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05.01.2026, 09:10 Uhr
Menzitowoc
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Hallo,
mein Hobbykollege machte mich auf ein älteres Youtube-Video aufmerksam, in dem die Überführung eines Kirow/TAKRAF EDK 50 Eisenbahnkrans von der Schiffswerft Roßlau zum Gelände des Vereins Triebwagenmuseum Dessau begleitet wird – siehe auch den Zeitungsartikel der Mitteldeutschen Zeitung vom 21.11.2021.
Daraufhin habe ich mal im Buch „Giganten der Arbeit – 40 Jahre Fahrzeugkranbau in der DDR – das Typenbuch“ von Walter Lütche, ISBN 3-934518-05-2 von 2003, Seite 525 geschaut, was es an Informationen zu diesem Kran gibt. Die Informationen sind ehr spärlich. Der Kran mit diesel-elektrischem Antrieb und 2 x 3 Achsen für 50t Nenntraglast wurde von 1948 bis 1950 entwickelt und von 1950 bis 1962 in sage und schreibe 311 (!) Exemplaren gebaut. Im Buch wird davon geschrieben, daß Entwicklung und Bau als Reparationsleitung für die Sowjetunion vorgesehen war. Mindestens dieses eine Exemplar hier blieb aber in der DDR und wurde nach der Leipziger Messe 1956 an die Schiffswerft in Roßlau geliefert. Auch auf zwei Briefmarken zur Leipziger Messe ist der Kran verewigt.
Wie muß man sich die Aussage zu den Reparationsleistungen für die Sowjetunion vorstellen: Wurden sogut wie alle Exemplare des Krans dorthin geliefert? Oder nur in den Anfangsjahren der Bauperiode, die ja immerhin bis 1962 über 12 Jahre lief? -> Ich lese eben, daß die Reparationen der DDR an die Sowjetunion ab 1953 für beendet erklärt wurden. Wurden die Kran dann in der Sowjetunion auf ihre Einsatzstellen verteilt oder auch einfach im RGW-Raum (und darüber hinaus) weiterverkauft?
Viele Grüße Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär Dieser Post wurde am 05.01.2026 um 09:13 Uhr von Menzitowoc editiert. |