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Hansebubeforum » Dies und Das ... » Fahrzeugbeschaffung bei der Bundeswehr » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1- [ 2 ]
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05.08.2009, 21:02 Uhr
vitus1978




Zitat:
Jan.b postete
Wer soll den Kaufen die Bundeswehr bestimmt nicht, die haben gerade ihren Fuhrpark mit Ategos, Axsors und MAN's erst erneuert. Dabrauch man so eine Südamerikanischen mist nicht.

MfG Jan.b

Die Bundeswehr hat diese Fahrzeuge nicht gekauft, sondern nur geliest. Die Liesingfirma nennt sich BW-Fuhrpark, kostet die Truppe viel Geld und die Fahrzeuge dürfen meistens nicht einmal ins Ausland. Diese Liesinggeselschaft (BW-Fuhrpark) ist meines erachtens eine ziemliche Steuermittel verschwendungs Firma. Die Bundeswehr wäre besser dran, wenn sie die Fahrzeuge selber kaufen würde und somit die heimische Industrie unterstützt.

Übrigens die neuen Fahrzeuge (Ategos, Axsors und MAN's) sind für Soldaten nicht besonders geeignet. Zu kompliziert, zuviel technischer Schnickschnack usw... .
Für die Bundeswehr ist das einfachste an LKW Technik das beste = Soldaten Sicher.

Gruß vitus
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001 — Direktlink
06.08.2009, 12:41 Uhr
Braunbaer



Also ich bin ja ein ehemaliger dieser dummen Soldaten die mit "normalen" zivilen LKW gar nicht klarkommen würden.

Ich war 2000 sieben Monate im Kosovo stationiert und ich wäre froh gewesen, einen zu komplizierten LKW mit zu viel technischem Schnickschnack gefahren haben zu können.

Jeder Sonderschüler mit Klasse CE kann einen Atego, Axor, oder MAN fahren, warum dann keine Soldaten??

Im Gegenteil, beim Bund bekommst Du wenigstens eine anständige Einweisung auf das jeweilige Fahrzeug, für den TPZ Fuchs war ich 10 Tage in Hammelburg, nur um in fahren zu dürfen, im zivilen heisst es nur:
"Hier der Schlüssel, fahr!"


Aber zurück zum Zetos:

Ich habe das Teil auch scho mit großer Verwunderung auf der Autobahn gesehen und halte das Fahrzeug sehr wohl was für die BW.

Man muss sich mal die Einsatzlage der BW genauer ansehen, die Zeiten des kalten Krieges sind vorbei, internationale Einsätze sind nun an der Tagesreihe.

Dadurch müssen auch die Einsatzmittel sehr umfangreich sein.

Ich denke seit Beginn dieser Einsätze (SFOr/KFOR) hat die Bundeswehr sehr viel gelernt, man merkte schnell dass der vorhandene Fuhrpark diesen Einsätzen nicht gewachsen war, es wurden Geräte für sehr viel Geld geleast, bei einigen Einsätzen musste uns die US Army, die Schweizer und Österreicher Armee aushelfen.

Letztendlich denke ich, wird der Zetos auch bald bei der BW auftauchen, wenn auch nicht in allzu hoher Stückzahl.
--
Wie immer - nur meine eigene Meinung!
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002 — Direktlink
06.08.2009, 13:04 Uhr
Gast:Vogel
Gäste



Zitat:
vitus1978 postete

Zitat:
Jan.b postete
Wer soll den Kaufen die Bundeswehr bestimmt nicht, die haben gerade ihren Fuhrpark mit Ategos, Axsors und MAN's erst erneuert. Dabrauch man so eine Südamerikanischen mist nicht.

MfG Jan.b

Die Bundeswehr hat diese Fahrzeuge nicht gekauft, sondern nur geliest. Die Liesingfirma nennt sich BW-Fuhrpark, kostet die Truppe viel Geld und die Fahrzeuge dürfen meistens nicht einmal ins Ausland. Diese Liesinggeselschaft (BW-Fuhrpark) ist meines erachtens eine ziemliche Steuermittel verschwendungs Firma. Die Bundeswehr wäre besser dran, wenn sie die Fahrzeuge selber kaufen würde und somit die heimische Industrie unterstützt..
Gruß vitus

Erstmal heist das Leasing und ist - vereinfacht gesagt - ne Art Miete,
in Speditionen längst üblich..

Zu der "Verschwendungsfirma" mal paar harte Fakten:

http://www.bwfuhrpark.de/daten_und_fakten_15.html

und

http://www.bwfuhrpark.de/fuhrparkmanagement_55.html

Ich persönlich halte es eh für besser wenn sich gelernte Kaufleute
ums Geld kümmern, nicht Militärs die nur möglichst Dicke Rohre haben wollen..

Andreas

PS: http://www.bwfuhrpark.de/servicemodule_46.html

Dieser Post wurde am 06.08.2009 um 13:05 Uhr von Vogel editiert.
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003 — Direktlink
06.08.2009, 13:15 Uhr
Christian

Avatar von Christian


Zitat:
Vogel postete

Zu der "Verschwendungsfirma" mal paar harte Fakten:

http://www.bwfuhrpark.de/daten_und_fakten_15.html

und

http://www.bwfuhrpark.de/fuhrparkmanagement_55.html

ja und wo stehen nun die Fakten? Ausser der rechtsform, der Anzahl Mitarbeiter und dem Namen vom Chef gibt das nix her...
--
Gruß aus dem Schwarzwald
Christian
-------------------------------
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004 — Direktlink
06.08.2009, 13:25 Uhr
Gast:Vogel
Gäste


Da steht unter Anderem wem der Laden gehört..

unter Gesellschafter, und so kann sich jeder echte Zahlen per
Wirtschaftsauskunft besorgen..

Andreas
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005 — Direktlink
06.08.2009, 20:28 Uhr
vitus1978



Ich kenne den Laden leider seid mehr als 11 Jahren all zu gut. Glaub mir, was Du, Andere und ich nicht zusammen kaputt bekommen, bekommen Soldaten durch falsche Bedienung 100% kaputt. Und das ist leider die Realität und die Praxis.
Die Aussage mit der Verschwendungsmaschine, hat nix damit zu tun, daß Kaufleute besser und Militärs nicht gut rechnen können. (Es geht auch beim Bund nicht darum, wer die dickere Kanone hat, sondern die Effektivere.) Sondern, die Fahrzeuge zu überhöhten Leasingpreisen (danke für die Korrektur Vogel, aber ich weiß auch was Leasing bedeutet) bezogen werden und die eigenen Werkstattkapazitäten nicht mehr genutzt werden dürfen. Dafür werden Zivilfirmen lieber mit Geld bestraft. Trotzdem ich Personal mit einem neuen Kenntnisstand vor Ort habe.
Die Fahrzeuge dürfen nicht einmal bei den eigenen Diensttankstellen betankt werden. Statt dessen müssen alle BW Fuhrparkfahrzeuge über DKV betankt werden. Ist zwar praktisch, aber deutlich teurer als es sein müßte. Das ist eine 100% Geldvernichtung.
Ich weiß leider wovon ich spreche, da ich daß ganze jeden Tag auf meinem Schreibtisch sehe.
Deswegen meine Aussage, die alten MAN Kat 1 A1 sind halt “Soldaten sicher“, da sie nicht mit Technik voll gestopft sind, die im Ausland keiner reparieren darf, als die Vertragswerkstätten.

Gruß vitus

Dieser Post wurde am 06.08.2009 um 21:25 Uhr von vitus1978 editiert.
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006 — Direktlink
06.08.2009, 21:11 Uhr
Carsten Manner

Avatar von Carsten Manner


Zitat:
Stephan postete
Man muß es aber schon noch ein bisschen differenzierter betrachten. Die kanadischen ACTROS kommen beispielsweise in Afganistan zum Einsatz. In Kanada selbst wird man sie eher nicht finden. Viele dieser Fahrzeuge verbleiben nach ihrem Einsatz am Ort.

Das der BENZ zu den beliebtesten Fahrzeugen bei den Armeen in der ganzen Welt gehört, kann ich auch bestätigen. Afrika, Nahost, Südostasien und Südamerika sind hier schon seit Jahrzehnten gute Kunden.
Aber auch andere deutsche Hersteller verkaufen gut an miltiärische Abnehmer weltweit. STEYR zum beispiel an USA und Kanada (-> für den Balkaneinsatz), MAN an Belgien, USA (-> in Europa stationiert), Griechenland, Australien und aktuell an Groß Britanien. Langfristig dürfte es darüber dann auch so entwickeln, daß überall dort, wo bislang miltärische Fahrzeuge aus britischer Produktion verwendet werden, nach und nach viele MAN beschafft werden...


Gruß von Rhein
Stephan

Was mich jetzt ein bißchen wundert ist, dass noch keiner unserer österreichischen Freunde auf den Tisch gehauen hat , denn Steyr ist absolut kein deutscher Hersteller.

Gruß

Carsten
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007 — Direktlink
06.08.2009, 23:34 Uhr
koch87

Avatar von koch87


Zitat:
Braunbaer postete
Aber zurück zum Zetos:

Ich habe das Teil auch scho mit großer Verwunderung auf der Autobahn gesehen und halte das Fahrzeug sehr wohl was für die BW.

Man muss sich mal die Einsatzlage der BW genauer ansehen, die Zeiten des kalten Krieges sind vorbei, internationale Einsätze sind nun an der Tagesreihe.


Lass mich mal fragen:
Was kann denn der Zetros, was kein anderer LKW kann?
Wozu soll die BW solch einen Hirsch anschaffen? 3 Meter Kabine plus 5 Meter Pritsche!

Fakt ist, dass MAN über die letzten Jahre eine sehr universelle, praktische und vielversprechende Serie von Militär-LKW aufgebaut hat, dabei rede ich nicht von den Großserien für die BW.
Mercedes hat da leider nicht viel zu bieten, ausser in Tarnfarbe lackierte LKW aus der Zivilserie.
Die schwere Unimog-Baureihe ist kaum mehr zu bezahlen, die kleinen Unimog sind nur noch mit Kehrbesen unterwegs, normale Axor, Actros und Co. entsprechen nur bedingt militärischen Anforderungen.
Der Zetros ist eine ganz eigene Klasse von LKW, die in Europa bereits ausgestorben war und vermutlich auch ausgestorben bleibt.

Fakt ist auch, dass in den letzten Jahren bei vielen Ausschreibungen für Militärfahrzeuge im Ausland MAN sehr gute Geschäfte machen konnte.
Ich glaube nicht, dass das alles nur mit Schmiergeld lief.

Mercedes schaut seit Jahren zu, wie MAN den Schwaben und Pfälzern die Butter vom Brot nimmt, und es passiert nichts!

Zwar fahren im Ausland noch jede Menge Mercedes beim Miltär, aber kein Fahrzeug ist jünger als 10 Jahre!
Vergleichbar ist der Markt von zivilen Allrad-LKW im Ausland.
MAN hat da in den vergangenen Jahren verdammt viel Boden gutgemacht!



Zitat:
Carsten Manner postete
Was mich jetzt ein bißchen wundert ist, dass noch keiner unserer österreichischen Freunde auf den Tisch gehauen hat , denn Steyr ist absolut kein deutscher Hersteller.

Gruß

Carsten

Ganz sicher?

Dieser Post wurde am 06.08.2009 um 23:45 Uhr von koch87 editiert.
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008 — Direktlink
07.08.2009, 00:29 Uhr
baroni

Avatar von baroni


Zitat:
Carsten Manner postete
...
Was mich jetzt ein bißchen wundert ist, dass noch keiner unserer österreichischen Freunde auf den Tisch gehauen hat , denn Steyr ist absolut kein deutscher Hersteller.

Gruß

Carsten

Naja, Kaiserlich - Königlich ist seit 1917 vorbei....
- 1987 ging die Waffenproduktion an Mannlicher
- ebendann auch die Fahrrradsparte an Bianchi, Italien
- der Wälzlagerbereich an SKF, Deutschland
- 1990 hat sich der Lkw-Bau an MAN, Deutschland gesellt
- die Traktoren lagen anfangs in CASE-Händen
- die Busherstellung übernahm Volvo, Schweden
- 1998 ging die Spezialfahrzeuggeschicht an einen österreichischen Investor, der dann alles an General Dynamics, USA Land verschacherte
- den Rest hat dann Magna, Canada übernommen. Die wiederum haben die Antriebstechnik an ZF, Deutschland abgegeben.
Ab und an taucht der Name Steyr noch auf, aber was ist davon noch in österreichischen Händen? Warum sollten denn nun diese österreichischen Hände auf den Tisch hauen?

Nichts für Ungut,
Thorsten
--
Aktueller denn je:
Wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur erwachen! ©@bisher unbekannter Autor
... aber wenigstens keine Augenringe haben.
©@Christine Prayon
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07.08.2009, 01:40 Uhr
baroni

Avatar von baroni


Zitat:
koch87 postete
...
Die schwere Unimog-Baureihe ist kaum mehr zu bezahlen, ...

Ob das nun der Grund dafür ist, daß die Bundeswehr ein neues Fahrzeugmuster in der "2 Tonner-Klasse" einsetzt?

Für den Zetros sehe ich allerdings auch kein Platz beim Deutschen Militär. Welches Fahrzeug sollte er denn dort beerben?

Die "Fuhrpark-Kutschen" genießen beim Militär einen recht miesen Ruf. Aussagen zu folge, dürfen die nicht in das Gelände. Selbst die geschotterten Flächen auf den Standortschießanlagen seien tabu. Es könnten ja Kratzer in den Lack geraten. Das wiederum würde den Wiederverkaufswert reduzieren. So sollen auch die Reifen nie tiefer als bis zum Felgenrand in den Matsch bewegt werden. Für was dann bitte sehr der Allradantrieb? Das wird einen wohl nur der ach so dolle "Kaufmann" vorrechnen können, gelle?
Moral von der Geschichte: Die Fuhrparkkutschen stehen zu Dutzenden in trockenen Gerätehallen herum und die Verwaltenden greifen lieber auf die guten alten, noch verbliebenen, aber eigenen Fahrzeuge zurück!

Die ganze BW Fuhrparkservice - Geschichte sehe ich etwas gespalten. Einerseits ist es bestimmt nicht verkehrt, bei den ganzen globalisierten Firmen als ganz großer Käufer aufzutreten und entsprechende Konditionen aushandeln zu können.
Anderseits wieder ein durch entsprechender Lobbyarbeit entstandene Geschichte, wo unsere Steuergelder wieder nur durch
noch mehr (offene) Hände fließt, bis die eigentliche Leistung erbracht wird.

Nichts für Ungut,
Thorsten
--
Aktueller denn je:
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... aber wenigstens keine Augenringe haben.
©@Christine Prayon
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07.08.2009, 06:36 Uhr
laggy



Also das Leasen ist für die BW deutlich günstiger als die Fahrzeuge zu kaufen...
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07.08.2009, 07:37 Uhr
frechdax67



Wer behauptet und weis das Leasen günstiger ist. Bitte mal vorrechnen.
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012 — Direktlink
07.08.2009, 07:43 Uhr
Carsten Manner

Avatar von Carsten Manner


Zitat:
baroni postete

Zitat:
Carsten Manner postete
...
Was mich jetzt ein bißchen wundert ist, dass noch keiner unserer österreichischen Freunde auf den Tisch gehauen hat , denn Steyr ist absolut kein deutscher Hersteller.

Gruß

Carsten

Naja, Kaiserlich - Königlich ist seit 1917 vorbei....
- 1987 ging die Waffenproduktion an Mannlicher
- ebendann auch die Fahrrradsparte an Bianchi, Italien
- der Wälzlagerbereich an SKF, Deutschland
- 1990 hat sich der Lkw-Bau an MAN, Deutschland gesellt
- die Traktoren lagen anfangs in CASE-Händen
- die Busherstellung übernahm Volvo, Schweden
- 1998 ging die Spezialfahrzeuggeschicht an einen österreichischen Investor, der dann alles an General Dynamics, USA Land verschacherte
- den Rest hat dann Magna, Canada übernommen. Die wiederum haben die Antriebstechnik an ZF, Deutschland abgegeben.
Ab und an taucht der Name Steyr noch auf, aber was ist davon noch in österreichischen Händen? Warum sollten denn nun diese österreichischen Hände auf den Tisch hauen?

Nichts für Ungut,
Thorsten

Moin Thorsten,

dann haben sie inzwischen keinen Grund mehr auf den Tisch zu klopfen, stimmt!

Das mit dem LKW-Bau war mir klar, dass die anderen Sparten auch alle verkauft sind nicht. Wieder was gelernt

Gruß

Carsten
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013 — Direktlink
07.08.2009, 07:58 Uhr
Bjoern



Eben! Beim Leasen zahlt man schließlich (zurecht) noch Zinsen auf das Geld, was man beim erhalt der Ware nicht bezahlt hat, da es ja nicht für die Leasinggesellschaft arbeiten kann.

Speziell bei der BW kommen noch die o. g. Nachteile bezüglich Geländeverwendung hinzu.

Und auch wenn der BW-Fuhrparkservice (noch) zu 100% dem Bund gehört, stelle man sich mal vor, es tritt der (wie auch immer aussehende) Ernstfall ein und die Leasinggesellschaft sagt: "Nö, dafür stellen wir unsere Fahrzeuge nicht zur Verfügung!" - Z. B. weil die "andere Seite" bessere Leasingkonditionen zahlt ?

So long...
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014 — Direktlink
07.08.2009, 11:50 Uhr
koch87

Avatar von koch87

Welches Problem gibt es mit dem Leasen?

Die Leasinggesellschaft gehört dem Bund, also bleiben Gewinne und Verluste in einer Tasche!
In der heutigen Zeit finde ich dieses Leasingmodell nicht verkehrt.
Was brachte es in der Vergangenheit, dass die BW z.B. 17.000 Unimog 1300L im Schuppen versteckt hat, wo kaum ein Fahrzeug für den Einsatz im Ausland geeignet war, weil schlicht die Einsatzbedingungen ganz anders geworden sind.
Nun werden gepanzerte Dingos gebraucht, aber in welcher Zahl?
Soll die BW wirklich mit 20-25 Jahre alten Fahrzeugen im Ausland antreten?
Dann doch lieber die Technik kaufen, die gerade gebraucht wird.

Der Fuhrpark der BW im Ausland ist deutlich bunter geworden, flexibler könnte man sagen. Das kann nur im Sinn der BW sein!

Gerade vor 2 Tagen lief ein Bericht über die BW in Afghanistan.
Ich empfinde es als Schande, dass die Soldaten da nach wie vor teils mit ungepanzerten Flatterdach-Wolf durchs Minenfeld müssen.
Wer dort im Cabrio ausrücken muß, hat schlicht die Arschkarte gezogen!
Hauptsache die Gesundheitsministerin fährt in gepanzerter Karosse...

Vielleicht sind die Zeiten vorbei, wo tausendfach baugleiche Fahrzeuge angeschafft wurden, die wie üblich dann 30 Jahre und ganze 5000km/Fahrzeug genutzt wurden. Wenn das keine Geldverschwendung war/ist.

Ich würde das Leasing-Konzept nicht schlecht reden.

Dieser Post wurde am 07.08.2009 um 11:54 Uhr von koch87 editiert.
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015 — Direktlink
07.08.2009, 12:37 Uhr
frechdax67



der BW Fuhrparkservice gehört zu 75,1% dem Verteidigungsministerium und zu 24,9 % dem DB Fuhrparkservice. Alles klar??
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016 — Direktlink
07.08.2009, 12:53 Uhr
koch87

Avatar von koch87


Zitat:
frechdax67 postete
der BW Fuhrparkservice gehört zu 75,1% dem Verteidigungsministerium und zu 24,9 % dem DB Fuhrparkservice. Alles klar??

So habe ich es auch gelesen.
DB steht für die Bahn, und die gehört doch auch (noch) dem Bund, oder irre ich?
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017 — Direktlink
07.08.2009, 13:15 Uhr
Bjoern




Zitat:
koch87 postete
Welches Problem gibt es mit dem Leasen?

Die Leasinggesellschaft gehört dem Bund, also bleiben Gewinne und Verluste in einer Tasche!

Also fließt das Geld vom Bund in die BW und zurück zum Bund !?! Und wer bezahlt die ganzen Verwaltungskosten ?

In der heutigen Zeit finde ich dieses Leasingmodell nicht verkehrt.
Was brachte es in der Vergangenheit, dass die BW z.B. 17.000 Unimog 1300L im Schuppen versteckt hat, wo kaum ein Fahrzeug für den Einsatz im Ausland geeignet war, weil schlicht die Einsatzbedingungen ganz anders geworden sind.

In der Vergangenheit war das Einsatzszenario ein anderes, daher machte es schon Sinn, "auf Halde" produzieren zu lassen.

Nun werden gepanzerte Dingos gebraucht, aber in welcher Zahl?
Soll die BW wirklich mit 20-25 Jahre alten Fahrzeugen im Ausland antreten?
Dann doch lieber die Technik kaufen, die gerade gebraucht wird.

Du sagst es: Die Technik KAUFEN!

Der Fuhrpark der BW im Ausland ist deutlich bunter geworden, flexibler könnte man sagen. Das kann nur im Sinn der BW sein!

Gerade vor 2 Tagen lief ein Bericht über die BW in Afghanistan.
Ich empfinde es als Schande, dass die Soldaten da nach wie vor teils mit ungepanzerten Flatterdach-Wolf durchs Minenfeld müssen.
Wer dort im Cabrio ausrücken muß, hat schlicht die Arschkarte gezogen!
Hauptsache die Gesundheitsministerin fährt in gepanzerter Karosse...

Da geb ich Dir 100% Recht!

Ich würde das Leasing-Konzept nicht schlecht reden.

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018 — Direktlink
07.08.2009, 13:58 Uhr
vitus1978




Zitat:
koch87 postete
Welches Problem gibt es mit dem Leasen?

Die Leasinggesellschaft gehört dem Bund, also bleiben Gewinne und Verluste in einer Tasche!
In der heutigen Zeit finde ich dieses Leasingmodell nicht verkehrt.
Was brachte es in der Vergangenheit, dass die BW z.B. 17.000 Unimog 1300L im Schuppen versteckt hat, wo kaum ein Fahrzeug für den Einsatz im Ausland geeignet war, weil schlicht die Einsatzbedingungen ganz anders geworden sind.
Nun werden gepanzerte Dingos gebraucht, aber in welcher Zahl?
Soll die BW wirklich mit 20-25 Jahre alten Fahrzeugen im Ausland antreten?
Dann doch lieber die Technik kaufen, die gerade gebraucht wird.

Der Fuhrpark der BW im Ausland ist deutlich bunter geworden, flexibler könnte man sagen. Das kann nur im Sinn der BW sein!


Gerade vor 2 Tagen lief ein Bericht über die BW in Afghanistan.
Ich empfinde es als Schande, dass die Soldaten da nach wie vor teils mit ungepanzerten Flatterdach-Wolf durchs Minenfeld müssen.
Wer dort im Cabrio ausrücken muß, hat schlicht die Arschkarte gezogen!
Hauptsache die Gesundheitsministerin fährt in gepanzerter Karosse...

Vielleicht sind die Zeiten vorbei, wo tausendfach baugleiche Fahrzeuge angeschafft wurden, die wie üblich dann 30 Jahre und ganze 5000km/Fahrzeug genutzt wurden. Wenn das keine Geldverschwendung war/ist.

Ich würde das Leasing-Konzept nicht schlecht reden.

Ich rede das Leasing-Konzept nicht schlecht! Nur ist das Ding für die BW völliger Müll.
Fakten für die Bundeswehr und auch uns Steuerzahler:
Denn die Fahrzeuge werden nicht Kilometerweise abgerechnet, sondern mit einer Tagesmiete. Auch wenn ich das Gerät nicht nutze, fallen Kosten an!
Wenn ich dann mal die Leasingpreise für einen Ford Focus vom BW Fuhrparkservice und der Firma Sixt, Herz usw. vergleiche, sind die Konditionen und Preise von BW Fuhrparkservice höher. Daher Geldvernichtung!

Zur Motorölergänzung oder dem Austausch einer Glühbirne ist eine Fachwerkstatt auf zu suchen. Das war früher Fahrer-/ Bedienersache. Aber jetzt ist das anders. Hier werden die Kosten für die Fahrzeuge unnötig hoch getrieben! Die entstehenden Kosten werden der Truppe in Rechnung gestellt!

Was hilft mir ein neuer Wolf mit MSA, mit Klimaanlage im Einsatz, wenn das Gerät im Einsatz kaputt geht(ich sag mal nur Klimaanlage) und keiner aus unserer Inst das Fahrzeug reparieren darf, obwohl das Know-How und das dafür geschulte Personal vor Ort ist. Daher Geldvernichtung!

Außerdem ist BW Fuhrparkservice eine zivile Gesellschaft und unterliegt damit auch der Steuerpflicht! Daher bleibt das Geld nicht beim Bund!
Daher Geldvernichtung!


Zitat:
Vielleicht sind die Zeiten vorbei, wo tausendfach baugleiche Fahrzeuge angeschafft wurden, die wie üblich dann 30 Jahre und ganze 5000km/Fahrzeug genutzt wurden. Wenn das keine Geldverschwendung war/ist.

Das war ein großer Vorteil, da man auch im Einsatz Fahrzeuge, die schon durch Schäden oder TMP-Schäden außer Betrieb waren, Teile ausbauen konnte, um andere (dringenst benötigte) Fahrzeuge schnellstens wieder fit zu machen. Diese Teile wurden dann angefordert und wieder in die "geschlachteten" Fahrzeuge eingebaut. Das geht mit einem kunterbunt gemischten Fuhrpark nicht mehr, da zu viele Teile nicht untereinander passen, oder ich die Fahrzeuge nicht reparieren darf. Bei einem Dingo, Marder, Boxer, Fuchs oder einem Fenik usw, (also Taktische Fahrzeuge) ist das anders. Daher ist es meistens besser, wenn die Geräte so einfach wie möglich sind. Und wenn die neuen Zetros - Militärfahrzeuge zwar modern, aber so einfach wie es geht sind, ist das Gerät für die Einsätze der Bundeswehr am besten geeignet.

Dieser Post wurde am 07.08.2009 um 14:12 Uhr von vitus1978 editiert.
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019 — Direktlink
07.08.2009, 14:26 Uhr
frechdax67



Bei der Deutschen Bahn ist bis jetzt der Bund der alleinige Anteilseigner. Es war und ist die Privatiesierung vorgesehen. So kann also jeder mittel- bis langfristig Anteilseigner werden.
Noch zum Leasing. So weit es mir bekannt ist werden die Leasinggebühren aus einem völlig anderem Topf generiert wie der Kauf von Geräten oder Fahrzeugen. Für Kauf ist kein Geld da, also machen wir es eben anders. Dazu gibt es noch eine Steigerungsstufe und die nennt sich cross border leasing. Wer das zahlt?? Wir alle
Das ist jetzt nur zum Thema Leasing und hat nichts damit zu tun was die Jungs vorne bei einem Kampfeinsatz tatsächlich benötigen. Denn da ist das Beste gerade gut genug
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020 — Direktlink
07.08.2009, 14:30 Uhr
koch87

Avatar von koch87


Zitat:
vitus1978 postete
Ich rede das Leasing-Konzept nicht schlecht! Nur ist das Ding für die BW völliger Müll.
Fakten für die Bundeswehr und auch uns Steuerzahler:
Denn die Fahrzeuge werden nicht Kilometerweise abgerechnet, sondern mit einer Tagesmiete. Auch wenn ich das Gerät nicht nutze, fallen Kosten an!
Wenn ich dann mal die Leasingpreise für einen Ford Focus vom BW Fuhrparkservice und der Firma Sixt, Herz usw. vergleiche, sind die Konditionen und Preise von BW Fuhrparkservice höher. Daher Geldvernichtung!

Egal wie die Nutzung berechnet wird, das Geld bleibt beim Bund!
Wer verdient an dem Deal? Die Leasinggesellschaft, die gehört dem Bund!



Zitat:
vitus1978 postete
Zur Motorölergänzung oder dem Austausch einer Glühbirne ist eine Fachwerkstatt auf zu suchen. Das war früher Fahrer-/ Bedienersache. Aber jetzt ist das anders. Hier werden die Kosten für die Fahrzeuge unnötig hoch getrieben! Die entstehenden Kosten werden der Truppe in Rechnung gestellt!

Ohne die Details der Leasingverträge zu kennen, sie betreffen vermutlich nur Fahrzeuge von der Stange, PKW, Kleinbusse, normale LKW etc.
Ich finde es völlig normal, dass an modernen Fahrzeugen auch nur Leute der Fachwerkstatt schrauben sollten, auch wenn nur die Glühlampe oder das Motorenöl zu wechseln ist. Bei der Vielzahl verschiedener Fahrzeuge kann eine BW-Werkstatt da viel Schaden anrichten.
Ausserdem werden viele Fahrzeuge in ihrer Garantiezeit gefahren, das sollte auch viel Geld sparen und die Betriebssicherheit erhöhen.

Ziel der Leasing-Gesellschaft wird es mit Sicherheit sein, Fahrzeuge zum sinnvollsten Zeitpunkt mit höchstem Werterhalt zu verkaufen, um Steuergelder zu sparen.
Irgendwo wird sich jemand Gedanken gemacht und ein bischen gerechnet haben.
… das hoffe ich wenigstens.



Zitat:
vitus1978 postete
Was hilft mir ein neuer Wolf mit MSA, mit Klimaanlage im Einsatz, wenn das Gerät im Einsatz kaputt geht(ich sag mal nur Klimaanlage) und keiner aus unserer Inst das Fahrzeug reparieren darf, obwohl das Know-How und das dafür geschulte Personal vor Ort ist.

Erzähl mir bitte niemand, dass die BW im Einsatzgebiet mit Leasingfahrzeugen operiert, auch der Wolf ist kein Leasingfahrzeug, genau wie Dingo oder Fuchs.
Wäre ja lustig, wenn die größte Aufgabe der Soldaten wäre, Kratzer am Lack zu vermeiden!



Zitat:
vitus1978 postete
Außerdem ist BW Fuhrparkservice eine zivile Gesellschaft und unterliegt damit auch der Steuerpflicht! Daher bleibt das Geld nicht beim Bund!

Das zu zahlende Steuergeld der Gesellschaft bleibt nicht beim Bund? Wohin geht es dann?



Zitat:
vitus1978 postete
Das war ein großer Vorteil, da man auch im Einsatz Fahrzeuge, die schon durch Schäden oder TMP-Schäden außer Betrieb waren, Teile ausbauen konnte, um andere (dringenst benötigte) Fahrzeuge schnellstens wieder fit zu machen. Diese Teile wurden dann angefordert und wieder in die "geschlachteten" Fahrzeuge eingebaut. Das geht mit einem kunterbunt gemischten Fuhrpark nicht mehr, da zu viele Teile nicht untereinander passen, oder ich die Fahrzeuge nicht reparieren darf. Bei einem Dingo, Marder, Boxer, Fuchs oder einem Fenik usw, (also Taktische Fahrzeuge) ist das anders. Daher ist es meistens besser, wenn die Geräte so einfach wie möglich sind.

Im Zeitalter von Euro 5 und kommenden Gesetzen werden wir uns ohnehin von dem Gedanken lösen müssen, dass alle Fahrzeuge baugleiche Antriebe haben. Vollgestopft mit Elektronik wird es in der Feldwerkstatt bald schwierig werden, moderne Antriebe zu reparieren oder auch nur Komponenten zu tauschen. Mit etwas Glück werden noch einheitliche Reifen verwendet, allerdings ist auch da das BW-Angebot schon sehr weit gestreut.
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07.08.2009, 15:54 Uhr
vitus1978



Erst mal: Das Geld geht bei BW Fuhrparkservice nicht nur in die Neubeschaffung oder in die Steuerkasse, sondern damit wird auch die nächste Geldvernichtungsmaschine gefüttert. Nämlich die GEP. Das ist eine Beraterfirma, die für den Bund arbeitet und ebenfalls die Steuergelder verbrennt. Auch die Bahn nimmt fleißig Geld aus der Gesellschaft BW Fuhrparkservice.

Für uns ist das hier in der Dienststelle sehr wichtig, wenn Motoren und Antriebe Baugleich sind! Gerade deshalb ist es wichtig, daß die Gerätschaften so einfach wie möglich sind.
Und die Wartung möglichst selber. Denn in Afghanistan gibt es keine MAN und Mercedes Werkstätten. Die neuen Wölfe und Busse (siehe Feldjäger- und Funkbusse) sind sehr wohl BW-Fuhrparkfahrzeuge. Glaubst du nur weil die grün sind das keine BW-Fuhrparkfahrzeuge?
Die sind nur mit einer Grünen Folie beklebt und Sehrwohl vom Fuhrparkservice!



Zitat:
Ohne die Details der Leasingverträge zu kennen, sie betreffen vermutlich nur Fahrzeuge von der Stange, PKW, Kleinbusse, normale LKW etc.
Ich finde es völlig normal, daß an modernen Fahrzeugen auch nur Leute der Fachwerkstatt schrauben sollten, auch wenn nur die Glühlampe oder das Motorenöl zu wechseln ist. Bei der Vielzahl verschiedener Fahrzeuge kann eine BW-Werkstatt da viel Schaden anrichten.
Außerdem werden viele Fahrzeuge in ihrer Garantiezeit gefahren, das sollte auch viel Geld sparen und die Betriebssicherheit erhöhen.

Da kann ich leider nur sagen, daß der militärische Gedanke mit der zivilen Wirtschaft in diesen Sachen kompatibel sind und die Logistik deutlich schwerer ist. Wenn ich die Fahrzeuge nicht im Einsatz insten oder warten darf, muß ich sie erst mal aus dem Einsatzland wieder nach Deutschland bringen. Dabei entstehen enorme Kosten. Kosten, die vermeidbar sind.

Aber laß dir ruhig von der GEP, der BW Fuhrparkservice und der Politik erzählen, daß das alles Wirtschaftlich und billiger und besser sei. Denn wenn das alles bekannt wäre, wäre daß für viele Unternehmen und so manche Politiker (auch nicht mehr amtierende) ein super GAU!

Aber nun off topic.

Mercedes baut sehr robuste Motoren und Geräte. Denn sonst wäre der Unimog kein Bestseller.

Gruß Vitus
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07.08.2009, 18:04 Uhr
Sebastian Suchanek
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Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
vitus1978 postete
Zur Motorölergänzung oder dem Austausch einer Glühbirne ist eine Fachwerkstatt auf zu suchen. Das war früher Fahrer-/ Bedienersache. Aber jetzt ist das anders.

Schon mal bei einem aktuellen PKW versucht, die Glühlampe zu wechseln? Das geht teilweise haarscharf an "Frontpartie abbauen" und/oder "Motor ausbauen" vorbei, nur um an das Mistding überhaupt rankommen zu können. Da wäre ich an der Deiner Stelle froh, wenn ich's nicht machen müsste.
(Ja, ich mag derart besch***en konstruierte Autos auch nicht. )


Zitat:
vitus1978 postete
Außerdem ist BW Fuhrparkservice eine zivile Gesellschaft und unterliegt damit auch der Steuerpflicht! Daher bleibt das Geld nicht beim Bund!

Ich gebe Dir recht, daß diese Leasing-Nummer 10km gegen den Wind stinkt und eigentlich aus allen Löchern danach schreit, daß sich hier irgendwer massiv Kohle in die eigene Tasche schaufelt.
Aber gerade die Steuern sind ein denkbar schlechtes Argument für Deine Meinung, denn die gehen - tadah! - an den Staat. (Selbst wenn sie nicht an den Bund gehen, gehen sie an Länder und/oder Kommunen, bleiben also in der öffentlichen Hand.)


Tschüs,

Sebastian
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07.08.2009, 18:25 Uhr
Gast:tom_hobby
Gäste



Zitat:
koch87 postete

Zitat:
Braunbaer postete

...



Zitat:
Carsten Manner postete
Was mich jetzt ein bißchen wundert ist, dass noch keiner unserer österreichischen Freunde auf den Tisch gehauen hat , denn Steyr ist absolut kein deutscher Hersteller.

Gruß

Carsten

Ganz sicher?


Der Begriff "deutscher Hersteller" ist vielleicht nicht die richtige Wortwahl gewesen.
STEYR ist ein österreichische Firma mit ausländischen Eigentümern, im Fall der Nutzfahrzeugsparte ist das MAN aus Deutschland.

Eure HypoVereinsbank ist ja auch keine italienische Bank, nur weil die Unicredit der Eigentümer ist.

Eine weiteres Eingehen auf Beteiligungen, Eigentumsanteile, Verflechtungen, etc. (egal ob bei MAN-STEYR oder den Banken) würde hier den Rahmen sprengen und aus meiner Sicht in diesem Forum sowieso nicht passend.

Dieser Post wurde am 07.08.2009 um 18:28 Uhr von tom_hobby editiert.
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07.08.2009, 19:15 Uhr
koch87

Avatar von koch87


Zitat:
vitus1978 postete
Denn in Afghanistan gibt es keine MAN und Mercedes Werkstätten. Die neuen Wölfe und Busse (siehe Feldjäger- und Funkbusse) sind sehr wohl BW-Fuhrparkfahrzeuge. Glaubst du nur weil die grün sind das keine BW-Fuhrparkfahrzeuge?
Die sind nur mit einer Grünen Folie beklebt und Sehrwohl vom Fuhrparkservice!

Hallo Vitus,
was ist bei Dir ein Wolf? Für mein Verständnis ist das der Mercedes G mit Faltverdeck, ein reines Militärfahrzeug. Wenn Du mir Bilder zeigst, dass solch ein Wolf vielleicht silbern lackiert ist, und mit grüner Folie beklebt ist, falle ich tot vom Stuhl!

Ich glaube mal, dass bei der BW zwischen Militärfahrzeugen und militärisch genutzten Fahrzeugen unterschieden wird. Nicht zuletzt, weil sich Militärfahrzeuge nicht ohne Probleme wieder verkaufen lassen. Selbst ein gepanzerter und sonst recht ziviler Mercedes G AMG fällt unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, so habe ich es gerade vor ein paar Wochen gelesen, weil deren Export nach Russland sehr schwierig ist.
Es mag sein, dass ein paar zivile Mercedes G von der Stange, die bei den Feldjägern oder für den Chefs in Afghanistan angeschafft wurden, Leasingfahrzeuge sind, obwohl mir dieser Gedanke auch recht fremd scheint. Drei Jahre Afghanistan werden sich nicht mit etwas Politur verstecken lassen. Außerdem laufen bei den BW in Afghanistan z.B. auch Toyota Landcruiser, Modellreihen die lokal angeboten werden, die es aber nicht in Deutschland gibt.
Das können ja auch unmöglich Leasingfahrzeuge sein.
Leasing macht nur Sinn, wenn die Fahrzeuge sofort nach ihrer Nutzung wieder verkauft werden können.



Zitat:
vitus1978 postete
Aber nun off topic.

Mercedes baut sehr robuste Motoren und Geräte. Denn sonst wäre der Unimog kein Bestseller.

Gruß Vitus

Wie tief steckst Du in der Geschichte des Unimog ?
Ich muss Dich hier leider gewaltig enttäuschen. Der Unimog ist keinesfalls ein Bestseller.
Nicht umsonst wurde die Produktion von Gaggenau nach Wörth verlegt, um die Unimog auf den normalen Fließbändern etwas effektiver zu fertigen. Die Produktionszahlen liegen seit Jahren am Boden. Wenn ich recht informiert bin, wurde sogar über ein Produktionsstopp nachgedacht.
Der Unimog ist schlicht zu teuer! Für einen Unimog bekommt man schon fast zwei (Nutzlast-) gleichwertige Allrad-LKW vom gleichen Hersteller!
Der Unimog hat lange von Militäraufträgen gelebt, natürlich besonders von der Bundeswehr. Als der Großauftrag der BW abgearbeitet war, rutschten die Fertigungszahlen steil nach unten!
Keine Frage, die Technik begeistert, aber wozu braucht ein Schneeschieber oder Kehrbesen der Stadtverwaltung Portalachsen und gigantische Geländefähigkeiten?
Leider wird der typische Militärmarkt vom Unimog inzwischen auch aggressiv von MAN und Iveco bedient, zu deutlich günstigeren Preisen.

Auch Deine Aussage, dass Mercedes „robuste Motoren und Geräte baut“, muss relativiert werden.

Auch hier kann ich nur berichten, dass die typischen Absatzmärkte von Leasingfahrzeugen, die Länder in Osteuropa und im Nahen Osten, keine modernen Actros mehr sehen wollen. Luftfederung und elektronische Steuerungen sind dort nicht zu gebrauchen. Dort wird der Markt mehr und mehr von Volvo und Scania bedient.
Mercedes baut sicherlich hervorragende Fahrzeuge, aber im Moment ist man im Ausland über Gebrauchtfahrzeuge nicht sehr begeistert.

Dieser Post wurde am 07.08.2009 um 19:17 Uhr von koch87 editiert.
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