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17.06.2008, 22:35 Uhr
Menzitowoc
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Hallo Speddy,
ich merke schon, jetzt wird es richtig kompliziert. Eigentlich ist das nicht mehr mit einer geschlossenen Formel gemacht, sondern man muß ganz tief in die Berechnung einsteigen. Wenn Du Dich damit intensiv beschäftigen möchtest und schon die Grundlagenkenntnisse der Technischen Mechanik der Semester 1 bis 3 eines TU Studiums hast, solltest Du Dir auf jeden Fall mal das Buch von Rudolf Becker "Das Große Buch der Fahrzeugkrane" vom KM-Verlag zulegen. Da ist schon sehr viel zur Kranauslegung und Berechnung drin.
Wenn Du nur eine näherungsweise Betrachtung Deines Ballastwageproblems haben willst, würde ich Dir empfehlen, mal mit EXCEL die Berechnung zu probieren. Dazu mußt Du Dir ein einfaches Kranmodell mit den Schwerpunktpositionen aller Einzelteile erstellen. Dann werden die Momente aus Gewichstkräften mal Hebelarmen aller Krankomonenten (Grundgerät, Zentralballast, Oberwagenballast, Auslegerteile, Derrickteile usw.) um einen zentralen Punkt vorzeichenrichtig addiert und Du erhälst die nötige Masse an Gegengewicht für Deinen Lastfall.
Diese Berechnung berücksichtigt natürlich nur die Standfestigkeit (ob der Kran umkippt). Weitere Begrenzung ist die Strukturfestigkeit der einzelnen Bauteile (Knicken des Auslegers, Zug-, Druck- und Biegespannungen in allen Komponenten).
Also ein weites Feld und sehr interessant. Es lohnt sich also, Maschinenbau zu studieren 
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär Dieser Post wurde am 17.06.2008 um 22:36 Uhr von Menzitowoc editiert. |