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Hansebubeforum » Baustellen » Ausbau der Rheintalbahn (Tunnel Rastatt) » Threadansicht

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19.08.2017, 19:48 Uhr
Jens P.




Zitat:
torquemaster postete
Hallo!

Aber jetzt naht Hilfe von kompetentester Stelle: Klick!















Sebastian

Hat die Flinten Uschi Brücken für die Bahn?

Dieser Post wurde am 19.08.2017 um 19:48 Uhr von Jens P. editiert.
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051 — Direktlink
19.08.2017, 20:24 Uhr
BUZ




Zitat:
Jens P. postete

Zitat:
torquemaster postete
Hallo!

Aber jetzt naht Hilfe von kompetentester Stelle: Klick!















Sebastian

Hat die Flinten Uschi Brücken für die Bahn?

na klar..... in rosa, pink und lila und hellblau



Gruß
BUZ
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052 — Direktlink
19.08.2017, 20:49 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Man kann ja seine Wochenendausflüge mal ins Badische machen, und rein, rein zufällig kommt man dann an Rastatt vorbei, und...da war doch was...ach ja
Also mal schnell zu den Gleisen gefahren und die letzten Meter zu Fuß.

Die Anwohner sind freundlich, unaufgeregt, und man hat mich sogar gefragt, ob ich was wüsste, nein, ich weiss gar nichts. Schön wär's ja!
Und ich habe heute keine neuen Erkenntnisse mitgebracht, ausser daß der Tunnel bekanntermaßen zugemüllert wird, aber seht selbst...

So sieht es an der Einbruchstelle aus; man kommt aus guten Gründen nicht ran:




Dieses ist das Eckhaus, was evakuiert ist:




Im Garten des Eckhauses ist der Tunnel an zwei Stellen angepiekst und wird quasi abgefüllt. Der Beton floß in Strömen, permanent fahren die Betonmischer an die zwei Pumpen. Diese Einfüllstelle ist ganz nah am nördlichen Vereisungsschacht, an dem auch eine der Betonpumpen steht. Die andere Pumpe steht auf der Westseite der Gleise und rüsselt über die Oberleitung rüber auf die Ostseite in den Garten:










An diesem besagten Eckhaus geht also unten in 5 m Tiefe ein 11-m-Tunnel dran vorbei....alleine das finde ich schon krass! Ob man da was vom Bohrvorgang gehört/gespürt hat? Mit Sicherheit, denke ich. Ob im Keller/Souterrain auch was von der Vereisung zu spüren war? Dieser ganze Bereich wurde vereist, und im Garten wurden die Temperaturen per Sonde überwacht, deswegen ist der u.a. auch verwüstet:


Dieser Post wurde am 19.08.2017 um 20:58 Uhr von Hendrik editiert.
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053 — Direktlink
19.08.2017, 21:13 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Dann bin ich weiter nach Süden gefahren, und habe mich mal von der Südseite der Baustelle genähert. Die Baustelle ist nahezu komplett verwaist, ein oder zwei Bauarbeiter habe ich gesehen. Ich bin an den Zielschächten entlang bis zum südlichen Vereisungsschacht der Oströhre gewandert:












Dieser Post wurde am 19.08.2017 um 21:14 Uhr von Hendrik editiert.
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054 — Direktlink
19.08.2017, 21:18 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Hendrik postete
An diesem besagten Eckhaus geht also unten in 5 m Tiefe ein 11-m-Tunnel dran vorbei...

Inzwischen habe ich über die einschlägigen Texte der Bahn nochmal nachgedacht, und denke inzwischen, dass die Überdeckung des Tunnels im Bereich des Schadens und der Häuser doch größer sein muss als nur 4-5m.
Beispielsweise heißt es hier:


Zitat:
An einigen Stellen beträgt die Überdeckung des geplanten Tunnels weniger als vier Meter. Dies gilt beispielsweise für die Federbachniederung, die Fußgängerunterführung Niederbühl und den Bereich des Rohngrabens.

Auf besagte Fußgängerunterführung hatte Hendrik(?) ja schon hingewiesen, die liegt in unmittelbarer Nähe der Häuser und der Einbruchstelle(!). Die Unterführung hat aber auch eine "Eigenhöhe" von mindestens 4m. Wenn also der neue Tunnel 4-5m unter der Fußgängerunterführung liegt, sollte er mindestens 8m unter dem übrigen Gleiskörper und plus/minus unter den Häusern liegen. OK, die Gleise scheinen auf einem ganz kleinen Bahndamm zu liegen und Keller habe eine gewisse "Eigenhöhe" - aber an die Tiefe der Fußgängerunterführung dürfte das nicht herankommen.

Apropos Fußgängerunterführung: Weiß jemand, was mit der passiert ist? Sollte die erhalten bleiben? Oder hat man die vor dem Tunnelbau verfüllt? Wenn ja: wie?


Tschüs,

Sebastian
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055 — Direktlink
19.08.2017, 21:24 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Dieses ist der südliche Vereisungsschacht der (zusammengebrochenen) Oströhre. Die TVM ist also bis kurz zu diesem Vereisungsschacht gekommen!
Wo sie nun exakt steht, weiss ich nicht genau.






Die Vereisung ist noch deutlich sichtbar, alle Rohre sind vereist. Die Manometer stehen auf 2 bar, es waren aber keine Thermometer zu sehen. Ob allerdings die Vereisung derzeit noch aktiv aurechterhalten wird, weiss ich nicht. Eventuell befindet sich alles im Auftauvorgang.








Dieser Post wurde am 19.08.2017 um 21:26 Uhr von Hendrik editiert.
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056 — Direktlink
19.08.2017, 21:31 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Hier nochmal aus einem der Videos die "blau" skizzierte Vereisungsstrecke.

Die Oströhre, an der ich also stand, ist der im Bild "rechte" Tunnel:


Dieser Post wurde am 19.08.2017 um 21:32 Uhr von Hendrik editiert.
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057 — Direktlink
19.08.2017, 21:42 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Zwischen Fussgängerbrücke und Einsturzstelle wird wieder eine Bohrung in den Tunnel und/oder Erdreich eingebracht:








Dieser Post wurde am 19.08.2017 um 21:44 Uhr von Hendrik editiert.
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058 — Direktlink
19.08.2017, 22:07 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Und zu guter Letzt mal die Gleis-Überwachungsanlagen. Hier das erste Bild von der Nordseite auf die Baustelle aufgenommen. Die orangenen Dinger an der rechten Seite mit dem Eimer auf dem Kopf sind die Säulen (Laser?), die die Lichtimpulse auf die an den Schwellen in regelmässigen Abständen befestigten Reflektoren werfen, und es wieder einsammeln.




Und hier nochmal von der Südseite aus gesehen. Der gesamte Bereich der Tunnelunterquerung ist sauber und lückenlos überwacht, das muss man sagen. Ich schätze mal, auf 1000 m. Die Absenkung der Schienen müsste also "in Echtzeit" erkannt worden sein.






Dieser Post wurde am 19.08.2017 um 22:11 Uhr von Hendrik editiert.
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059 — Direktlink
19.08.2017, 22:23 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Sebastian Suchanek postete Die Unterführung hat aber auch eine "Eigenhöhe" von mindestens 4m.

Es gibt aber auch Unterführungen, die sind gerade mal für Liliputaner gemacht...naja, vielleicht 2 m.

Wie diese hier aber ganz konkret aussieht, weiss ich nicht. Ich kam nicht ran.

gruss hendrik
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060 — Direktlink
19.08.2017, 22:41 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Noch eine Beobachtung am Rande, was ich aber nicht fotographiert habe: Eine 3. Betonpumpe steht bereits parat, und ein 4-Achser Actros ist beladen gekommen mit lauter Bohrzubehör...Rohre, Leitungen, Bohrstangen etc. Es wird also aufgerüstet an der Baustelle.

Es ist ein fast trauriges Gefühl, wenn man dort steht, und unter einem ist ein 1800 t Bohrer, der jetzt unweigerlich einen Tod stirbt....wie ein riesengrosses Tier.

gruss hendrik
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19.08.2017, 22:43 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
Hendrik postete

Zitat:
Sebastian Suchanek postete Die Unterführung hat aber auch eine "Eigenhöhe" von mindestens 4m.

Es gibt aber auch Unterführungen, die sind gerade mal für Liliputaner gemacht...naja, vielleicht 2 m.

Die "Decke" (und ggf. eine Bodenplatte) kommt ja zur Gesamthöhe auch noch dazu...


Tschüs,

Sebastian
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20.08.2017, 09:20 Uhr
BUZ



nach einer Woche bin ich endlich mal in der Lagezu "earthen"...
Interessant finde ich, das die Neubautrasse nördlich von Rastatt schon 2009 erkennbar ist, und wurde wohl im Zuge des Neubaus der benachbarten Bundesstrasse B36 von 2002 bis 2004 direkt schon mit eingeplant und eingeebnet... sehr vorausschauende Planung!!

Baubeginn des Tunnes war wohl 2013, am Nordportal erkennt man die TVM der westlichen Tunnelröhre (25.08.2016) und darüber zwei "verbogene" gelbe Portalkrane
Schiebt man den Zeitraffer auf den 22.06.2014, sieht man keine Baugruben im Bereich der Tunnelportale, nur weit südlich von Rastatt im Bereich der Querung BAB A 5.

Das die Jungs dort nun ein Problem haben, weil der Muränen-Kies aus der Eiszeit weicher ist wie Fels in den Alpen wundert mich nicht, das wurde aber im Vorfeld der Bauausführung mit Sicherheit erläutert und berechnet, sonst hätten die ja keine Vereisungslanzen durchgeschossen.
Außerdem vermute ich, das die beiden Röhren einen leichten Bogen zum Erdmittelpunkt haben, und nicht unter dem kompletten Stadtgebiet knapp unter den Häusern sind.
Wieso, weshalb, warum... dazu wird die DB momentan nichts sagen dürfen/wollen und vor allem können! Die werden sich mit voreiligen Aussagen zurück halten und warten jetzt erstmal die Untersuchungen ab.

Ein anderer Aspekt, der mich etwas beschäftigt: die "verlorene" TVM. Wie in einem der vorherigen Postings schon erwähnt habe, wird der Tunnel mit Sicherheit nicht aufgegeben, ansonsten müßte das komplette Projekt unter Rastatt neu trassiert werden.
Das die wohl wirklich brutal zu betonieren, ist erstmal zur Sicherheit der bestehenden Strecke Basel - Karlsruhe, aber die müssen sich zeitgleich Gedanken machen, wie es an der Einbruchstelle weiter geht.
Technisch sollte möglich sein, die mit Beton verfüllte Röhre neu aufzubohren, ich denke da ist der Fels in den Alpen härter.
Also neue TBM in den Schacht und los geht's; was aber passiert mit dem Metallschrott der TBM!?
Könnte sich da eine neue Maschine durch die "Bewährung" durchfressen?

Der Grund, warum das jetzt eingebrochen ist, interessiert mich weniger.... umso mehr das weitere Vorgehen.
Und Herrenknecht kann jetzt wieder einen Millionenauftrag abwickeln

In der Haut der Ingenieure und Bodengutachter möchte ich momentan nicht stecken.... die hatten die vergangenen Nächte mit Sicherheit akuten Schlafmangel, und das wird sich bis zur Klärung auch nicht ändern!

https://www.karlsruhe-basel.de/

Gruß
BUZ
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Dieser Post wurde am 20.08.2017 um 10:11 Uhr von BUZ editiert.
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063 — Direktlink
20.08.2017, 09:54 Uhr
BUZ



https://inside.bahn.de/tunnel-rastatt-sperrung/


Zitat:
Die Vortriebsmaschine war gerade dabei, die bestehende Strecke zu unterqueren. Am Sonnabend, den 12. August, kam es zu einer Störung im Tunnelvortrieb. Tunnelsegmenente verschoben sich, Wasser und Bodenmaterial drang in den Tunnel ein, es entstand oberirdisch eine Bodensenke unter den Gleisen der Rheintalbahn.


Gruß
BUZ
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Dieser Post wurde am 20.08.2017 um 09:55 Uhr von BUZ editiert.
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064 — Direktlink
20.08.2017, 10:10 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
BUZ postete Der Grund, warum das jetzt eingebrochen ist, interessiert mich weniger....

Das ist aber essentiell wichtig. Ohne den Grund zu kennen kann unter keinen Umständen weitergebaut werden.

Die 2. TVM (mit Namen Sybilla-Augusta) in der Weströhre hat bereits 76% geschafft (3.064 m) und ist irgendwo unter Rastatt, die 1. TVM (mit Namen Wilhelmine) ist nach 98,6% oder 3.974 m genau unter den Bahngleisen leider gestorben.

Hier zur Veranschaulichung nochmal die Grafiken (auf "Bauvortschritt anzeigen" klicken):

https://www.karlsruhe-basel.de/files/page/04_tunnelbauwerke/01_tunnel_rastatt/04_fortschritt_tunnelvortrieb/index.html

gruss hendrik
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065 — Direktlink
20.08.2017, 11:17 Uhr
Simon T.




Zitat:
BUZ postete

Ein anderer Aspekt, der mich etwas beschäftigt: die "verlorene" TVM. Wie in einem der vorherigen Postings schon erwähnt habe, wird der Tunnel mit Sicherheit nicht aufgegeben, ansonsten müßte das komplette Projekt unter Rastatt neu trassiert werden.
Das die wohl wirklich brutal zu betonieren, ist erstmal zur Sicherheit der bestehenden Strecke Basel - Karlsruhe, aber die müssen sich zeitgleich Gedanken machen, wie es an der Einbruchstelle weiter geht.
Technisch sollte möglich sein, die mit Beton verfüllte Röhre neu aufzubohren, ich denke da ist der Fels in den Alpen härter.
Also neue TBM in den Schacht und los geht's; was aber passiert mit dem Metallschrott der TBM!?
Könnte sich da eine neue Maschine durch die "Bewährung" durchfressen?

Eine TBM kann bewehrte Bohrpfähle durchfahren (Die heute meist GFK-Bewehrung haben) aber mehr nicht.
Würde die letzten Meter von der anderen Seite im Baggervortrieb mit der Vereisung auffahren, evtl. auch die andere Röhre im Baggervortrieb unter den Gleisen der anderen TBM entgegen kommen

Gruß Simon
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066 — Direktlink
20.08.2017, 11:36 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Hier nochmal ein ganz guter Zeitungsartikel vom Februar 2017 mit ein paar technischen Details (damals war noch alles gut):

Gewicht der Tübbinge: 11 t
Breite: 2,00 m
Dicke: 50 cm
Mannschaft der TVM: 8 Arbeiter

https://bnn.de/nachrichten/zu-besuch-bei-wilhelmine

Diese 8 Mann der "Wilhelmine" sind wohl jetzt alle in Quarantäne...und die Videoaufzeichnungen des Tunnels unter Verschluss.

Zukünftig sollten TVM's wohl mal besser mit einer Black Box ausgerüstet werden...
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067 — Direktlink
20.08.2017, 11:46 Uhr
Sven Leist



Mal ne Frage : wenn die Ursache geklärt ist: könnte man vom Zielschacht aus Bergmännisch bis zum Schneiderad der einbetonierten TBM vordringen und wenigstens den Bohrkopf bergen?

Dann müsste man sich "nur" noch durch 50 m Beton und den resten des Nachläufers arbeiten. ..
--
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Grüße
Sven
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068 — Direktlink
20.08.2017, 11:55 Uhr
And1



Nun ist eine Betonpumpe auf Webcam 2 zu sehen...
http://baudoku.1000eyes.de/cam/bahn04/00408CF47746/index.php?archive=1
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069 — Direktlink
20.08.2017, 12:06 Uhr
JBL

Avatar von JBL


Zitat:
Sven Leist postete
Mal ne Frage : wenn die Ursache geklärt ist: könnte man vom Zielschacht aus Bergmännisch bis zum Schneiderad der einbetonierten TBM vordringen und wenigstens den Bohrkopf bergen?


Je nachdem, wo die TVM genau steht, könnte man sie evtl von oben herausholen.
Das wurde in Seattle gemacht, als es beim Vortrieb zu einem Schaden kam. Loch über der TVM gebuddelt, Schneidrad herausgeholt, repariert, wieder eingebaut und alles wieder zugeschüttet.

https://www.flickr.com/photos/wsdot/16991486822/in/album-72157675202550505/
--
Gruß,
Jens
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20.08.2017, 18:07 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Es scheint ein Update seitens der Bahn mit belastbaren Zahlen zu geben - und das liest sich fast erschreckend, war aber ja auch so angekündigt:

https://www.karlsruhe-basel.de/pressemitteilungen.html (auf die oberste Meldung vom 20. August klicken, es öffnet sich ein pdf)

- 10.500 Kubikmeter Beton werden auf 150 m Tunnellänge mittels 7 Bohrungen eingebracht
- 5.000 cbm sind bereits drin
- Der "Sicherheitspfropfen", den man zuallererst hergestellt hatte, besteht aus weiteren 2.000 cbm Beton

Damit dürfte die TVM tatsächlich vollkommen einbetoniert sein.

gruss hendrik
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071 — Direktlink
20.08.2017, 18:34 Uhr
Tobi

Avatar von Tobi

Absoluter Wahnsinn. Wie man den Tunnel an der Stelle fertig bauen möchte ist mir ein absolutes Rätsel. Gut armiert ist das ganze ja nun auch noch
--
Gruß aus dem Moseltal

Tobi


-----
Meine genannnten Angaben und Termine sind alle ohne Gewähr!
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072 — Direktlink
20.08.2017, 19:41 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

An dieser Stelle muss ich rückwirkend nur noch mal sagen, dass die Bahn da um Sackhaaresbreite an einer noch viel grösseren Katastrophe vorbeigeschrammt ist. Wenn ein ICE im Loch versunken oder im Vorgarten gelandet wäre, mit entsprechendem Personenschaden, diese Bilder wären um die Welt gegangen und D hätte sich (mal wieder) bis auf die Knochen blamiert.

So bleibt es beim zigfachen Millionenschaden und italienisch-schweitzerisch-deutsch-niederländischem Frust.

*kopfschüttel*
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20.08.2017, 20:03 Uhr
schlurchi

Avatar von schlurchi

Für mich ist das Verfüllen der Tunnelröhre eine echte Kurzschlussreaktion der Verantwortlichen. Bis Mitte September hätte man auch 2x 120 m SKB Behelfsbrücke aufbauen können. Dann hätte man anschließend ein Loch graben können um nach der Ursache des Unglücks zu suchen und hätte den Tunnel von außen reparieren können. Auch den Boden daneben hätte man dann so vorbereiten können, dass die 2. TBM durchfahren kann. Ich befürchte halt, dass man mit vollen Hosen nicht mehr zu solchen Gedanken kommt
--
Grüsse aus Stuttgart
Thomas

Das Copyright der Bilder liegt bei mir

Dieser Post wurde am 20.08.2017 um 20:06 Uhr von schlurchi editiert.
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20.08.2017, 20:29 Uhr
Sebastian Suchanek
Admin
Avatar von Sebastian Suchanek


Zitat:
schlurchi postete
Für mich ist das Verfüllen der Tunnelröhre eine echte Kurzschlussreaktion der Verantwortlichen. Bis Mitte September hätte man auch 2x 120 m SKB Behelfsbrücke aufbauen können.

Ich habe mir die Situation gerade noch 'mal in Google Earth angeschaut: 120m würden nicht reichen, um den kompletten "Kreuzungsbereich" zwischen der Bestandstrasse und den Tunnel zu überbrücken. Da bräuchte man - etwas konservativ geschätzt - Brücken mit gut 190m Länge. Selbst, wenn man an den Enden noch ein paar Meter 'rauskitzelt, man käme nicht einmal in den Nähe von 120m.
Auch wenn man mit den 120-m-SKB-Brücken nur die unmittelbare Schadstelle überbrücken wollte, wäre das nicht so einfach: Die Brücken bräuchten massive Widerlager, im dortigen Sand und Kies mit hohem Grundwasserspiegel dürfte das nur mit Tiefgründungen (d.h. Bohrpfählen) zu erreichen sein. Mal abgesehen davon, dass ein - oder gar mehrere - leistungsfähige Bohrgerät nicht direkt an der nächsten Ecke stehen, und das Bohren (und Aushärten des Betons!) entsprechende Zeit dauert, bliebe noch die Frage, wo man die Bohrpfähle hinsetzen sollte: Wenn man am südlichen Ende möglichst knapp neben der schon fertigen Tunnelröhre bohren würde (was wieder ein Risiko für Röhre wäre!), würde es am nördlichen Widerlager schon von den 120m her sehr knapp, noch über die mutmaßliche Schadstelle hinweg zu kommen. Und selbst, wenn es ausreichen würde: Die Bohrpfähle würden dann auf jeden Fall den Tunnel und die TVM "durchstoßen", d.h., man müsste durch die TVM hindurch bohren. Und wenn man richtig Pech hat, sogar durch den Schild oder das Schneidrad hindurch. Ich wüsste nicht, wie das gehen sollte...
Davon abgesehen: Selbst ein eher kleines Bauer BG24H wiegt schon 60-70t - damit müsste man dann in der Nähe der Schadstelle auf quasi unbekanntem Untergrund arbeiten. Und wenn man die Tübbingringe anbohrt, besteht die akute Gefahr, dass noch mehr kollabiert...


Tschüs,

Sebastian
--
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Dieser Post wurde am 20.08.2017 um 21:26 Uhr von Sebastian Suchanek editiert.
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