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15.06.2020, 23:26 Uhr
Menzitowoc
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Hallo,
eigentlich wollte ich Euch die alten und neueren Hafenkrane am Mainufer mal komplett dokumentieren, aber dazu bin ich noch nicht gekommen. Anfangen kann man ja mal trotzdem – z.B. mit dem alten Hafenkran an der Frankfurt-Höchster Nidda-Mündung:

 Der ganze Drehkran ruhte auf einem Sandsteinsockel. Es gab nur die Freiheitsgrade “Heben und Senken”, sowie “Drehen”. Eine Ausladungsveränderung war nicht möglich. Immerhin gab es ein Schutzdach für den oder die Kranführer.
 Ansicht des Getriebes von hinten. Ganz vorne links sieht man den Bremshebel für die Bandbremse der Hubtrommel. Über das Kegelradgetriebe mit der dünnen vertikalen Welle wird das Drehwerk bedient und auf den hinteren Vierkant (im Bild weiter vorne) wird die Kurbel für das Hubwerk aufgesteckt.
 Ansicht des Hubwerkes von vorne. Am unteren Rand des Bildes sieht man die Auslegerfußlagerung. Auf der Spiraltrommel wurde das Hubelement – in diesem Fall vermutlich eine Kette – aufgetrommelt. Hinter der Auslegerfußlagerung sieht man die Rollen für die Drehlagerung des Oberkrans an der vertikalen Säule, die fest im Sandsteinsockel verankert war. Um diese drehte sich der ganze Oberkran.
 Der Kran wurde 1770 auf diesem Sandsteinsockel aufgestellt. Die Angabe des Baujahrs mit 1870 scheint wohl falsch zu sein, da überall in den Quellen 1770 angegeben wird. Hinzu kommt, dass das Baujahr 1870 für so einen handbetriebenen Kran unrealistisch jung ist.
Die Bilder habe ich Ende April 2019 aufgenommen.
Gruß Christoph P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit den Bildern in voller Auflösung. -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär Dieser Post wurde am 15.06.2020 um 23:28 Uhr von Menzitowoc editiert. |