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Hansebubeforum » TV- und Buchtipp » RTL Soap - Ice Road Truckers » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
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14.11.2008, 21:32 Uhr
Schwertransport-Online

Avatar von Schwertransport-Online

Einer der gefährlichsten Jobs der Welt: Die Trucker müssen ihre tausende Tonnen Ladung über Kanadas zugefrorene Seen fahren und dürfen sich dabei keinen einzigen Fehler erlauben.

Sehr interessante Serie die am 9.11.2008 begonnen hat!

Die aktuellen Sendungen kann man ganz einfach auf RTL-NOW in voller Länge anschauen!

http://rtl-now.rtl.de/iceroadtruckers.php

PS: Ich glaube das werden insgesamt 10 Folgen!
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001 — Direktlink
15.11.2008, 00:07 Uhr
robertd



Hallo,

Danke für den Tipp

hier gibts noch eine Seite mit vielen Bildern und Geschichten zum Thema: http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=267881&page=16

Und so sieht eine Ice Road (zumindest der Anfang davon) im Sommer aus (in diesem Fall von Inuvik nach Tuktoyaktuk) :





gruss robert
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002 — Direktlink
16.11.2008, 09:35 Uhr
Schwertransport-Online

Avatar von Schwertransport-Online

Ich sehe da leider nur immer diese Hauber aus USA, mich würd mal interessieren ob auch LKWs aus Deutschland (TGA, Actros) dort in der "Eiswüste" überleben könnten, oder sogar mal eingesetzt werden.
Dieser Post wurde am 16.11.2008 um 09:36 Uhr von Schwertransport-Online editiert.
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003 — Direktlink
16.11.2008, 10:14 Uhr
robertd



Hallo,

das würde mich doch sehr wundern.
Man muss sich vor Augen halten, dass es dort ja nicht die Infrastruktur gibt wie hier - das gilt schon für normale Highways, und für die Ice Roads dann ganz besonders. Da kommt so alle 150-200 Kilometer mal ein Ort, und das ist dann halt ein kleines Dorf mit vielleicht nur 300 Einwohnern. Dort gibt es dann eine Tankstelle mit ner kleinen Werkstatt dabei und das wars. Yellowknife ist ja da oben mit ca. 17.000 Einwohnern wohl die größte kanadische Stadt nördlich des 60. Breitengrades. Die einzige kanadische Stadt, die noch annähernd so gross ist dürfte Whitehorse sein, alles andere sind dann Dörfer mit so 200-2000 EW (Nur so als Vergleich, um die Bevölkerungsdichte zu veranschaulichen: die 3 nördlichen Territorien Kanadas haben zusammen etwas weniger als 4 Millionen km2 und rund 100.000 Einwohner, die EU hat 4,3 Millionen km2 und beinahe 500 Millionen EW).
Insofern kann ich mir kaum vorstellen, dass dort europäische LKW eingesetzt werden, die zum einen ohnehin nicht sehr verbreitet sind und zum anderen (so denke ich) doch technisch etwas anspruchsvoller sein dürften als die amerikanischen Trucks. Zum Beispiel wurde mir erzählt, dass die Beschaffung von Ersatzteilen für einen Unimog nicht ganz einfach sein soll.

Übrigens habe ich in der englischen Wikipedia gerade gelesen, dass die zweite Staffel der Serie auf der Tuktoyaktuk Winter Road gedreht wurde, von der die Bilder da oben stammen. Darauf bin ich schon gespannt

gruss robert

Dieser Post wurde am 16.11.2008 um 10:23 Uhr von robertd editiert.
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004 — Direktlink
16.11.2008, 15:49 Uhr
Schwertransport-Online

Avatar von Schwertransport-Online

Hmm schade eigentlich wobei man unsere Trucks auch mit schweren Alutanks ausstatten könnte. Es gibt doch spezielle hochgelegte Mercedes Actros "Wüstenschiffe" die Bedingungen in einer Wüste dürften noch grausamer sein als auf der Ice-Road!

Als ich vor ein paar Jahren mal in New York war, hab ich mal bei nem Supermarkt mit nem Freighliner Fahrer gesprochen, er meinte das er die deutschen LKWS viel besser findet

Ich finde die US Zugmaschinen viel zu groß gebaut und zu schwerfällig für die paar Tonnen die dort bewegt werden.

Beispielsweiße wurden da mal 11 to. Kabel gefahren, dafür setzen die dort 3-achs Zugmaschine mit 3 achs Trailer ein. Auf der Ice-Road gibts doch eigentlich nur immer 3-achser...

Oder ein 35to. Lader für die Mine, da wird direkt noch mit 2er Dolly vorne und 3achs Trailer mit "2achs Zusatzhängerchen" hinten gefahren... mit nem 4er Nooteboom wär das sicher viel viel einfacher und kürzer, wenn nicht sogar noch leichter für das Eis.

PS: Ich hab mal wieder ne Folge Ice-Road Truckers geguckt und habe einen VOLVO VN HAUBER entdecken können. Der wurde direkt umschwärmt

http://www.hankstruckpictures.com/pix/trucks/paul_kane/weircove_volvo_vn.jpg

Dieser Post wurde am 16.11.2008 um 15:58 Uhr von Schwertransport-Online editiert.
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005 — Direktlink
16.11.2008, 17:42 Uhr
Jens P.




Zitat:
Schwertransport-Online postete
Ich finde die US Zugmaschinen viel zu groß gebaut und zu schwerfällig für die paar Tonnen die dort bewegt werden.

Beispielsweiße wurden da mal 11 to. Kabel gefahren, dafür setzen die dort 3-achs Zugmaschine mit 3 achs Trailer ein. Auf der Ice-Road gibts doch eigentlich nur immer 3-achser...

Oder ein 35to. Lader für die Mine, da wird direkt noch mit 2er Dolly vorne und 3achs Trailer mit "2achs Zusatzhängerchen" hinten gefahren... mit nem 4er Nooteboom wär das sicher viel viel einfacher und kürzer, wenn nicht sogar noch leichter für das Eis.

Es geht dort um die Lastverteilung. Klar können das Transportgut auf kleineren, kürzeren LKW gefahren werden aber dann sind sie auch flux in den Fluten verschwunden.
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006 — Direktlink
16.11.2008, 20:19 Uhr
Christian

Avatar von Christian

alles eine Frage des Bundesstaates. in New Jersey fahren sie Raupenkrane mit ca 200 Tonnen Einsatzgewicht auf 3-Achs Zugmaschine und 2-Achs Tieflader. 3-Achs Betonmischer mit 18 m2 Trommel hintedrauf.

Das Gegenstück dazu wäre der Bundesstaat Michigan wo Züge mit 98 Tonnen GZG auf 11 Achsen laufen.
--
Gruß aus dem Schwarzwald
Christian
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007 — Direktlink
18.11.2008, 10:50 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Schwertransport-Online postete ...mich würd mal interessieren ob auch LKWs aus Deutschland (TGA, Actros) dort in der "Eiswüste" überleben könnten.....

Das würden die schon, mehr oder weniger.....aber wenn mal was ist: Wo bitte schöne findet man dort oben einen MAN Händler????? Viel Spaß mit dem Service.

gruß hendrik
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008 — Direktlink
18.11.2008, 11:12 Uhr
Christian

Avatar von Christian

eben. Jeder Depp da oben kann einen Cummins oder Cat reparieren oder ein Fuller Getriebe. Und alle Trucks haben grob das Gleiche unter der Haube, egal was für ein Logo vorne am Kühler prangt.

Natürlich könnte man europäische Trucks auch in den USA verkaufen, aber unsere global denkenden Hersteller tun sich den Aufwand nicht an. Scania hat in den 80ern in den USA die Baureihen 112 und 142 (auch als T-Modell) in den USA eingeführt und verkauft. War kein Erfolg.

Was also machen die Firmen? Kaufen sich einfach einen Hersteller. Resultat: die amerikanische LKW Industrie ist bis auf Paccar komplett in ausländischer Hand. Entweder gehören die Marken einem europäischen Grosskonzern wie Volvo oder Daimler oder die Japaner haben sich das leichtere Segment einverleibt. Bleiben ein paar Prozente Prestigetrucks für owner-operators die Kenworth Und Peterbilt fahren, die grossen Flotten sind Freightliner, Sterling, Mack oder Volvo

Die US LKW-Industrie hat vor einigen Jahrzehnten das weltweite Wachstum verschlafen. Hätten die anders reagiert, wären heute die europäischen Marken Töchter von US Firmen und nicht umgekehrt.

@Tony

Zitat:
Beispielsweiße wurden da mal 11 to. Kabel gefahren, dafür setzen die dort 3-achs Zugmaschine mit 3 achs Trailer ein. Auf der Ice-Road gibts doch eigentlich nur immer 3-achser...

Der hat sich ja nicht so einen Zug gekauft um damit nur 11 Tonnen Kabel zu fahren. Der hat einen Truck mit dem er so gut wie alles transportiert. Mal 11 Tonnen Kabel, mal Baustahlmatten, mal einen Bagger, dann wieder 10 Tonnen Lebensmittel unter Plane und das nächste mal 3 Geländewagen. Würde der tagein tagaus 11 Tonnen Kabel im Linienbetrieb fahren, hätte der sicher ein ganz anderes Fahrzeug.
--
Gruß aus dem Schwarzwald
Christian
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009 — Direktlink
18.11.2008, 11:20 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Schwertransport-Online postete Beispielsweiße wurden da mal 11 to. Kabel gefahren, dafür setzen die dort 3-achs Zugmaschine mit 3 achs Trailer ein. Auf der Ice-Road gibts doch eigentlich nur immer 3-achser...

Bei uns in Europa sieht man mittlerweile fast nur noch 2+3 achs Kombinationen im Fernverkehr, aber Du glaubst doch wohl selber nicht, daß die alle voll ausgelastet sind??? Das meiste ist doch mittlerweile nur Leerfahrt und Teillast. Also.

In Europa sind es nur zumeist Planenzüge unterwegs, und man sieht ja nicht, was auf der Ladefläche ist. In USA/Kanada herrschen die offenen flatbeds vor, und Du siehst genau, was die geladen haben. Daher täuscht Dein "subjektiver" Eindruck.

gruß hendrik
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18.11.2008, 12:49 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Hendrik postete
In Europa sind es nur zumeist Planenzüge unterwegs, und man sieht ja nicht, was auf der Ladefläche ist. In USA/Kanada herrschen die offenen flatbeds vor,

Das möchte ich so pauschal nicht unterschreiben. Stimmt schon, offene flatbeds sind drüben viel häufiger als bei uns, aber zumindest in SW-Kanada habe ich auch relativ viele Kastenauflieger gesehen. Von "vorherrschen" würde ich da nicht unbedingt sprechen wollen.


Tschüs,

Sebastian
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011 — Direktlink
18.11.2008, 13:48 Uhr
robertd



Hallo,

Zitat:
Sebastian Suchanek postete
Das möchte ich so pauschal nicht unterschreiben. Stimmt schon, offene flatbeds sind drüben viel häufiger als bei uns, aber zumindest in SW-Kanada habe ich auch relativ viele Kastenauflieger gesehen. Von "vorherrschen" würde ich da nicht unbedingt sprechen wollen.

Was nun genau vorherrschend ist kann ich nicht so genau beurteilen, aber in NW-Kanada fällt einem schon auf, dass es sehr viele von den Flatbeds gibt, was einen angesichts der Wetterverhältnisse doch etwas verwundert (Ebenso wie der Umstand, dass kaum jemand eine Garage hat, obwohl Platz im Überfluss vorhanden wäre und es im Winter doch noch um eine Spur kälter ist als bei uns).

gruss robert
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012 — Direktlink
06.12.2008, 02:40 Uhr
mirko

Avatar von mirko

Auf der Homepage des History Channel gibt schon nen paar vollständige Folgen aus der 2. Staffel zu sehen, war sehr gut auf englisch is das sowieso besser RTL synchronisiert sowas immer Tod, die O-Töne der Fahrer würde ich halt lieber in englisch hören, als von irgendnem Sprecher der versuch deutsch zu reden wie die Fahrer auf englisch grauenhaft. Außerdem gibt auf history schon die ganze 1. Staffel zu sehen, sind übrigens 11 folgen 10 über die saison und eine über die Geschichte der Winter-Roads von Yellowknife, das war sehr interessant.

Die Zweite ist was für greenhorn, da gibt dann auch jede menge Ölfeldtruck in Aktion zu sehen

http://www.history.com/minisites/iceroadtruckers

http://www.history.com/video.do?name=iceroadtruckers&bcpid=1543292467&bclid=1641831653&bctid=1595701353

Dieser Post wurde am 06.12.2008 um 02:41 Uhr von mirko editiert.
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013 — Direktlink
12.12.2010, 12:46 Uhr
robertd



Hallo,

nachdem die US-DVDs nun schon etwa ein dreiviertel Jahr hier rumlagen bin ich in den letzten Wochen endlich dazugekommen, mir die Staffeln 1-3 von "Ice Road Truckers" anzusehen.

Im Folgenden einige Sätze dazu - wer sich auch bei so einer Serie die Spannung nicht verderben lassen will, der sollte ab hier nicht weiterlesen


Die Staffel 1 spielt auf der Tibbitt to Contwoyto Winter Road, die von Yellowknife, der Hauptstadt der Northwest Territories, ungefähr 600 km nach Norden führt.
Die Straße führt über Seen, die untereinander durch Landpassagen verbunden ist. Zu Beginn der Saison wird die Strecke erst einmal mit einem im Notfall schwimmfähigen Kettenfahrzeug, das ein Bodenradar hinter sich herzieht, befahren und dabei praktisch lückenlos die Eisdicke gemessen. Wenn das Eis dann dick genug ist, wird die etwa 20 Meter breite Fahrspur freigeräumt. Dies ist nicht nur der Befahrbarkeit wegen wichtig, sondern auch weil der Schnee eine Isolationsschicht bildet - dort wo freigeräumt ist kann die Kälte besser angreifen und wird das Eis somit dicker und tragfähiger. Durch Aufbringen von Wasser wird das Eis zusätzlich verstärkt.
Es gibt relativ niedrige Tempolimits, die auch streng kontrolliert werden - eine Überschreitung kann zum Fahrverbot auf der Straße führen. Der Grund dafür liegt darin, dass sich das Eis beim Befahren durchbiegt, und ein Fahrzeug somit eine Welle vor sich herschiebt. Wenn nun die Geschwindigkeit zu groß ist, dann kann es beim Auftreffen der Welle am Ufer, oder auch bei der Begegnung zweier Fahrzeuge, zur Zerstörung des Eises mit entsprechend gravierenden Folgen für Mensch und Maschine kommen.
Versorgt werden über diese Straße Diamanten- und Goldminen, die das ganze Jahr über betrieben werden, und nur im Winter über die Eisstraßen erreichbar sind. Solange die Eisstraße also offen ist, muss also möglichst viel transportiert werden, da ansonsten Luftfracht die einzige Alternative ist.
Da die genannten Minen im Tagebau betrieben werden, und somit auch große Muldenkipper und Kettenbagger im Einsatz sind, kommen doch recht ansehnliche Frachten auf das dünne Eis, z.B. die nötigen Reifen.
Bei den Fahrzeugen ist für einen Europäer natürlich die amerikanische Technik interessant.
Besonders aufgefallen sind mir dabei die fest an den Flatbeds angebauten Gurtratschen, die mit relativ breiten Gurten genutzt werden, was glaube ich in Europa nicht so der Fall ist. Ansehnlich sind natürlich auch die völlig anderen Auflieger, beispielsweise die Super-B-Trailer oder die (inkl. Zugmaschine) 10-achsige Kombination aus 3-achs Auflieger, 2-achs Dolly und 2-achs "Booster".

Die zweite Staffel ist dann etwas weiter nördlich angesiedelt, und zwar auf der von Inuvik nach Tuktoyaktuk und Aklavik führenden Eisstraße auf dem Mackenzie River.
Nun fragt man sich natürlich zunächst einmal, was da großartig anders sein soll als in Staffel 1 - aber einige Unterschiede ergeben sich dennoch.
Zum einen werden hier nicht nur Industrieeinrichtungen versorgt, sondern auch Dörfer, die den Rest des Jahres von der Außenwelt abgeschnitten sind.
Da auch ausschließlich auf dem Fluss bzw. dem Arktischen Ozean gefahren wird, hat man das Problem mit den am Ufer auftreffenden Wellen nicht, so dass hier wesentlich schneller gefahren werden kann.
Bei den Industrieeinrichtungen ergibt sich die Besonderheit, dass diese teilweise nur temporär sind - so wird eine Bohranlage gezeigt, die nur während der Saison im Einsatz ist auf der Suche nach Gas. Für die Errichtung wird zunächst am designierten Standort eine Fläche aus Eis aufgebaut, um die Natur möglichst wenig zu belasten. Auf dieser Fläche wird dann alles aufgebaut - also die Bohranlage selbst, und alles was rundherum benötigt wird - Wohnquartiere, Wasser- und Energieversorgung, Tanks usw. Rechtzeitig bevor die Eisstraße verschwindet, wird dann alles wieder zurücktransportiert - inklusive dem schmutzigen Schnee. So bleibt am Ende der Saison nur noch die große Eisplatte zurück, die dann im Frühling wieder die mehr oder weniger unberührte Tundra freigibt.
Und als ob das noch nicht genug wäre, wurde in der gezeigten Saison an zwei verschiedenen Orten gebohrt, so dass die komplette Anlage zwischendurch übersiedelt werden musste.

Für diese Aufgaben werden Fahrzeuge und Arbeitsmethoden eingesetzt, die sich von den relativ konventionellen in der ersten Staffel doch recht unterscheiden - wie mirko oben schon schrieb, kommt Ölfeldtechnik zum Einsatz.
Sehr viele für die Anlagen benötigten Einrichtungen werden in Form von Modulen, die per Seilwinde auf die LKW bzw. Trailer gezogen werden, transportiert.
Zwei solcher Module sieht man auf folgendem Bild. Leider war mir diese Technik damals noch unbekannt, sonst hätte ich mein Augenmerk mehr darauf gerichtet.



Die Zugmaschinen sind entsprechend mit Winden ausgestattet, mit denen dann die Ladungseinheiten direkt vom Boden weg auf den Trailer gezogen werden:


Auch dieses Bild ist leider nur zufällig entstanden. Aber man kann darauf zumindest die Winde sehen, ebenso wie das spezielle Heck. Es werden nämlich mit der Winde nicht nur die Ladungen auf den Trailer, sondern auch der Trailer auf die Zugmaschine gezogen. Besonders interessant fand ich dabei die sogenannten "folding goosenecks", die mit der Winde abgesattelt und flachgelegt werden, so dass sie dann von vorne befahrbar sind, ohne dass der Schwanenhals vom Rest getrennt werden muss. Zum Aufsatteln wird das Teil dann mit der Winde wieder hoch- und auf die Sattelkupplung gezogen.
Vor Ort bei den Anlagen kommen dann Fahrzeuge zum Einsatz, die nicht nur die Herzen von Greenhorns höher schlagen lassen, z.B. boom trucks, die mit dem recht primitiven Heckkran die meisten Kranarbeiten ausführen, sowie diverse andere Spezialfahrzeuge.
Lustigerweise ist die Firma Northwind in Inuvik, bei der ich mich im Sommer 2008 am Hof umsehen durfte, eine der wesentlichen Firmen in dieser Staffel.


Die dritte Staffel wandert dann wieder etwas weiter nordwestlich. Hier wird nun der Dalton Highway befahren, der in Alaska von Fairbanks nach Prudhoe Bay an der Küste des arktischen Ozeans führt.
Die Neuerung hier ist, dass die Fahrt großteils nicht über gefrorene Flüsse oder Seen führt, sondern über den vereisten, teilweise recht steilen und engen Highway. So besteht die größte Herausforderung darin, immer genug Traktion und Schwung zu haben, um nicht irgendwo festzusitzen. Bei den Fahrzeugen gibt es keine großartigen Neuerungen, lediglich einen so genannten Rollogon (der aber dann querfeldein fährt) bekommt man ein, zwei Mal zu sehen.


gruss robert
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