Hansebubeforum
Registrieren || Einloggen || Hilfe/FAQ || Suche || Memberlist || Home || Statistik || Kalender || Staff Willkommen Gast!


Hansebubeforum » Baustellen » Ausbau der Rheintalbahn (Tunnel Rastatt) » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: [ Erste Seite ] ... [ 8 ] [ 9 ] [ 10 ] -11-
250 — Direktlink
06.11.2017, 08:05 Uhr
schlurchi

Avatar von schlurchi

Spritzbetonbauweise mitten im Grundwasser geht wohl nicht, sonst müsste man zuerst alles vereisen - in der Hoffnung, dass das Eis auch wirklich alles zusammenhält
--
Grüsse aus Stuttgart
Thomas

Das Copyright der Bilder liegt bei mir
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
251 — Direktlink
06.11.2017, 14:23 Uhr
Baumartl



Die Vereisunganlage ist ja schon (noch) da. Das dürfte kein Problem sein. Ob die für eine Spritzbetonbauweise auch hergenommen werden kann wird man sehen. In den ersten Planungen war das ja so vorgesehen.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
252 — Direktlink
14.11.2017, 21:45 Uhr
Tunnel36




Zitat:
Baumartl postete
Ich denke das die gut 50m in Spritzbetonbauweise entgegengesetzt zum Schneidrad hin, augebaggert werden. Danach kann man das Schneidrad heraus holen. Gegen die offen Bauweise spricht ein erneuter Eingriff ins Gleis. Zum „Beton“ in dem die Wilhelmine liegt, gehe ich mal davon aus dass der sehr leicht lösbar ist. Wahrscheinlich mit Hochdruck Wasserstrahlen. Nicht der zuerst betonierte Pfropfen. Der wird wahrscheinlich rausgestemmt.

Am Pfropfen soll man ja schon dran sein.
Bohrstrecke haben wohl keine 40m (40m wurden auch im KA-News-Artikel gennannt) mehr gefehlt. Ist nur merkwürdig warum bisher immer 56m genannt wurden - eventuell war damit fertiggestellte Röhre gemeint. Bei weniger als 40m dürfte zumindest das Schneidrad nicht mehr unter die Betonplatte der RTB ragen. Dafür liegt die Schadstelle genau darunter und es wäre plausibel dass mindestens ein kompletter Ring nach unten weggesackt ist.
Aktuell steht die TBM der Weströhre noch unter der L77 und wartet auf die Freigabe bis zum nördlichen Zielschacht fahren zu dürfen. Ob es dort dann per TBM weiter geht oder das Bauverfahren gewechselt wird ist noch nicht bekanntgegeben.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
253 — Direktlink
17.11.2017, 18:19 Uhr
Baumartl



Übrigens das ein oder mehrere Ringe „eingestürzt“ oder „eingedrückt“ sind kommt schon mal vor. Das kann verschiedene Ursachen haben. Beim Gotthard B. Z.B. steckte eine TMB für mindestens 8 Monate fest. Solche Tunnelschäden werden mit einer speziellen Spritzbetonbauweise oder mit einer neuen Betonschale aus Ortbeton und Schalung ersetzt. Da die Querschläge auch mit der Spritzbetonbauweise gesichert und einer Ortbetonschale ausgebaut werden, spricht vieles für eine Spritzbetonbauweise, als Sicherung für den restlichen Tunnel.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
254 — Direktlink
08.12.2017, 08:03 Uhr
schlurchi

Avatar von schlurchi

Letzten Mittwoch lief auf n-tv eine Reportage über den Tunnel Rastatt und den dort arbeitenden TBM´s. Ein sehr interessanter Bericht für alle, die sich für die Technik einer TBM interessieren. In der Mitte des Beitrags wird auch kurz auf das Unglück eingegangen. Dort sieht man auch ganz kurz ein Bild vom inneren des Tunnels mit verschobenen Tübbingen.
Nach der Werbung beginnt der Beitrag https://www.tvnow.de/ntv/n-tv-dokumentation/rastatter-tunnel-bahnstrecke-der-superlative/player
--
Grüsse aus Stuttgart
Thomas

Das Copyright der Bilder liegt bei mir

Dieser Post wurde am 08.12.2017 um 08:05 Uhr von schlurchi editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
255 — Direktlink
18.01.2018, 15:32 Uhr
schlurchi

Avatar von schlurchi

Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein
https://www.swr.de/swraktuell/bw/karlsruhe/verfahren-eingestellt/-/id=1572/did=20957404/nid=1572/8bclxf/index.html

Und noch ein Artikel zur Vereisung
https://www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-tunnelbaustelle-bei-rastatt-der-eisring-ist-ein-alter-hut-und-keineswegs-experimentell-_arid,298278.html
--
Grüsse aus Stuttgart
Thomas

Das Copyright der Bilder liegt bei mir

Dieser Post wurde am 18.01.2018 um 15:38 Uhr von schlurchi editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
256 — Direktlink
20.01.2018, 16:22 Uhr
Tunnel36



Interessant ist dabei dieser Abschnitt:
---
Sie haben gesagt, der Einsatz einer Tunnelbaumaschine ist nicht so üblich?

Ja. Die häufigere Form ist der manuelle Vortrieb - man gräbt also immer ein Stück aus, baut dann Stahlbögen ein und verschließt das Gewölbe mit Spritzbeton. Das Auffahren mit der Tunnelvortriebsmaschine ist ein eher seltener Fall, in Amsterdam wurde es aber auch schon durchgeführt. In Rastatt ist nicht der Frostkörper eingestürzt, sondern in einem Bereich, wo der Tunnel eigentlich schon fertig war, gab es Probleme. Die Vereisung war an dieser Stelle schon abgeschaltet, weil sie nicht mehr gebraucht wurde.
---
Gibt es dazu (Abschaltung der Kältemaschine) eine offizielle Aussage?
Bisher kenne ich hierzu nur Vermutungen aufgrund einer veränderten Geräuschkulisse bei den Kältemaschinen...

Dieser Post wurde am 20.01.2018 um 16:23 Uhr von Tunnel36 editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
257 — Direktlink
27.01.2018, 13:11 Uhr
sporni



Ich weiss langsam nicht mehr, was für Fachleuten heut zu Tage auf Grossprojekten arbeiten!!
Und man kann mir nicht erzählen: dass man keine Ahnung von Vereisung einer Tunnelröhre hat!
1990 hat man beim Bau der S Bahn Zürich unter der Limmat auch die Vereisung angewandt.
Dass heisst: Das Verfahren gibt es schon lange und nicht seit 2017.
Gruss
--
sporni
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
258 — Direktlink
28.01.2018, 00:45 Uhr
schmitti

Avatar von schmitti


Zitat:
sporni postete
Ich weiss langsam nicht mehr, was für Fachleuten heut zu Tage auf Grossprojekten arbeiten!!
Und man kann mir nicht erzählen: dass man keine Ahnung von Vereisung einer Tunnelröhre hat!
1990 hat man beim Bau der S Bahn Zürich unter der Limmat auch die Vereisung angewandt.
Dass heisst: Das Verfahren gibt es schon lange und nicht seit 2017.
Gruss

Mannheim Fahrlachtunnel 1988

https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrlachtunnel

schmitti
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
259 — Direktlink
28.01.2018, 11:17 Uhr
Baumartl



So wie ich das verstanden habe, soll die Kombination der Bauverfahren Vereisung und TMB Neuland sein.
@sporni der Tunnel im Limmat in Zürich wurde ohne TMB gebaut.
@schmitti der Fahrlachtunnel wurde ebenfalls ohne TMB gebaut.
Boden Vereisung im allgemeinen wird schon lange Angewandt, aber nicht eben nicht in der Kombination mit einer TMB. Laut dem Artikel soll dieses Verfahren in Berlin bei der U-Bahn 5 angewendet worden sein.

Dieser Post wurde am 28.01.2018 um 15:28 Uhr von Baumartl editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
260 — Direktlink
28.01.2018, 22:42 Uhr
Tunnel36




Zitat:
Baumartl postete
So wie ich das verstanden habe, soll die Kombination der Bauverfahren Vereisung und TMB Neuland sein.
@sporni der Tunnel im Limmat in Zürich wurde ohne TMB gebaut.
@schmitti der Fahrlachtunnel wurde ebenfalls ohne TMB gebaut.
Boden Vereisung im allgemeinen wird schon lange Angewandt, aber nicht eben nicht in der Kombination mit einer TMB. Laut dem Artikel soll dieses Verfahren in Berlin bei der U-Bahn 5 angewendet worden sein.

Richtig, und in Rastatt ging es um eine rund 200m lange Vereisungsstrecken ohne durchgehende Rohre. d.h. von jeder Seite laufen jeweils 100m lange Rohre aufeinander zu ohne sich zu verbinden. Dazu kommt noch die darauf sitzende Fussgängerunterführung die Erschütterungen vom Zugverkehr tief in den Untergrund / direkt auf den Eispanzer leitet.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
261 — Direktlink
30.01.2018, 23:09 Uhr
Baumartl



@ Tunnel36
Nach meinen Informationen sollen sich die Rohre überlappen. Was mich am meisten interessiert was ist das für ein Beton in dem die TMB liegt. Nicht den Pfropfen. Ich wusste lange nicht, das es des öfteren bei Tübbingtunnel zu Verformung der Ringe kommt.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
262 — Direktlink
01.02.2018, 09:20 Uhr
Tunnel36




Zitat:
Baumartl postete
@ Tunnel36
Nach meinen Informationen sollen sich die Rohre überlappen. Was mich am meisten interessiert was ist das für ein Beton in dem die TMB liegt. Nicht den Pfropfen. Ich wusste lange nicht, das es des öfteren bei Tübbingtunnel zu Verformung der Ringe kommt.

Überlappend,ja. Das ist dennoch nicht das gleiche wie eine durchgehende Verbindung da Temperaturdifferenzen/Sprünge auftreten können die Verspannungen im Erdreich bewirken können.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
263 — Direktlink
01.02.2018, 14:39 Uhr
Tunnel36



Laut Pressemeldung auf [www.Karlsruhe-Basel.de] beginnt der Rückbau des Betonpfropfens am 5.Februar und dauert voraussichtlich bis Anfang Mai 2018.
Über das weitere Vorgehen ist noch nicht entschieden.
Entfernung erfolgt durch abfräsen mit einem Kettenbagger.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
264 — Direktlink
05.02.2018, 06:18 Uhr
Ulrichkober



Hallo zusammen,

kam gestern die ganze Zeit in den Nachrichten das was auch Tunnel36 schon geschrieben hat heute wollen Sie am Tunnel weitermachen,sie wollen den Beton und
die TBM herausfräsen mit einem Bagger mit speziellen Fräskopf.
Wenn es nur der Beton wäre könnte ich es verstehen aber mit der Tunnelbohrmaschine mittendrin wird es doch schwieriger.

gruss Ulrich
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
265 — Direktlink
05.02.2018, 20:06 Uhr
Tunnel36




Zitat:
Ulrichkober postete
Hallo zusammen,

kam gestern die ganze Zeit in den Nachrichten das was auch Tunnel36 schon geschrieben hat heute wollen Sie am Tunnel weitermachen,sie wollen den Beton und
die TBM herausfräsen mit einem Bagger mit speziellen Fräskopf.
Wenn es nur der Beton wäre könnte ich es verstehen aber mit der Tunnelbohrmaschine mittendrin wird es doch schwieriger.

gruss Ulrich

Die Fräse dient erstmal nur zum abfräsen des harten Betonpfropfens, Die TBM dahinter ist dagegen in Magerbeton eingegossen - denn könnte man dann mit einem Hochdruck-Wasserstrahl entfernen. Dieses vorgehen ist aber wohl noch nicht beschlossen.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
266 — Direktlink
09.02.2018, 14:09 Uhr
Tunnel36



Erstmals werden jetzt Bilder vom Bearbeiten des Betonpfropfens öffentlich gezeigt:
[www.Karlsruhe-Basel.de] unter Bautagebuch 8. Februar.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
267 — Direktlink
09.02.2018, 15:28 Uhr
Graf Koks




Zitat:
Tunnel36 postete
Erstmals werden jetzt Bilder vom Bearbeiten des Betonpfropfens öffentlich gezeigt:
[www.Karlsruhe-Basel.de] unter Bautagebuch 8. Februar.

Bekanntlich wird ja oftmals medial fachlich nicht immer ganz das richtige geschrieben, so auch hier mit dem angeblichen "speziellen Anbaugerät" für den Bagger, also für mich sieht das nach einem ganz normalen Stemmhammer aus, oder übersehe ich da was...

https://www.karlsruhe-basel.de/baustellen-blog.html

Gruß
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
268 — Direktlink
09.02.2018, 17:35 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Graf Koks postete
Bekanntlich wird ja oftmals medial fachlich nicht immer ganz das richtige geschrieben, so auch hier mit dem angeblichen "speziellen Anbaugerät" für den Bagger, also für mich sieht das nach einem ganz normalen Stemmhammer aus, oder übersehe ich da was...

Ja, Du übersiehst etwas. Achte mal auf dem letzten Bild auf den Betonpfropfen im Bereich von der Bildmitte bis zum mittleren rechten Bildrand. Dort kann man Spuren erkennen, wie sie typisch für Anbaufräsen (z.B. Erkat ER /ERC) sind. Dass man für die Webseite ausgerechnet Fotos nimmt, auf denen der Bagger gerade mal einen Hammer montiert hat, ist natürlich ungeschickt.


Tschüs,

Sebastian
--
Baumaschinen-Modelle.net - Schwerlast-Rhein-Main.de
...von Laien regiert.

Dieser Post wurde am 09.02.2018 um 17:36 Uhr von Sebastian Suchanek editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
Seiten: [ Erste Seite ] ... [ 8 ] [ 9 ] [ 10 ] -11-     [ Baustellen ]  


Linktips:

Kranliste von Carsten Thevessen

Kran-und Schwerlast-FAQ von Sebastian Suchanek

RAL Farbliste von Burkhardt Berlin


Hansebube.de - Modellbau und Vorbild

powered by ThWboard 3 Beta 2.84
© by Paul Baecher & Felix Gonschorek


Impressum und rechtliche Hinweise