals nagelneuer Liebherr 53K zum Einsatz, und zwar recht kurz, bis die eigentlichen Obendreher als Hauptkrane montiert waren. Einsatzseit für den Kleinen war nur ca. 3 Wochen. Vermieter war Nagel, die seit ein paar Jahren einen Standort im Gewerbegebiet Frankfurt-Kalbach haben.


Der Kran war dort mit 22,1 m Turm – also voll ausgefahrenem Turm ohne eingekletterte Turmstücke - und dem auf 28m verkürten Auslager im Einsatz.



Der Kran war mit 28t bei nur 2,5m Heckradius ballastiert, was der verkürzten Heckausladung entspricht.
Die Grundkonzeption des Kran orientiert sich an der Gestaltung seiner beiden größeren Brüder 65K und 81K. Damals hatte aber nur der 53k einen Oberwagenheckbereich mit offenem Gitterwerk. Inzwischen wurde dieses Gestaltungselement auch bei den größeren 81k.1 und 65k.1 eingeführt.



Ausleger und dessen Abspannung sind ebenfalls wie bei den anderen Familienmitgliedern 65K und 81K gestaltet. Lediglich beim Hubwerk ist man bei der bisherigen Lösung mit 2/4-fach Flaschenzug mit Umscherautomatik geblieben und hat kein Hubwerk für reinen 2-Strang-Betrieb verbaut. Bei der Neuvorstellung des Krans gab es auch noch keine Kabine. Inzwischen gibt es beim 53K auch die auf der Bauma 2016 gezeigte, relativ große, Kabine außen am Turm, die jedoch immer separat angehängt werden muß – siehe Prospekt S. 13.


Am Turm sieht man, dass sich Liebherr hier bei der Detailgestaltung viel Mühe gegeben hat. Die Ablage des Auslegers auf dem Grundturm erfolgt überall auf Nylon-Walzen statt auf Stahlkufen, deren Lack sofort bei der ersten Benutzung abschabt wäre und zu dauerhaften Rostflecken am Kran führen würde. Das Einrasten des Inneturms an der geünschten Teleskopierposition wird mit den zwei kleinen roten Winkerchen angezeigt.

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit den Bildern in voller Auflösung.
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Dieser Post wurde am 07.12.2016 um 13:59 Uhr von Menzitowoc editiert.
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09.12.2016, 09:53 Uhr
Stephan1964




Zitat:
M154 postete

Zitat:
Stephan1964 postete
Hast Du Bilder oder Infos über spätere Versionen des 140/190 oder 190/260?

Hallo Stephan,

vom 140/190 2. Bauform habe ich zwei Bilder. 3. oder 4. Bauform ist mir in München ebenso wenig begegnet wie ein 190/260. Der 140/190 war auch in München ein doch seltener Kran. Natürlich habe ich ein gewisses Sortiment an Fotos von Baukranen ähnlicher Größe aus der damaligen Zeit. Ich werde auch hin und wieder etwas davon hier zeigen.

Hast Du Fotos von dem 140/190 in Nürnberg gemacht, die Du hier einstellen kannst?

Schöne Grüße, Jakob

Hi Jakob,

danke für die nette Antwort! Fotos vom Nürnberger 140/190 habe ich leider keine, ich war damals 11 Jahre alt und besaß keine kamera
Aber ich hatte wirklich das große Glück, zumindest die originale BAL dieses Kranes überlassen zu bekommen
Was ich von damals noch weiß: der Kran hatte die Original HL Lackierung, also nicht kundenspezifisch umlackiert, verkürzter Ausleger im 2-Strangbetrieb mit 16to Tragkraft. Das Schaltpult war nicht wie lange üblich aus grauem, später gelbem Kunststoff mit Ausschnitt für den Bierbauch sondern aus Blech und rechteckig - sehr wertig gemacht, wenn man da so schaut, was es heute so gibt an Plastik....
Wenn Dich die BAL interessiert, lass einfach wieder von Dir hören.

Achja: und Deine Foto wären natürlich mega interessant ;-)

VG Stephan

ps: es gibt einen HL Katalog mit einem Foto eines 140/190 auf einer Baustelle in Nürnberg, durchaus möglich oder sogar wahrscheinlich, daß dies genau dieser Kran war. Katalog besitze ich im Original, könnte Dir also ein Bild davon zukommen lassen.

Dieser Post wurde am 09.12.2016 um 09:55 Uhr von Stephan1964 editiert.
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09.12.2016, 10:17 Uhr
Stephan1964




Zitat:
Menzitowoc postete
Hallo,

zur Jahreswende 2014/2015 kam in Frankfurt-Unterliederbach bei einem Wohnblockbau ein damals nagelneuer Liebherr 53K zum Einsatz, und zwar recht kurz, bis die eigentlichen Obendreher als Hauptkrane montiert waren. Einsatzseit für den Kleinen war nur ca. 3 Wochen. Vermieter war Nagel, die seit ein paar Jahren einen Standort im Gewerbegebiet Frankfurt-Kalbach haben.


Der Kran war dort mit 22,1 m Turm – also voll ausgefahrenem Turm ohne eingekletterte Turmstücke - und dem auf 28m verkürten Auslager im Einsatz.



Der Kran war mit 28t bei nur 2,5m Heckradius ballastiert, was der verkürzten Heckausladung entspricht.
Die Grundkonzeption des Kran orientiert sich an der Gestaltung seiner beiden größeren Brüder 65K und 81K. Damals hatte aber nur der 53k einen Oberwagenheckbereich mit offenem Gitterwerk. Inzwischen wurde dieses Gestaltungselement auch bei den größeren 81k.1 und 65k.1 eingeführt.



Ausleger und dessen Abspannung sind ebenfalls wie bei den anderen Familienmitgliedern 65K und 81K gestaltet. Lediglich beim Hubwerk ist man bei der bisherigen Lösung mit 2/4-fach Flaschenzug mit Umscherautomatik geblieben und hat kein Hubwerk für reinen 2-Strang-Betrieb verbaut. Bei der Neuvorstellung des Krans gab es auch noch keine Kabine. Inzwischen gibt es beim 53K auch die auf der Bauma 2016 gezeigte, relativ große, Kabine außen am Turm, die jedoch immer separat angehängt werden muß – siehe Prospekt S. 13.


Am Turm sieht man, dass sich Liebherr hier bei der Detailgestaltung viel Mühe gegeben hat. Die Ablage des Auslegers auf dem Grundturm erfolgt überall auf Nylon-Walzen statt auf Stahlkufen, deren Lack sofort bei der ersten Benutzung abschabt wäre und zu dauerhaften Rostflecken am Kran führen würde. Das Einrasten des Inneturms an der geünschten Teleskopierposition wird mit den zwei kleinen roten Winkerchen angezeigt.

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit den Bildern in voller Auflösung.

Hallo Christoph,

der 53k ist wirklich ein Top Kran, hoffentlich entwickelt der sich so gut wie der 81k bzw. jetzt der 81.1k, der ja 2016 ein paar konstruktive Details, insbesondere das Kabinenthema und die Fachwerkbauweise der Drehbühne vom neueren 53k verpaßt bekommen hat. Es wird gemunkelt, daß der 81er bald die 1000 Stück erreichen wird. Wenn man das mal in Relation setzt: 30A35 mit ca 2900 in ca 13 Jahren Fertigungszeitraum, 1000 81k in 6 Jahren...dabei muß man beachten, was der 30A35 damals gekostet hat (zwischen 62tDM und inflationsbedingt am Schluß 126tDM!), während der 81k in der Liga um 250-280k€ spielt.
Gleichzeitig ist der Kranmarkt insgesamt nur ein Bruchteil dessen, was in den 1960ern abgesetzt wurde.
Wenn man das beachtet, ist der 81k außerordentlich erfolgreich, weil außerordentlich gut. LBC kriegt es also immer noch hin, ohne "Geiz ist geil" erfolgreich zu sein.

by the way: das Gelände im Industriegebiet zwischen A5 und A661 gehört Liebherr (!) die hatten damals FK übernommen, das Gelände dann verkauft und in FFM Nord neu gebaut. in der Liebherr Immobilie teilen sich nun Liebherr Erdbewegung (direktvertrieb) und Nagel (TDK Händler) das Business, weil HL hier bei unterschiedlichen Produktgruppen unterschiedliche Vertriebsansätze fährt.

Grüsse, Stephan
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1122 — Direktlink
09.12.2016, 11:22 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo Stephan,

danke, dass Du mal Produktionszahlen und Preise für solche Turmkrane hier einordnest. Sowas war mir bisher völlig unbekannt und jetzt habe ich wenigstens mal eine kleine Vorstellung von der Größenordnung.

Wenn ich im Rhein-Main-Gebiet bzw. einfach so mal herumschaue und ganz subjektiv den Markt betrachte, scheint der 81K sich sehr stark zu verbreiten und die älteren Liebherr dieser Größenklasse zu verdrängen. Potain scheinen in dieser Klasse aber nur begrenzt mitzuspielen und die großen Cadillon sind inzwischen ja fast komplett verschwunden. Allerdings scheint mir der 81k / 81k.1 auch schon an der oberen Grenze zu sein. Den 120k.1 sieht man schon sehr selten; deshalb wird es wohl noch lange dauern, bis die Familie 53-65-81K um einen 121K erweitert wird.

Von der Technik finde ich interessant, dass man bei dieser Produktfamilie wieder zum alten Prinzip des durchgehenden Montageseils mit 3 Funktionen (Teleskopieren, Turmausfrichten, Ballastieren) zurückgegangen ist. Liebherr hat ja lange Zeit den Turm mit dicken Umlenkseilen über die Teleskopierfalschenzug aufgerichtet.

Gruß Christoph
--
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1123 — Direktlink
10.12.2016, 14:03 Uhr
Stephan1964




Zitat:
Menzitowoc postete
Hallo Stephan,

danke, dass Du mal Produktionszahlen und Preise für solche Turmkrane hier einordnest. Sowas war mir bisher völlig unbekannt und jetzt habe ich wenigstens mal eine kleine Vorstellung von der Größenordnung.

Wenn ich im Rhein-Main-Gebiet bzw. einfach so mal herumschaue und ganz subjektiv den Markt betrachte, scheint der 81K sich sehr stark zu verbreiten und die älteren Liebherr dieser Größenklasse zu verdrängen. Potain scheinen in dieser Klasse aber nur begrenzt mitzuspielen und die großen Cadillon sind inzwischen ja fast komplett verschwunden. Allerdings scheint mir der 81k / 81k.1 auch schon an der oberen Grenze zu sein. Den 120k.1 sieht man schon sehr selten; deshalb wird es wohl noch lange dauern, bis die Familie 53-65-81K um einen 121K erweitert wird.

Von der Technik finde ich interessant, dass man bei dieser Produktfamilie wieder zum alten Prinzip des durchgehenden Montageseils mit 3 Funktionen (Teleskopieren, Turmausfrichten, Ballastieren) zurückgegangen ist. Liebherr hat ja lange Zeit den Turm mit dicken Umlenkseilen über die Teleskopierfalschenzug aufgerichtet.

Gruß Christoph

"Potain scheinen in dieser Klasse aber nur begrenzt mitzuspielen und die großen Cadillon sind inzwischen ja fast komplett verschwunden"

...alles eine Frage der Vertriebsstruktur! In meiner Nürnberger Heimat sieht man im Untendreher Bereich fast nur noch Potain IGO.... alles regional unterschiedlich und hängt maßgeblich von den Händlern vor Ort und wie die den Markt bearbeiten, ab. In NBG gibt es zum Beispiel einen LBC Händler Beutelhauser, der aber aus Passau stammt und nur 25km südlich von NBG eine Zweigniederlassung unterhält, während es in Fürth, also nebendran, einen Gebr. Mayer mit Potain gibt, der alles vollstellt in der Metropol Region.

In FFM eine ganz andere Situation: es gibt den offiziellen Werkshändler und Vermieter Nagel, aber auch die Zweigniederlassung BKL, der immer noch einen großen Liebherr Park hat, obwohl nicht mehr LBC Werkshändler, sondern "Prinzip freie Tankstelle". Dann gibt es nach wie vor lokale Vermieter wie Schmittner, die historisch gewachsen über 60 K-Krane betreiben, was das östliche Umland recht gut mit älteren, gelben Maschinen abdeckt.

Da beim Vermieten immer mehr nur noch der Preis/Woche zählt und weniger der Hersteller, kommt es umso mehr darauf an, wie gut ein Händler/Vermieter sein Vertriebsgebiet kennt und bearbeitet.

Eine Faustregel, wieviel Marktanteile ein Liebherr oder ein Potain hat, gibt es daher kaum. Das ist am Ende dann nur noch die Summe der regionalen Erfolge der einzelnen Händler.

Gemessen am 0815-Kriterium "Preis" ist es also umso erstaunlicher und erfreulicher, daß ein Premium Kran wie der 81k sich so gut gegen die Billig-Konkurrenz durchsetzen kann.

Aber schauen wir doch mal, welche Entwicklung der Quasimodo von Potain, der HUP, nehmen wird und ob der tatsächlich die Revolution am Untendreher Markt bringen wird.

ich warte jedenfalls schon auf die ersten Meldungen über statische Probleme, die in der durchgehenden Asymmetrie des Kranes begründet sein mögen ^^
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1124 — Direktlink
10.12.2016, 15:45 Uhr
Graf Koks




Zitat:
Stephan1964 postete

Zitat:
Menzitowoc postete
Hallo Stephan,

danke, dass Du mal Produktionszahlen und Preise für solche Turmkrane hier einordnest. Sowas war mir bisher völlig unbekannt und jetzt habe ich wenigstens mal eine kleine Vorstellung von der Größenordnung.

Wenn ich im Rhein-Main-Gebiet bzw. einfach so mal herumschaue und ganz subjektiv den Markt betrachte, scheint der 81K sich sehr stark zu verbreiten und die älteren Liebherr dieser Größenklasse zu verdrängen. Potain scheinen in dieser Klasse aber nur begrenzt mitzuspielen und die großen Cadillon sind inzwischen ja fast komplett verschwunden. Allerdings scheint mir der 81k / 81k.1 auch schon an der oberen Grenze zu sein. Den 120k.1 sieht man schon sehr selten; deshalb wird es wohl noch lange dauern, bis die Familie 53-65-81K um einen 121K erweitert wird.

Von der Technik finde ich interessant, dass man bei dieser Produktfamilie wieder zum alten Prinzip des durchgehenden Montageseils mit 3 Funktionen (Teleskopieren, Turmausfrichten, Ballastieren) zurückgegangen ist. Liebherr hat ja lange Zeit den Turm mit dicken Umlenkseilen über die Teleskopierfalschenzug aufgerichtet.

Gruß Christoph

"Potain scheinen in dieser Klasse aber nur begrenzt mitzuspielen und die großen Cadillon sind inzwischen ja fast komplett verschwunden"

...alles eine Frage der Vertriebsstruktur! In meiner Nürnberger Heimat sieht man im Untendreher Bereich fast nur noch Potain IGO.... alles regional unterschiedlich und hängt maßgeblich von den Händlern vor Ort und wie die den Markt bearbeiten, ab. In NBG gibt es zum Beispiel einen LBC Händler Beutelhauser, der aber aus Passau stammt und nur 25km südlich von NBG eine Zweigniederlassung unterhält, während es in Fürth, also nebendran, einen Gebr. Mayer mit Potain gibt, der alles vollstellt in der Metropol Region.

In FFM eine ganz andere Situation: es gibt den offiziellen Werkshändler und Vermieter Nagel, aber auch die Zweigniederlassung BKL, der immer noch einen großen Liebherr Park hat, obwohl nicht mehr LBC Werkshändler, sondern "Prinzip freie Tankstelle". Dann gibt es nach wie vor lokale Vermieter wie Schmittner, die historisch gewachsen über 60 K-Krane betreiben, was das östliche Umland recht gut mit älteren, gelben Maschinen abdeckt.

Da beim Vermieten immer mehr nur noch der Preis/Woche zählt und weniger der Hersteller, kommt es umso mehr darauf an, wie gut ein Händler/Vermieter sein Vertriebsgebiet kennt und bearbeitet.

Eine Faustregel, wieviel Marktanteile ein Liebherr oder ein Potain hat, gibt es daher kaum. Das ist am Ende dann nur noch die Summe der regionalen Erfolge der einzelnen Händler.

Gemessen am 0815-Kriterium "Preis" ist es also umso erstaunlicher und erfreulicher, daß ein Premium Kran wie der 81k sich so gut gegen die Billig-Konkurrenz durchsetzen kann.

Aber schauen wir doch mal, welche Entwicklung der Quasimodo von Potain, der HUP, nehmen wird und ob der tatsächlich die Revolution am Untendreher Markt bringen wird.

ich warte jedenfalls schon auf die ersten Meldungen über statische Probleme, die in der durchgehenden Asymmetrie des Kranes begründet sein mögen ^^

Dem kann man uneingeschränkt zustimmen und auch in meiner Region ist eine händlerdominierende Situation beständig.
Im Umkreis von 100 Km Luftlinie gibt es zwei sehr starke Potain Händler mit jeweils über 140 Mietkranen aller Größen und zwei Liebherr Händler, die aber oft überregional tätig sind. Dementsprechend groß ist die Krandichte bei Potain Kranen, insbesondere bei den Untendrehern auf den Baustellen in der Region, Obendreher sind strukturbedingt hier sowieso weniger vertreten.
Trotz dieser Bedingungen kann man aber auch hier in dieser "Potainlandschaft" immer mehr Liebherr K-Krane sehen, insbesondere der 81 K überwiegt dabei und selbst der 42 K.1 ist häufiger zu sehen als man glaubt. Wieviele davon nun von Vermietern kommen oder von Bauunternehmen gekauft sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber sicher ist, die Qualität, Wertigkeit und Vielseitigkeit der LH-Produkte, insbesondere der K-Serie kommen trotz "Hochpreisigkeit" an in der Kundschaft, egal ob nun Vermieter oder Bauunternehmer und ich bin mal gespannt wie es sich zukünftig mit dem neuen L1 Untendrehertyp für die kleinen Ansprüche und kleinen Geldbeutel darstellen wird.
Diesen Markt hat Liebherr ja bekannterweise lange vernachlässigt und den Mitbewerbern das Feld überlassen.
Potain baut keine schlechten Krane, jedoch haben die meiner Meinung nach bei Igo T 70/85/130 die Konstruktion nicht ausreichend durchdacht.
Die langen Turmstücke zum einklettern lassen nicht genug Möglichkeiten Höhen zu varieren, die Grundhakenhöhe im teleskopierten Zustand ist zu gering und der Leistungsverlust beim einklettern des dritten Turmstücks, welches auch nur um die Hälfte der Länge genutzt werden kann mit gleichzeitigen Verlust an Spitzentragkraft und die Kabine darf dann auch nicht mehr angebaut sein, das ist gegenüber dem Liebherr K-Kran schwach und wird auch sicher von manchem Kunden so gesehen.
Anstelle sich diese neue Hup-Serie ans Bein zu flicken, hätte man besser erstmal die großen Igo´s gründlich überarbeiten sollen und den kleinen Igo´s hätte man eine optische Aufwertung verpasst.
Was Manitowoc geritten hat, diesen Hup auf den Markt zu schmeißen, außer das dieses Ding ohne was abzuschrauben in einen Überseecontainer passt und vieleicht 5 Minuten schneller Betriebsbereit ist als ein normaler Igo Vollwandturmkran, ist mir bislang unergründlich.
Eine Straffung der Produktpalette hätte man auch bei der bestehenden Igo Serie durchführen können, ohne diese komplette unsymetrische und auf den ersten Blick, für mich jedenfalls verunsichernde Konstruktion.
Life habe ich noch keinen Hup auf der Baustelle gesehen, geschweige denn unsere beiden großen Potain Händler haben schon einen, ob so mancher Kunde wohl auch Bedenken hat, naja was bislang nicht ist kann ja noch werden.
Man kann es drehen und wenden wie man will, die Liebherr K-Krane sind eine Klasse für sich und im direkten Vergleich 81K/IgoT85 in voller Aufrüstung führen, dann merkt man schnell, welcher der "Gummibaum" ist.
Müsste ich in der Leistungsklasse einen Kran kaufen, wäre für mich der Fall glasklar, man erhält eben für 1/3 Mehrkosten eine Menge mehr an Wertigkeit, Funktionalität und Leistung. Man muß das halt erkennen können und zu schätzen wissen...
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