039 — Direktlink
08.04.2011, 07:46 Uhr
Menzitowoc
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Hallo Robert,
danke für den Aufbau der Animation der Gabelstaplerkinematik. Den translatorischen Freiheitsgrad des hinteren Lagerbocks habe ich bei "meinem" Gabelstapler ganz übersehen. Jetzt wird mir auch klar, wozu die dünne Koppelstange zum unteren Drehpunkt der hinteren großen Koppelstange ist, nämlich um den Schlitten des Lagerbockes vor- und zurück zu bewegen. Die Kräfte in den Stangen kann ich so aus dem Stegreif nicht abschätzen, aber so wie diese kleine Stange beim schwarzen Stapler verbogen ist, scheint der Schlitten ja doch eine Problemstelle zu sein.
Bobcat verwendet bei seinen größeren Ladern ja auch eine ähnliche Kinematik mit zwei gekoppelten Vier-Gelenk-Getrieben, verzichtet aber auch die Verschiebemöglichkeit zugunsten einer größeren Robustheit. Den S-Schlag der Hubkurve kann man dort sicher verschmerzen.
Dabei ist auch wirklich die Frage, ober der S-Schlag wirklich so groß ist, dass er den Einsatz des Schlittens für den hinteren Lagerbock rechtfertigt. Unter akademischen Gesichtspunkten ist zwar eine ideale Grade sehr toll, aber so eine aufwändige Konstruktion ist dann in der Praxis doch nichts.
Mich würde mal interessieren, ob es durch geringfügiges Verschieben der Kinematikpunkte möglich ist, den S-Schlag der Hubkurve soweit zu vermindern, dass man sagen kann, sie wäre näherungsweise gerade.
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär |