089 — Direktlink
15.05.2010, 00:23 Uhr
Menzitowoc
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Hallo,
seit Montag dieser Woche (10.5.2010) parkt der Gottwald GS130.06TT von Krebs Gleisbau aus Dresden im Bahnhof Frankfurt-Höchst. Dort soll laut Aushang am Samstag, den 15.5.2010 Weichenbauarbeiten durchgeführt werden und zwar wahrscheinlich an der Zufahrt zum kleinen Umspannwerk am östlichen Ende des Bahnhofs. Dort finden seit einigen Tagen vorbereitende Arbeiten statt (Zweiwegebagger baut Gleisjoche und Weichen zusammen). Die Fotos sind allerdings entweder nur mit dem Handy oder bei Dämmerung oder beidem gemacht, sodass sie nur zur technischen Dokumentation geeignet sind. Bilder vom Einsatz dieses Kran finden sich in Posting Nr. 45 dieses Threads.


Der Kran ist eine verstärkte Version des Gottwald GS100 und verfügt über ein deutlich größeres Gegengewicht, welches zum Transport mehrteilig auf dem mitgeführten Schutzwagen abgelegt wird:


Zur besseren Gewichtsverteilung auf dem Schutzwagen werden beide Ballastblocke auf einem verschieblichen Schlitten abgelegt und mit dem Kranteleskop verschoben. Eine eigene Hydraulik ist auf dem Schutzwagen nicht vorhanden (Im Gegensatz zum Kirow KRC1200, der seine eigene Verschiebehydraulik besitzt.

Während des Transportes bleibt nur dieser kleine Block am Ballastteleskop. In diesen werden dann die beiden Zusatzblöcke eingehängt. Wenn der zweite Zusatzblock montiert ist, ist auch mit eingezogenen Ballastteleskop kein Schwenken im Lichtraumprofil (R = 2000 mm) mehr möglich.


Am zweifach teleskopierbaren Ausleger ist ein Rollenkopf installiert, bei dem die je ein Rollensatz rechts und links vom Auslegerende installiert ist; beide Flaschenzüge werden also seitlich am Ausleger entlang geführt (Es werden natürlich auch zwei parallele Hubseil benötigt). Die Unterflasche wird zur Transportsicherung gegen einen Pufferblock am Rollenkopf gepannt - eine seperates Verzurren ist nicht nötig. Diese Form des seitlichen Anordung der Flaschenzüge verkürz auch den Bauraum für den Rollenkopf im Vergleich zur alten Lösung mit dem Schnabel, den auch Kirow noch benutzt.
Gruß Christoph -- „In Europa gibt es zur zwei Typen von Staaten: Kleine Staaten und Staaten, die noch nicht verstanden haben, daß sie klein sind“ - Paul-Henri Spaak (1899 – 1972), Premierminister von Belgien, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, NATO Generalsekretär Dieser Post wurde am 15.05.2010 um 01:10 Uhr von Menzitowoc editiert. |