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Hansebubeforum » Baukrane » TDK Potain » Threadansicht

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31.10.2018, 09:55 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo,

erstmal einen großen Danke an Hendrik (Posting Nr. 419 bis 421 - Transportstellung), Ralf (Posting Nr. 405 - Detailbildern) und Hermann (Posting Nr. 394 - übergeklappten Ausleger) für die vielen Bildspenden zur Potain HUP-Serie.

Die Potain HUP-Baureihe lässt mich etwas ratlos zurück. Es sind bei diesen Kranen allerhand sehr bemerkenswerte Ideen verbaut worden, die man ganz allgemein für neue Untendreher-Selbstmontage-Krane im Hinterkopf behalten sollte. Im Zusammenspiel der einzelnen Konstruktionelemente kann ich aber immer noch nicht so ganz die Vorteile gegenüber einer ehr konventionelle Konstruktion erkennen.

Zu den Einzelheiten:

Auslegerfaltung – Die Bauweise mit seitlich gestautem Ausleger – siehe insbesondere Hendrik´s Transportbilder – finde ich eine sehr gute Idee, denn gerade bei großen Selbstmontagekranen ist der Bauraum nach oben beim Transport sehr beschränkt. Auch ist es damit möglich, eine vollständige Rollfaltung des Auslegers ohne komplizierten Querversatz der Auslegerelemente zu realisieren – alle Auslegerelemente liegen einfach übereinander. Die Rollfaltung ist deswegen aus meiner Sicht so wünschenswert, weil nur damit ein sukzessives Auffalten des Auslegers im aufgebauten Zustand möglich ist und der Kran mit 1/3-, 2/3- oder 3/3-Ausleger arbeiten kann (bei 3-teiligem Ausleger) – siehe auch Hermann´s Bilder mit einem Potain-HUP bei der Arbeit mit vollständig eingefaltetem Ausleger. Auch ein Wechseln zwischen den Auslegerlängen ist im Betrieb jederzeit möglich, da der Ausleger nicht abgelassen oder sonstwie außer Betrieb genommen werden muß

Auslegerabspannung – Beim Ausleger bzw. bei der Auslegerabspannung hat sich Potain für eine teilweise Biegebalkenkonstruktion entschieden. Da die Betonung hier auf „teilweise“ liegt, kann ich nicht wirklich den Vorteil der gewählten Konstruktion erkennen. Als Auslegeranlenkstück wird eines mit sehr hohem Querschnitt verwendet. Die beiden weiteren Querschnitte sind dann ehr üblich hoch, benötigen dafür aber eine Zwischenstütze. Mit dieser Zwischenstütze wird die Gesamthöhe der Auslegerkonstruktion für eine Biegenbalkenkonstruktion schon recht hoch und unterschiedet sich nicht mehr sehr wesentlich von einer konventionellen Abspannkonstruktion. Damit kommt das Argument für den Biegebalkenausleger – leichtere Höhenstaffelung bei mehreren überschwenkenden Kranen durch geringeren Höhenabstand – nicht wirklich zum Tragen.
Nur mal so zum Vergleich (beide Krane haben jeweils 3-teilige Ausleger mit 40,0m Länge): Beim konventionell konzipierten Potain IGO 50 beträgt der Abstand zwischen höchster Hakenhöhe und Oberkante Abspannlenker 5,5m (26,3 m – 20,8 m) beim Potain HUP 40-30 ist dieses Maß 5,0 m (32,0 m – 27,0 m). Zumindest bei diesem Maß sehe ich jetzt keinen signifikanten Unterschied, der den Vorteil der neuen Auslegerkonstruktion erklären könnte. Lediglich beim Einsatz mit kurzen 1/3-Ausleger ist ein deutlicher Höhenvorteil beim Potain HUP gegeüber einem Potain IGO erkennbar – siehe Hermann´s 2. Bild. Da beim IGO das Restauslegerpaket im Betrieb über die Lenkerspitze geklappt wird, ist dort die Gesamthöhe mit kurzem Ausleger sogar höher als bei langem Ausleger.

Turmsystem – Potain verwendet bei der HUP-Serie eine Kombination aus hydraulischem Vollwand-Faltturm und Teleskopturm, eine Grundidee, die bereits von den großen Boilot-Kranen bekannt ist, dort aber als Vollständige Gitterkonstruktion ausgeführt. Die Höhenvariation durch den zusätzlichen Teleskopausschub des oberen Turmteils liegt je nach Auslegerkonfiguration zwischen 3,3 m und 4,0 m. Meiner Meinung nach ist das kein so großer Höhenunterschied, dass es so eine Turmkonstruktion rechtfertigt. Diese geringe – und zudem fixe – Höhenvariantion ist vielleicht vorteilhaft, wenn mehrere HUP-Krane auf einer Ebene nebeneinander stehen. Dann reicht so eine geringe Differenz aus, um die Ausleger übereinander hinwegzuschwenken.
Mit der Kombination von Teleskop- und Faltturm, wie sie hier vorliegt, handelt man sich doch eingentlich nur die Nachteile von beiden Systemen ein, ohne die klar vorhandenen Vorteile ausschöpfen zu können: Der Faltturm ist leicht spielarm zu konstruieren und auch bei geringem Querschnitt in allen Richtungen recht steif; dafür benötigt er mehr Stauvolumen, weil beide Teile eben übereinander geklappt werden. Außerdem ist die TUrmhöhe natürlich fix.

Der Teleskopturm ist höhenvariabel und mit mehreren Zwischenstufen konstruierbar, um viele verschiedene Höhen einstellen zu können. Durch das ineinanderschieben der Teile ist er recht platzsparend zu Transportieren. Die Vorteile werden aber mit den klaren Nachteilen erkauft, dass es deutlich schwieriger ist, ihn spielfrei aufzubauen und kleinere Fertigungstoleranzen sind erforderlich. Auch die Teleskopiermechanik bzw. –hydraulik ist nicht ganz einfach zu bauen.

Bei Boilot war damals die Motivation für diese Bauweise sicher etwas anders: Das Krankonzept war bewährt und sollte beibehalten werden, allerdings war eben ein höherer Turm gefordert, ohne allzuviel ändern zu müssen. Da lag ein Teleskop im oberen Turmteil recht nahe. Bei Potain hat man einen komplett neuen Kran konzipiert und verfügt sowohl über Erfahrung mit Falttürmen, also auch mit Teleskoptürmen.

Transport – Eigentlich hätte ich jetzt erwartet, dass durch die verschiedenen konstruktivnen Besonderheiten deutliche Verbesserungen bei den Transportabmessungen erreicht werden können, insbesondere bei der Transporthöhe. Ein Vergleich zwischen Potain IGO 50 und Potain HUP 40-30 ist für mich dabei etwas ernüchternd: Transporthöhe in der Sattelschlepperkonfiguration mit jeweils 0,7 m Bodenfreiheit unter Unterwagen ist 3, 8 m bei HUP versus 4,0 m beim IGO. 20 cm können zwar in einigen Situation schon einen ziemlichen Unterschied machen, aber ich hätte durch das Nebenanderstauen von Turm- und Auslegerpaket mehr erwartet.

Obwohl hier viele gute Ideen verbaut sind, kommt der Potain-HUP in meinen Augen nicht an die konstruktive Klarheit (und Eleganz) eines Potain IGO heran.

So, dass waren meine Gedanken zu dem Potain-HUP-Konzept. Mich würden Eure Überlegungen interessieren. Ich hoffe, wir können darüber hier schreiben, ohne dass wieder der Eiserne Forenbesen zum Einsatz kommen muß.

Gruß Christoph
--
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Dieser Post wurde am 31.10.2018 um 10:04 Uhr von Menzitowoc editiert.
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31.10.2018, 14:04 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Ersteinmal Danke für Deine Erläuterungen und Gedanken!


Zitat:
Menzitowoc postete Transport – Eigentlich hätte ich jetzt erwartet, dass durch die verschiedenen konstruktivnen Besonderheiten deutliche Verbesserungen bei den Transportabmessungen erreicht werden können, insbesondere bei der Transporthöhe. Ein Vergleich zwischen Potain IGO 50 und Potain HUP 40-30 ist für mich dabei etwas ernüchternd: Transporthöhe in der Sattelschlepperkonfiguration mit jeweils 0,7 m Bodenfreiheit unter Unterwagen ist 3, 8 m bei HUP versus 4,0 m beim IGO. 20 cm können zwar in einigen Situation schon einen ziemlichen Unterschied machen, aber ich hätte durch das Nebenanderstauen von Turm- und Auslegerpaket mehr erwartet.

Vielleicht ist das erst ein Anfang. Vielleicht geht Potain sehr konservativ an diese neue Baureihe ran, um in Ruhe Langzeiterfahrungen zu sammeln.

Wenn der dicke Ausleger abgespeckt werden kann (und die Länge des Zwischenstücks), dann kann man noch die Transporthöhe reduzieren, so sieht mir das aus. Denn der Ausleger und das Zwischenstück ist ja das, was im Transportzustand am höchsten baut, nicht der Vollwandturm.

gruss hendrik
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01.11.2018, 11:49 Uhr
kim

Avatar von kim

Wow! F15 one tie bar like E10 sirie.. I like that.
--
Towercrane operator
Towercrane 1:50 scale model.
Hevy transport 1:87 scale model.
,,,,,,,,,,,,,,,,,,
BKK TOWERCRANE.
http://www.flickr.com/photos/bkktowercrane/
https://www.facebook.com/bkk.towercrane

Dieser Post wurde am 01.11.2018 um 11:49 Uhr von kim editiert.
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11.11.2018, 19:34 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Ein Potain, der bislang noch nicht in meiner Sammlung war: Ein 232

Dieser ist von 1972:








Dieser Post wurde am 11.11.2018 um 19:37 Uhr von Hendrik editiert.
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11.11.2018, 19:38 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Und der Rest:







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11.11.2018, 20:20 Uhr
Graf Koks




Zitat:
Hendrik postete
Ein Potain, der bislang noch nicht in meiner Sammlung war: Ein 232

Dieser ist von 1972:

Schönen Dank Hendrik für diese Bilder, der 232 A ist nur noch ganz wenig anzutreffen, da hast Du einen Volltreffer gelandet.

Gruß
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12.11.2018, 11:32 Uhr
Gast:Sven Leist
Gäste



Zitat:
Graf Koks postete

Zitat:
Hendrik postete
Ein Potain, der bislang noch nicht in meiner Sammlung war: Ein 232

Dieser ist von 1972:

Schönen Dank Hendrik für diese Bilder, der 232 A ist nur noch ganz wenig anzutreffen, da hast Du einen Volltreffer gelandet.

Gruß

Allerdings Rar wie Perlen.

Es gab diesen Kran wohl auch nur mit einfach austeleskopierbaren Turm als POTAIN 230A. Wenn jemand solch einen noch in freier Wildbahn sieht ....

***Träum***

Hier finden sich übrigens eine ganze Reihe - tlw. ganz alte - Datenblätter zum runterladen:

http://www.stefca-kranen.be/potain-snelmontagekranen

Dieser Post wurde am 12.11.2018 um 11:33 Uhr von Sven Leist editiert.
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12.11.2018, 13:05 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo Hendrik,

vielen Dank für Deine Bilder vom Potain 232A.

@ All:
Kann jemand mir die Turmaufrichtmechanik erklären? Ich nehme an, dass der vielfach eingescherte Flaschenzug (siehe z.B. Hendriks vorletztes Bild) für das Turmaufrichten zuständig ist. Warum benötigt man dafür diesen recht langen Bock? Ich sehen auch nicht, wo dieser befestigt ist und ob er Winkelfest oder drehbar ist.

Gruß Christoph
--
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12.11.2018, 15:32 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik


Zitat:
Menzitowoc postete Kann jemand mir die Turmaufrichtmechanik erklären? Ich nehme an, dass der vielfach eingescherte Flaschenzug (siehe z.B. Hendriks vorletztes Bild) für das Turmaufrichten zuständig ist. Warum benötigt man dafür diesen recht langen Bock? Ich sehen auch nicht, wo dieser befestigt ist und ob er Winkelfest oder drehbar ist.

Das habe ich mich auch alles gefragt, aber ich habe das nicht weiter untersucht, weil ich auch irgendwie die falschen Klamotten zum Rumkriechen anhatte.

Nur hier noch ein Bild:

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409 — Direktlink
20.11.2018, 19:19 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

In Mainz-Hechtsheim steht auf dem Hof von SCHÜNKE Baumaschinen noch immer der schöne alte Potain.

Vielleicht kann jemand den genauen Typ bestimmen?









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20.11.2018, 19:24 Uhr
Hendrik
Moderator
Avatar von Hendrik

Und der Rest:





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21.11.2018, 06:26 Uhr
TDK1980



Dürfte ein 765 oder 775 sein...
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01.01.2019, 14:38 Uhr
Ralf Neumann

Avatar von Ralf Neumann

Potain Hup 32-27, Teil 1











Bildquelle: Bekannt
--
Gruß
Ralf Neumann

Das (C) der veröffentlichten Bilder liegt bei mir.

Ironie & Sarkasmus helfen mir zuweilen die Dummheit anderer zu ertragen.

Dieser Post wurde am 01.01.2019 um 14:40 Uhr von Ralf Neumann editiert.
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01.01.2019, 14:42 Uhr
Ralf Neumann

Avatar von Ralf Neumann

Teil 2/Ende













Bildquelle: Bekannt
--
Gruß
Ralf Neumann

Das (C) der veröffentlichten Bilder liegt bei mir.

Ironie & Sarkasmus helfen mir zuweilen die Dummheit anderer zu ertragen.

Dieser Post wurde am 01.01.2019 um 14:43 Uhr von Ralf Neumann editiert.
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01.01.2019, 14:56 Uhr
HBK



Furchtbar hässlich die dinger.
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07.01.2019, 10:18 Uhr
Gast:Sven Leist
Gäste



Zitat:
HBK postete
Furchtbar hässlich die dinger.

Furchtbar hässlich finde ich die nun nicht. Immerhin hat man sich nach all den Jahren des gähnenden Wiederholens im Kranbau (allgemein bezogen) bei POTAIN mal wieder was neues einfallen lassen und die HuP-Serie ins Leben gerufen. Pro und contra wurden hier von Christoph schon schön und informativ zusammengefasst.
Der wahre Nutzen erschließt sich dann eh nur den aktiven auf der Baustelle und in der Montage.

Viel Interessanter über den grundsätzlichen Mehr- und Nutzwert einer solch neuen Konstruktion dürfte die Frage nach der Langlebigkeit sein.
Sprichwort Schweißnähte, das bekannte Korrisionsproblem und Ausschlagen von Vollwandtürmen etc.

Das dürfte dann die echte Herausforderung sein bei den HuP's. Wenn hier in der Konstruktion gut gearbeitet wurde und ein HuP auch nach mehr als 20 Jahren noch halbwegs zuverlässig seinen Dienst tut, hat sich das Invest gelohnt. Bei Liebherr sind die vielfach immer noch präsenten Vollwandturm Kranen zwar grundsätzlich gut, aber haben auch ihre Macken.

Wie gesagt: Einerseits beschweren wir uns über den Einheitsbrei der Kranhersteller der letzten 10, 15 Jahre und nun zerreißen wir den Potain HuP in der Luft - wo doch die wenigsten von uns tatsächlich als Laien eine echte Aussage über die Praxistauglichkeit in Puncto Montage und Betrieb
sagen können.

Reden wir in 10, 15, 20 jahren noch mal drüber und gucken uns die HuP's dann noch mal an.
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04.02.2019, 10:55 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc


Zitat:
Ch. Romann postete am 11.8.2018 im "Untendreher allgemein"-Thread
Potain DE214










Hallo Christoph,

dieser Faltkran scheint mir doch ehr ein Potain GMR 326D oder zumindest in die Richtung zu sein. Unter der Bezeichnung Potain DE214 oder ähnlichem finde ich nichts. Die GMR 210, 215, 216 usw. sind dagegen Selbstmontagekrane mit Teleskopgitterturm und hoher Auslegerabspannung, sowie einfach gelagertem Turmfuß (noch kein 4-Gelenk-Getriebe).

Gruß Christoph
--
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05.02.2019, 15:13 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo,

auf dem Hof vom Bauunternehmen Eugen Hofmann in Frankfurt-Höchst stand dieser Potain Selbstmontagekran der etwas älteren, 1992 vorgestellten, HD-Serie zusammengelegt abgestellt (Anfang Februar 2019). Von den Traglastschildern am Auslager wurde ich auf einen Potain HD32 tippen. Der Kran hat auch diese federunterstützte Abklapp-Auslegerspitze, die zum Transport manuell heruntergeklappt wird.






Detailansicht der Abklappspitze.


Ansicht der hydraulisch bewegten Faltmechnik zum Überklappen des Auslegervorderteils. Der Hydraulikzylinder befindet sich am Obergurt des vorderen Auslegerteils und stützt sich am kurzen Mittelstück ab. Die beiden Hebelpaare mit der Wippe am Mitelstück sorgen dafür, dass das Mittelstück genau im mittleren Winkel zwischen Auslegervorteil und Auslegeranlenkstück steht. Die Laufkatze wird am voderen Ende des Auslegeranlenkstücks zum Transport geparkt – Vorteil: wenn der Kran mit übergeklappten Ausleger arbeiten soll, ist die Laufkatze gleich auf dem richtigen Auslegerstück und der Ausleger muß nicht zunächst gestreckt werden, um die Laufkatze nach innen fahren zu können. In diesem Mittelstück sind in den jeweiligen Randbereichen Umlenkrollen für die Katzfahrseile angebracht. Das Hubseil benötigt als stehendes Seil in diesem Bereich keine Rolle sondern nur eine gebogenen Gleitkufe.


In der Transportstellung ist das Turmpaket sehr weit heruntergelassen. Damit das so funktioniert, ist im untern Teil des Turmes ein Knick eingebaut. Gleichzeitig befindet sich in diesem abgewinkelten Turmfußbereich das Hubwerk. Die Motor-Getriebeeinheit ist auf der linken Turmseite von außen angeflanscht. Das Katzfahrwerk befindet sich ganz klassisch im Auslegeranlenkstück.

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit allen Bildern von Untendreher-Turmkranen in voller Auflösung.
--
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05.02.2019, 20:17 Uhr
Graf Koks




Zitat:
Menzitowoc postete
Hallo,

auf dem Hof vom Bauunternehmen Eugen Hofmann in Frankfurt-Höchst stand dieser Potain Selbstmontagekran der etwas älteren, 1992 vorgestellten, HD-Serie zusammengelegt abgestellt (Anfang Februar 2019). Von den Traglastschildern am Auslager wurde ich auf einen Potain HD32 tippen. Der Kran hat auch diese federunterstützte Abklapp-Auslegerspitze, die zum Transport manuell heruntergeklappt wird.
Detailansicht der Abklappspitze.


Ansicht der hydraulisch bewegten Faltmechnik zum Überklappen des Auslegervorderteils. Der Hydraulikzylinder befindet sich am Obergurt des vorderen Auslegerteils und stützt sich am kurzen Mittelstück ab. Die beiden Hebelpaare mit der Wippe am Mitelstück sorgen dafür, dass das Mittelstück genau im mittleren Winkel zwischen Auslegervorteil und Auslegeranlenkstück steht. Die Laufkatze wird am voderen Ende des Auslegeranlenkstücks zum Transport geparkt – Vorteil: wenn der Kran mit übergeklappten Ausleger arbeiten soll, ist die Laufkatze gleich auf dem richtigen Auslegerstück und der Ausleger muß nicht zunächst gestreckt werden, um die Laufkatze nach innen fahren zu können. In diesem Mittelstück sind in den jeweiligen Randbereichen Umlenkrollen für die Katzfahrseile angebracht. Das Hubseil benötigt als stehendes Seil in diesem Bereich keine Rolle sondern nur eine gebogenen Gleitkufe.

In der Transportstellung ist das Turmpaket sehr weit heruntergelassen. Damit das so funktioniert, ist im untern Teil des Turmes ein Knick eingebaut. Gleichzeitig befindet sich in diesem abgewinkelten Turmfußbereich das Hubwerk. Die Motor-Getriebeeinheit ist auf der linken Turmseite von außen angeflanscht. Das Katzfahrwerk befindet sich ganz klassisch im Auslegeranlenkstück.

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit allen Bildern von Untendreher-Turmkranen in voller Auflösung.

Die HD-Baureihe von Potain mit Vollwandtürmen war über viele Jahre sehr erfolgreich, insbesondere der HD32 (wie im Bild) und der HD36 gingen wie geschnitten Brot zu den Kunden, da hatte damals Liebherr mit seiner komplizierten und teuren SE-Baureihe keine Chance gegen.
Heute versucht Liebherr in der Kranklasse Boden zu gewinnen mit dem L1, der schon auffällig nahe am Potain HD/Igo angelehnt ist und somit deren damaligen Erfolg mit dem Konzept ein Stück weit untermauert.
Man darf gespannt sein, wie sich die neue Hup-Serie von Potain entwickelt, die ja Schrittweise die ebenfalls sehr erfolgreiche Igo-Serie ablösen soll.

Gruß

Dieser Post wurde am 05.02.2019 um 20:18 Uhr von Graf Koks editiert.
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06.02.2019, 14:46 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Potain HD32B – Betriebszustand – Posting 2 von 2

Fortsetzung:


Der Unterwagen ist streng punktsymmetrisch aufgebaut und die ausdrehbaren Stützarme sind mit einer dreieckigen Form ausgeführt. Bei den neuen Potain IGO-Modellen hat man sich dann zu einer gerundeten Form hinreißen lassen.
Am Turmfuß sieht man hier die Hubwinde im Turm und die Antriebseinheit mit Motor und Getriebe außerhalb. Das Hubseil wird im Turm nach oben geführt und wird im Betrieb nicht umgelenkt. Bei abgeknicktem Turm im Transportzustand muß es natürlich über eine Umlenkung am Turmknick geführt werden. Sollten mal Turm und Basiskran getrennt werden, muß das Hubseil nicht ausgeschert werden. Trotzdem ist die schwere Windeneinheit nahe am Boden angeordnet – vorteilhaft für Schwerpunktlage und Wartung.


Ansicht des Krans und insbesondere des Turmfußes von vorne mit Blick auf die Hubwindentrommel mit außen am Turm angeflanschter Antriebseinheit. Oberhalb der Hubtrommel ist eine gelbe Einzelrolle zu sehen. Über diese wird das Ballastierseil geführt, sollte einmal mit Bordmitteln der Ballast aufgelegt werden müssen. Das Ballastieren mit dem eigenen Ballastiergalgen wird bei den Potain HD- und IGO-Kranen recht einfach gelöst, in dem der Haken der Unterflasche einfach das Ballastierseil nach oben zieht. Im Turm wird es über diese Rolle zum Ballastiergalgen nach oben geführt. Man nutzt dadurch die Haupthubwinde mit der 4-fach-Einscherung des Haupthakens und benötigt kein separates Ballastiersystem – zumal diese Selbstballastierung in der Realität ziemlich selten verwendet wird. Der hier gezeigte Kran wurde von Horst Pauly mit einer 4-Achs-Kranzugmaschine abgeholt und natürlich auch abballastiert.
Der Kranführerstand an der rechten Oberwagenseite war zwar bei den Potain HD-Kranen noch üblich, aber wohl schon damals nahezu überflüssig.


Ansicht der linken Kranseite im unetern Bereich


Ansicht der rechten Kranseite im unteren Bereich


Ansicht des Turmes von schräg hinten. Der Ballastiergalgen ist auf der linken Turmseite am unteren Rand des oberen turmteils angeschlagen und mit dem Bommelhaken des Ballastierseils hochgezogen, damit er nicht nach hinten im Weg hängt oder unabsichtlich ausschwenkt.

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit allen Bildern von Untendreher-Turmkranen in voller Auflösung.
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07.02.2019, 10:12 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc

Hallo,

in einem der vorangegangenen Postings zur konstruktiven Gestaltung von Potain HD- und IGO-Kranen habe ich die Bauform der Laufkatze angesprochen. Auf der Bauma 2016 stand ein Potain IGO-Kran im teilaufgeklappten Zustand auf dem Potain/Manitowoc Stand, an dem man mal die Laufkatze und den Auslegerknick ganz gut sehen konnte:




Bei diesem kleinen Potain IGO-Kran wird der das vordere Auslegerteil nur mit einem Gelenk – etwa in der Mitte des dreieckigen Auslegerprofils – übergeklappt. Das Auslegervorderteil ist als offenes U-Profil ausgebildet. Beim großen Potain IGO50 wird diese Falttechnik nur zwischen mittlerem und vorderem Auslegerteil angewendet.
Bei dieser 1-Achs-Falttechnik wird die eigentliche Laufkatzbahn geöffnet und die Laufkatze benötigt zusätzliche Anschlagpuffer, um nicht von der Auslegerbahn zu fallen.
Die Laufkatze ist nicht wie bei den alten Potain HD-Kranen (und auch bei den Liebherr-Kranen) aus Hohlprofilstäben zusammengeschweißt, sondern aus gebogenen Blechen mit zusätzlichen Stegblechen geschweißt.

Gruß Christoph
P.S.: Link zum Image-Shack-Album mit allen Bildern von Untendreher-Turmkranen in voller Auflösung.
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24.03.2019, 18:53 Uhr
Amuse



MC235B


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422 — Direktlink
27.03.2019, 10:45 Uhr
Menzitowoc

Avatar von Menzitowoc



Hallo,

seit einiger Zeit werden die Bauwerke im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel saniert. Auf meiner Wanderung über den Habichtswaldsteig im Herbst 2018 bin ich dort vorbei gekommen, als zwei Potain Untendreher an der Löwenburg eingesetzt waren. Der hintere Kran mit dem Ausleger in Steilstellung ist ein Potain der HDT-Serie (möglicherweise Potain HDT-80) und der andere ist ein Potain der IGO-T-Serie (möglicherweise Potain IGO-T 85). Der Turm im Vordergrund gehört dem Liebherr 71 EC-B, der oben am Berg neben den Kaskaden am Herkules steht.

Gruß Christoph
--
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21.04.2019, 19:00 Uhr
Amuse



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21.04.2019, 19:01 Uhr
Amuse



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