028 — Direktlink
30.12.2016, 00:45 Uhr
Menzitowoc
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Hallo Sebastian,
wenn Du nur die nominalen Längskräfte im Stützzylinder betrachtest, hast Du sehr wahrscheinlich recht. Die Hebelverhältnisse bei dieser Stützkonstruktion sind dafür ehr ungünstig.
Aber bei diesen Klapppratzen wird der Zylinder optimal in sphärischen Gleitlagern geführt und ist damit auf beiden Seiten gelenkig eingespannt. Es werden keine Biegemomente in den Zylinder eingeleitet. Bei der klassischen Stützkonstruktion mit den vertikalen Zylindern kommen zu den nominalen Abstützkräfte noch erhebliche Querkräfte und Biegebelastungen hinzu. Diese resultieren aus den nicht idealen Aufstellbedingungen, Querbelastung durch die Kranarbeiten (wird bei den Pratzen alles durch die Stützbolzen aufgenommen) und Biegung bei Schrägaufstellung des LKW. Wie groß diese Kräfte sind, wird sich schwer theoretisch quantifizieren lassen; wahrscheinlich werden die einfach aus Erfahrung abgeschätzt und es wird ein entsprechender Zylinderdurchmesser gewählt.
Summa summarum dürftes Du aber knapp recht behalten, wenn ich mir so die anderen Bilder anschaue, erscheinen die Zylinder dort ehr dünn.
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär |