025 — Direktlink
12.04.2008, 17:59 Uhr
Menzitowoc
|
Hallo,
eine weitere Innovation (oder zumindest eine interessante Lösung) ist bei Manitowoc die Anordnung der Raupenantriebe im Unterwagen. Bei den Kranen 777, 999 , 2250 und 16000 sind die Hydromotoren im Raupenmittelteil untergebracht und diese sind über Kardanwellen mit den Untersetzungsgetrieben an den Raupenantriebsturassen verbunden. Gleichzeitig ist der gesamte Raupenunterwagen nicht spiegel- sondern punktsymmetrisch aufgebaut. Damit können die Raupenfahrwerke von rechts nach links getauscht werden. Zwar sieht es zunächst etwas ungewöhnlich aus, wenn auf der einen Seite der Antriebsturas vorne und auf der anderen Seite hinten ist, jedoch spielt das bei Raupenkranen (im Gegensatz zu Baggern) keine Rolle.
Ein Vorteil dieser Konstruktion ist, das bei der Demontage der Raupenschiffe keine Hydraulikleitungen getrennt werden müssen und dort die Gefahr der Verunreinigung des Hydrauliksystems gebannt ist. Die Kardanwellen werden mit nur jeweils zwei Schrauben über ein Kreuzgelenk am Hydromotor angeschraubt. Weil die Getriebe weiter beim Antriebsturas sitzen, ist das zu übertragende Drehmoment in den Wellen nicht so groß und damit sind die Wellen auch nicht so schwer.
Wenn man sich die übliche europäischen / japanischen Konstruktionen vor Augen hält sicher etwas ungewöhnlich, aber in meinen Augen durchaus gut und praktisch.
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär Dieser Post wurde am 12.04.2008 um 18:02 Uhr von Menzitowoc editiert. |