Hansebubeforum
Registrieren || Einloggen || Hilfe/FAQ || Suche || Memberlist || Home || Statistik || Kalender || Staff Willkommen Gast!


Hansebubeforum » Sonstiges » Probleme mit der Haftung von Lacken » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000 — Direktlink
07.09.2026, 19:57 Uhr
Dirk K.



Moin zusammen,

mein Name ist Dirk, ich lebe im südöstlichsten Schleswig Holstein bin bereits mein ganzes Leben Modellbahner/ Modellbauer, allerdings ohne große Modellbahnanlage bzw. Sammlung.

Ich baue Modellautos im Maßstab 1:160 um, und verändere diese auch farblich. Und da liegt das Problem. Ich habe große Probleme mit der Haftung der Lacke. Es wurde schon viel über das Thema geschrieben und ich habe viel drüber gelesen, aber eine Lösung habe ich nicht gefunden.

Ich grundiere die Modelle mit Tamiya Fine Surface Primer, anschließend erfolgt die Lackierung mit Revell Aquacolor oder mit Vallejo Acrylic Colors per Airbrush. Die Haftung ist so schlecht das der Lack beim bloßen anfassen an den Ecken und Kanten wieder ab ist. Auf den Flächen lässt sich der Lack auch sehr leicht durch reiben mit dem Fingernagel wieder entfernen.

Meine Frage dazu- hat jemand eine Idee was die Ursache sein könnte, und vielleicht eine Lösung für das Problem?

Vielen Dank schonmal und viele Grüße in die Runde
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
001 — Direktlink
07.09.2026, 20:23 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Dirk K. postete
Die Haftung ist so schlecht das der Lack beim bloßen anfassen an den Ecken und Kanten wieder ab ist. Auf den Flächen lässt sich der Lack auch sehr leicht durch reiben mit dem Fingernagel wieder entfernen.

Löst sich da nur der Lack ab oder die Grundierung gleich mit?


Tschüs,

Sebastian
--
Baumaschinen-Modelle.net - Schwerlast-Rhein-Main.de
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
002 — Direktlink
07.09.2026, 20:38 Uhr
Dirk K.



Die Grundierung hält super, die Haftung zwischen Lack und Grundierung ist schlecht.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
003 — Direktlink
13.09.2026, 11:18 Uhr
janh

Avatar von janh

Imho ist das Problem,dass Du einen wasserbasierten Lack verwendest.Um den wirklich haltbar zu machen,müsste man die Teile nach dem Lackieren in einen Ofen geben bei 50-60 Grad.Das ist zumindest meine Erfahrung.Oder Du müsstest oben drauf noch 1-2 Schichten Klarlack auftragen.
Mit Lacken auf Kunstharz Basis habe ich das Problem nicht.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
004 — Direktlink
17.09.2026, 09:53 Uhr
Dirk K.



Also von der Methode mit dem Backofen lese ich zum ersten mal. Das ist bei meinen Minimodellen aus Kunststoff allerdings einen ziemlich schlechte Idee. Mit Klarlack habe ich noch nicht viel lackiert, das müsste ich ausprobieren.

In einem anderen Forum habe ich einen ganz interessanten Beitrag zum Thema Acryllack gefunden. Dort wird von allgemein schlechter Haftung geschrieben, egal von welchem Hersteller der Lack ist. Von daher habe ich mich schon entschieden auf Lösungsmittellack umzusteigen. Das Sortiment von Elita gefällt mir gut.

@janh
Vielleicht kannst du mir kurz beschreiben wie du den Lackaufbau machst und welchen Lack du verwendest.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
005 — Direktlink
20.09.2026, 13:54 Uhr
Roland Wurm



Ähnliche Probleme mit Acryllacken hatte ich auch mal. Wenn Du, wie Du schreibst, Grundierung und Lack von unterschiedlichen Herstellern verwendest haftet der Lack durch unterschiedliche Texturen u.U. meist nur schlecht bis gar nicht. Da sollte man immer Grundierung und Lack des gleichen Herstellers verwenden.

Nach endlosen Versuchen mit Acryllacken der verschiedensten Anbieter, meist mit wenig bis mittelmäßigen Erfolg, bin ich wieder auf Lacke auf Kunstharzbasis umgestiegen. Möglicherweise haben andere Modellbauer bessere Erfahrungen mit Acryllacken gemacht, meine erste Wahl sind sie nicht mehr.

Das Sortiment von ELITA kann ich nur empfehlen. Ist zwar Lösemittelbasiert aber bei entsprechender Belüftung (Spritzkabine mit Abzug ins Freie oder lackieren im Freien) und PSA durchaus verwendbar. Seit ich diese Farben incl. Grundierung und Verdünner benutze hat es ein Ende mit Farbverlusten an Ecken und Kanten.
--
Gruß aus der Pfalz
Roland

Tradition ist nicht das Bewahren der Asche,
sondern das Weitergeben des Feuers
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
006 — Direktlink
20.09.2026, 13:54 Uhr
Roland Wurm



Ähnliche Probleme mit Acryllacken hatte ich auch mal. Wenn Du, wie Du schreibst, Grundierung und Lack von unterschiedlichen Herstellern verwendest haftet der Lack durch unterschiedliche Texturen u.U. meist nur schlecht bis gar nicht. Da sollte man immer Grundierung und Lack des gleichen Herstellers verwenden.

Nach endlosen Versuchen mit Acryllacken der verschiedensten Anbieter, meist mit wenig bis mittelmäßigen Erfolg, bin ich wieder auf Lacke auf Kunstharzbasis umgestiegen. Möglicherweise haben andere Modellbauer bessere Erfahrungen mit Acryllacken gemacht, meine erste Wahl sind sie nicht mehr.

Das Sortiment von ELITA kann ich nur empfehlen. Ist zwar Lösemittelbasiert aber bei entsprechender Belüftung (Spritzkabine mit Abzug ins Freie oder lackieren im Freien) und PSA durchaus verwendbar. Seit ich diese Farben incl. Grundierung und Verdünner benutze hat es ein Ende mit Farbverlusten an Ecken und Kanten.
--
Gruß aus der Pfalz
Roland

Tradition ist nicht das Bewahren der Asche,
sondern das Weitergeben des Feuers
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
007 — Direktlink
20.09.2026, 18:11 Uhr
janh

Avatar von janh


Zitat:
Dirk K. postete
Also von der Methode mit dem Backofen lese ich zum ersten mal. Das ist bei meinen Minimodellen aus Kunststoff allerdings einen ziemlich schlechte Idee. Mit Klarlack habe ich noch nicht viel lackiert, das müsste ich ausprobieren.

In einem anderen Forum habe ich einen ganz interessanten Beitrag zum Thema Acryllack gefunden. Dort wird von allgemein schlechter Haftung geschrieben, egal von welchem Hersteller der Lack ist. Von daher habe ich mich schon entschieden auf Lösungsmittellack umzusteigen. Das Sortiment von Elita gefällt mir gut.

@janh
Vielleicht kannst du mir kurz beschreiben wie du den Lackaufbau machst und welchen Lack du verwendest.

50 Grad mit leicht geöffneter Tür lässt keinen Kunststoff weich werden,geschweige denn schmelzen.Dann müssten Dir ja im Hochsommer reihenweise die Modelle im Regal schmelzen.Allerdings stinkt danach die Küche einen ganzen Tag lang nach Farbe.Ich habe es dann lieber auch gelassen.
Wasserbasierte Lacke habe ich probiert.Der Umweltgedanke und die geringere Gesundheitsgefahr sind ja nicht von der Hand zu weisen.Allerdings hatte ich die gleichen Probleme.Teilweise liess sich der Lack auch wie eine Gummihaut flächig vom Werkstück runterziehen.Es entsteht nun mal keine chemische Verbindung zwischen Untergrund und Farbe.
Elita habe ich auch schon probiert.An sich ein guter Lack,der schnell trocknet.Wichtig ist aber,dass man die Flächen gut vorbereitet,am besten mit Isopropanol und immer die Grundierung und die Verdünnung von Elita verwendet.Ausserdem muss man die Farbe für die Airbrush ziemlich stark verdünnen.Es war mir dann einfach zu teuer.
Einen Liter Kunstharz Verdünnung kriege ich im Fachhandel für einen Bruchteil von dem Preis,den Elita verlangt.Und ich bin nicht auf deren Sortiment beschränkt.Meist verwende ich aber die Enamel Farben von Revell,einfach weil´s von der Menge her besser passt.Was will ich mit einem dreiviertel Liter für ein einzelnes Modell.Und den Rest muss ich dann zum Problemabfall bringen.
Den größten Qualitätsschritt habe ich mit der Anschaffung einer Lackierkabine gemacht.Seitdem kann ich wetterunabhängig ganzjährig drinnen lackieren,ohne mir die Bude zu vernebeln.Wenn Du im Winter in der Garage ein Teil lackierst und es anschliessend ins Haus zum trocknen bringst,bildet sich z.B. Kondenswasser auf der Oberfläche unter dem Lack.Auch das führt zu Haftungsproblemen.
Ich trage meist eine Schicht Grundierung auf und da drauf,dann mehere Schichten Farbe bis das Ergebnis deckend ist,darauf dann noch 2-3 Schichten Klarlack.Da empfehle ich allerdings kein Revell,sondern nehme einen andereren Hersteller.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
008 — Direktlink
Heute, 09:12 Uhr
Dirk K.



Ok das mit dem Backofen klingt logisch. Allerdings würde ich nicht unseren Backofen verwenden denn wir zum zubereiten unserer Speisen nehmen. Den Luxus eines zweiten habe ich nicht. Den Kostenfaktor konnte ich bisher immer hintenan stellen, viel Lack brauche ich für meine Modelle nicht. Aber mein großer Sohn ist jetzt soweit das auch er seine Modelle in 1:87 und 1:25 lackieren möchte. Von daher rückt der Gedanke an die Kosten dann doch wieder ins Licht.

Die Farben von Elita möchte ich trotzdem ausprobieren, die Farbpalette finde ich schon beeindruckend. Revell Email hatte ich früher auch benutzt. Was spricht denn gegen den Klarlack von Revell?

Und nur mal so nebenbei: als ich damals mit den Aquavolor von Revell anfing ( muss so 20 bis 25 Jahre her sein) , habe ich die mit dem Pinsel lackiert, ohne Grundierung und ohne Klarlack. Und die Farben haften super, es gibt bei den alten Modellen bis heute keine Probleme mit den Ecken und Kanten. Wie kann das sein?
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Message || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen || IP
Seiten: -1-     [ Sonstiges ]  


Linktips:

Kranliste von Carsten Thevessen

Kran-und Schwerlast-FAQ von Sebastian Suchanek

RAL Farbliste von Burkhardt Berlin


Hansebube - Vorbild und Modellbau - Schwerlast und andere interessante Dinge - Community

powered by ThWboard 3 Beta 2.84
© by Paul Baecher & Felix Gonschorek


Impressum und rechtliche Hinweise
Datenschutzerklärung