085 — Direktlink
14.08.2012, 08:42 Uhr
Menzitowoc
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| Zitat: | thomsen postete ... Rosenkranz ist das Stichwort - zwar nicht im direkten Vergleich, aber irgendwie ist das Konzept der Montage bzw. Demontage des Derrickmastes ähnlich aufwendig wie der Aufbau vom K 10001. Ist schon einiges an Ausleger- Wipperei und Seilfädelei geworden. Wenn also jemand eine Idee hat, wie man das noch straffen bzw. vereinfachen könnte....
Gruß Thomsen |
Hallo Thomson,
erst mal eine Gratulation zu dieser einmalig tollen Konstruktionsleistung. Ich bin so was von begeistert von Deinem Projekt!!! Da schlägt mein Maschinenbauerherz höher, wenn ich die Bilder sehe.
Zu Deiner obigen Anmerkung hinsichtlich Arbeitsaufwand bei der Montage bzw. Demontage des Derricksystems:
Ich kann da jetzt keinen besonders hohen Aufwand erkennen. So in der Art werden ja auch die heutigen Derrick-Systeme bei den Gittermastkranen bzw. die Lenker an den Wippspitzen eingeschert und in Betriebsposition gebracht. Aufwand bzw. Schwierigkeiten entstehen eigentlich nur, wenn bestimmte Positionen, die von Monteuren erreicht werden müssen, nicht mit Leitern und Stegen zu erreichen sind. Das sehe ich jetzt aber hier nicht.
Beim Rosenkran-Kran resultierte der immense Aufwand beim Zusammenbau in meinem Augen vorwiegend daher, dass z.B. die fleigenden Flaschen nicht in Park- oder Haltepositionen gebracht werden konnten, sondern mehr oder weniger frei rumbaumelten (von Hilfskranen gehalten werden mußten), Seile entweder nicht ausgeschert wurden oder umgekehrt ausgeschert werden mußten.
Von Vorteil wäre es bei Deinem Gottwald AMK 1000-103 (2.0 ), wenn der Derrickflaschenzug eingeschert bleiben könnte und mit der Winde ausgebaut werden würde. Dazu müßte aber die Seilführung etwas modifiziert werden und es ist die Frage, ob es dann von den Montagegewichten Probleme gibt.
Als wirklich problematische sehe ich die Ablage des Derricks an. Die nötigen Zusatzböcke, die den Derrickmast im teilmontierten Zustand halten, finde ich zu aufwändig. Ich würde hier vorschlagen, der Derrickfuß wird mit einer zusätzlichen Abstützung gegen den Oberwagen versehen, so dass er horizontal gehalten werden kann. Nach Anbau des Zwischenstückes wird er dann auf den Boden abgesenkt (ca. -10° geschätzt) und die Derrickspitze wird angebaut. Anheben wäre dann allerdings nur mit recht steil stehendem Hauptausleger möglich.
Generell zeigt sich aber hier mal wieder, dass ein Teleskopkran in der Größenklasse des Gottwald AMK1000 (und heutige Nachfolger a la Liebherr LTM 11200) im Vergleich zum Gittermastkran arg grenzwertig sind. Ich sehe hier keinen signifikanten Vorteil des Teleskopkrans mehr. Anders wäre es, wenn die Konstruktion mehr Selbstmontage zuließte - ein Beispiel sind hier die neuen Auslegerabspannungen von Liebherr LTM 1350-6.1/LTM 1400-7.1 oder Grove GMK 6400, die selbständig angebaut werden können.
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär |